Wie das Backup aussehen soll, liegt auf der Hand: Klein soll es sein, weil das nicht nur Platz spart, sondern auch Zeit beim Recovery. Leicht handhabbar soll es sein, denn wer es braucht, steht meist ohnehin schon unter Zeitdruck. Ohne Hilfsmittel soll es sich im Idealfall lesen lassen – dann muss man nach einem Desaster nicht erst auch noch die Backupsoftware installieren und konfigurieren, bevor die Rücksicherung starten kann. Schnell soll es sein, damit auch bei größeren Datenmengen das verfügbare Zeitfenster genügt und im Fall der Fälle die Störung nicht länger als nötig dauert.
Doch einen Tod, so scheint es, muss man dafür sterben: Inkrementelle und differenzielle Backups fallen klein und schnell aus, weil sie nur geänderte Files erfassen. Die Wiederherstellung aber erweist sich als kompliziert, denn dafür muss man mehrere Sicherungen in richtiger Reihenfolge einspielen. Andererseits lassen sich Vollbackups einfacher handhaben: Sie enthalten alles Nötige am Stück und bringen es in einer Aktion zurück auf den Rechner – dafür sind sie jedoch groß und langsam. Dieselbe Kalamität entsteht beim Backup-Format: Einfache Kopien kommen ohne weitere Software aus, brauchen aber ebenso so viel Platz wie das Original und transportieren dabei nicht einmal zusätzliche Metadaten (wie etwa eine Kennung des verwendeten Mediums). Platz sparen können dagegen spezielle (nicht selten proprietäre) Backupdateien – aber nur um den Preis des Nachteils, dass man für ihre Wiederherstellung in der Regel zusätzliche Software benötigt.
Vorteile bündeln
Alles Gute scheint nie beisammen, aber eine Technik bringt doch zumindest etliche Vorteile unter einen Hut. Das funktioniert so: Beim ersten Backup handelt es sich um eine normale 1:1-Kopie, also ein Vollbackup. In das zweite Backup kopiert die Sicherungssoftware aber nur noch die Dateien, die sich gegenüber dem ersten
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