Gemeinsamkeiten, Unterschiede

Alle genannten Programme bieten einen Vollbildmodus und eignen sich damit für Präsentationen und Vorträge. Während es meist einen Menüeintrag oder Schalter für den Vollbildmodus gibt, hilft bei xpdf der Parameter --fullscreen. Alle Tools verfügen ebenfalls über eine Textsuche, einen Rotationsmodus für Hoch- und Querformat, eine Anpassung an die Papiergröße, eine Detailansicht (Zoom) sowie eine Druckfunktion. Eine Seitenvorschau bieten dagegen nur Evince, Okular und der Acrobat Reader. Ein Inhaltsverzeichnis zeigen dagegen alle Programme außer Ghostview an.

Okular glänzt als einziger Viewer mit der Fähigkeit, Notizen und Markierungen im Dokument anzubringen. Der Acrobat Reader kann solche Anmerkungen zwar anzeigen, aber nicht einfügen oder verändern. Keines der Werkzeuge verfügt über eine Möglichkeit, ein Dokument in Graustufen umzuwandeln und so vor der Ausgabe auf einem S/W-Drucker zu begutachten – hier gilt es den Umweg über die jeweilige Option zum Drucken in eine Datei zu nehmen [9].

Eines der Programme generell für das Betrachten von Postscript- und PDF-Dateien zu empfehlen, fällt schwer. Für die grundlegenden Funktionen eignen sich alle der vorgestellten Tools, auch die Einarbeitungszeit ist bei allen sehr kurz. Bei der Arbeit im Team und für Formulare stechen allerdings Okular und der Acrobat Reader durch ihre mehr oder minder ausgeprägten Fähigkeiten zum Umgang mit Kommentaren und Notizen hervor. Weitere Informationen finden sich auch in der Postscript- und PDF-Bibel[10], bei Wikipedia [11] sowie bei Gnome [12].

TIPP

Einen Überblick zu weiteren Programmen bietet die Website PDFReaders.org [13] der Free Software Foundation Europe (FSFE).

Formatzaubereien

Für das Umwandlung von Postscript nach PDF und umgekehrt gibt es unter Linux die beiden Pakete ghostscript und xpdf-utils. Sie stellen die Kommandos ps2pdf und pdf2ps in mehreren Varianten bereit. Um ein Postscript-Dokument nach PDF umzuwandeln, rufen Sie das Kommando ps2pdf[14] auf:

$ ps2pdf Datei.ps Datei.pdf

Ps2pdf verwendet für das Umwandeln Ghostscript und erzeugt grundsätzlich das aktuellste PDF-Format, das auf dem Linux-System verfügbar ist – derzeit PDF 1.4, das dem Leistungsumfang von Acrobat Reader 5 entspricht. Für ältere Varianten stehen auch die separaten Kommandos ps2pdf12 (PDF-Version 1.2, kompatibel zu Acrobat 3) und ps2pdf13 (PDF-Version 1.3, kompatibel zu Acrobat 4) zur Verfügung.

Mit den Werkzeugen pdf2ps und pdftops[15] wandeln Sie PDF-Dokumente in eine Postscript-Datei um:

$ pdf2ps Datei.pdf Datei.ps
$ pdftops Datei.pdf Datei.ps

Pdf2ps nutzt Ghostscript für die Umwandlung, während Pdftops auf Xpdf aufsetzt. Welchem Werkzeug man den Vorzug geben sollte, daran scheiden sich die Geister. Die Umwandlung erfolgt in beiden Fällen nicht ganz verlustfrei.

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