Dienstbare Geister

Einen Überblick über die laufenden Daemons sowie Möglichkeiten, diese zu überwachen, bietet das Menü Sonstiges unter System- und Server-Status. Das Modul zeigt eine tabellarische Liste aller laufenden Server an. Durch das Aktivieren der Checkbox vor dem jeweiligen Eintrag fügen Sie diesen der permanenten oder temporären Überwachung hinzu. Im Falle von Störungen meldet der Dienst diese automatisch, auf Wunsch auch per Mail an den Administrator (Abbildung 3). Zusätzlich erhalten Sie über das Menü System | Laufende Prozesse detaillierte Informationen zu allen auf dem System aktiven Prozessen sowie einen kompletten Prozessmanager.

Abbildung 3: Das Modul System- und Server-Status zeigt verschiedene Dienste an und markiert sie entsprechend ihres Zustands. Hier aktivieren Sie auch deren Überwachung.

Die eigentliche Konfiguration der Serverdienste erreichen Sie durch einen Klick auf Server Menü auf der linken Seite des Webmin-Fensters. Alle Module, die Webmin für den Betrieb des Servers geladen hat, listet die Software hier in jeweils eigenen Menüpunkten auf. Folgen Sie einem dieser Links, erscheint das zugehörige Konfigurationsfenster, in dem Sie alle verfügbaren Optionen bequem per Klick auf eines der Icons einstellen. Die meisten der Konfigurationselemente sind selbsterklärend, ein aufwendiges Einarbeiten in die verschiedenen Dienste entfällt (Abbildung 4).

Abbildung 4: An einer vernünftigen Konfiguration des Samba-Servers hat sich schon manch einer die Zähne ausgebissen. Dank Webmin erledigen Sie das ohne großen Aufwand.

Da die Software keine eigenen Konfigurationsdateien anlegt, sondern die Modifikationen direkt in jene der einzelnen Serverdienste schreibt, steht es Ihnen frei, die Konfiguration manuell über einen Texteditor an Ihre Wünsche anzupassen, ohne dass es dabei zu Überschneidungen oder Konflikten mit Webmin kommt.

Systematisches

Oft ist es für das korrekte Funktionieren eines Programms nötig, das darunterliegende Betriebssystem entsprechend vorzubereiten. Dazu gehört beispielsweise das Einbinden von Daemons in die entsprechenden Runlevel, damit sie beim Booten automatisch starten. Auch diese Arbeit erledigen Sie bequem mit Webmin. Unter System finden Sie eine stattliche Anzahl verschiedenster Optionen, mit denen Sie nicht nur den Bootprozess und zeitabhängige Programmabläufe auf dem Server konfigurieren, sondern auch Backup-Funktionen auf verschiedenen Medien steuern. Daneben erlaubt die Oberfläche das Einrichten von Festplattenquotas und das Ändern von Nutzerpasswörtern.

Auch die nötigen Start- und Stop-Skripte passen Sie in diesem Menü Ihren Präferenzen an. Außerdem erreichen Sie hier die unterschiedlichen Logdateien sowie eine Liste der laufenden Prozesse. Das ermöglicht es, Fehlerursachen und den aktuellen Status schnell im Browser zu lokalisieren, ohne auf die Kommandozeile wechseln zu müssen. Zu guter Letzt zeigt die Rubrik Systemmenü einen Überblick über die eingehängten Dateisysteme, wobei sie sowohl die lokalen als auch die Netzwerk-Dateisysteme samt Belegung übersichtlich sortiert.

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