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Angetestet

Aktuelle Software

20.08.2009

Dillo zeigt, dass es nicht immer Firefox sein muss

Firefox und Opera haben sich als Quasi-Standards in der Linux-Webbrowser-Welt etabliert. Dass man aber auch mit weniger Funktionen surfen kann, zeigt Dillo. Das Programm feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum. Im Gegensatz zu den Platzhirschen beschränkt sich Dillo auf die Darstellung der reinen HTML-Elemente. Frames und Flash unterstützt das Tool ebensowenig wie Javascript.

Das Layout einiger Seiten, wie beispielsweise Wikis, gibt Dillo daher nicht korrekt wieder. Dafür besticht der Browser besonders durch seine Geschwindigkeit und baut Seiten blitzartig auf. Trifft er dabei auf Fehler im HTML-Code, signalisiert er das durch einen Käfer in der rechten unteren Fensterecke an. Klickt der Nutzer diesen an, zeigt Dillo eine Liste mit allen auf der aktuellen Webseite gefundenen Fehlern.

Darüber hinaus unterstützt Dillo auch Tabbed-Browsing und bietet sogar eine Websuche via Google. Cookies lehnt der Browser in der Standardeinstellung ab. Dieses Verhalten passen Sie in der Konfigurationsdatei .dillo/cookiesrc mithilfe eines Texteditors an und legen Ausnahmen für bestimmte Webseiten fest. Dillo bietet dazu die Einstellungen Deny, Accept und Accept-Session. Aussagekräftige Beispiele dazu finden Sie im FAQ-Bereich der Dillo-Webseite.

Dillo 2.1.1

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://www.dillo.org/

Wertung

Der Webbrowser Dillo glänzt durch Geschwindigkeit, unterstützt aber weder Frames noch aktive Inhalte. Wer damit leben kann, findet in Dillo ein schnelle Alternative zu den Browser-Platzhirschen.

Kontrolpack hält Remote-Systeme unter Kontrolle

Kontrolpack bietet eine komfortable Oberfläche, um entfernte Systeme mit unterschiedlichen Betriebssystemen zentral über das LAN zu pflegen. Das Programm kennt die beiden Betriebsmodi Client und Server. Der Server-Dienst läuft auf dem Rechner, von dem aus Sie die restlichen Geräte administrieren. Auf den zu verwaltenden PCs kommt der Client zum Einsatz. Ob ein Rechner als Server oder Client dient, entscheiden Sie beim ersten Aufruf von Kontrolpack auf dem jeweiligen System, können die Einstellung aber später auch wieder ändern.

Nach dem Start braucht der Client lediglich IP-Adresse und Port des Servers, um sich mit diesem zu verbinden. Im Kontrolpack auf dem Server taucht der neue Rechner mit einem eigenen Reiter auf. Auf dem entfernten Rechner lassen sich Befehle ausführen, deren Ausgabe im Fenster des Kontrolpack-Servers erscheint. Darüber hinaus bietet das Programm zehn vordefinierte Operationen, die Sie per Mausklick abrufen – vom Herunterfahren des Rechners über die Anzeige von Umgebungsvariablen und Netzwerkeinstellungen bis hin zum Löschen von Dateien oder Verzeichnissen. Daneben lassen sich über ein eigenes Menü Dateien zwischen den Rechnern austauschen.

Kontrolpack gibt es in Versionen für Linux, Mac OS X und Windows. Während das Warten von Linux-Rechnern von einer Windows-Maschine aus im Test problemlos funktionierte, stürzte der Kontrolpack-Client auf einem Windows-2000-Rechner immer wieder ab.

Kontrolpack 2.0.2

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://www.kontrolpack.com/

Wertung

Kontrolpack eröffnet einen bequemen Weg, mehrere Rechner verschiedener Betriebssysteme im lokalen Netz zu administrieren.

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LinuxUser 06/2012

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