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Neues auf der Heft-DVD

Red Hats Zögling Fedora macht mit der neuen Version 11 von sich reden. Das aktuelle Release mit dem Codenamen "Leonidas" wartet, wie bei Fedora üblich, stets mit den aktuellsten Software-Versionen auf. Mit ein Grund dafür ist, dass Red Hat die Distribution als Testballon für seine Enterprise-Reihe verwendet. Als Basis von Fedora 11 kommt der Kernel 2.6.29 zusammen mit dem X-Server 1.6.0 zum Einsatz, den Desktop stellt in der Grundeinstellung Gnome 2.26.2. Wer lieber KDE verwendet, spielt die Version 4.2.3 nach Abschluss der Installation auf dem System ein. Die dafür benötigten Pakete finden Sie auf der Heft-DVD. Etwas verwunderlich erscheint aber, dass Fedora die Betaversionen 3.5 des Webbrowser Firefox und des Mail-Clients Thunderbird 3.0 einsetzt. Als Office-Suite verwendet Fedora OpenOffice 3.1, Evolution 2.26.2-1 dient als Kontakt- und Adressmanager. Mehr zu Fedora lesen Sie im Kurztest ab Seite 12.

Ein besonderes Schmankerl kommt in dieser Ausgabe von Michael Prokop, dem Maintainer von Grml. Er hat für uns eine LinuxUser-Edition der neuesten Release Grml 2009.05 erstellt. Dieses für Sysadmins und Technikinteressierte entwickelte System bringt eine Vielzahl nützlicher Werkzeuge mit, um Systeme zu reparieren und zu pflegen. Die DVD enthält sowohl die 32- als auch die 64-Bit-Variante, die Sie bequem über das grafische Bootmenü (Abbildung 1) anwählen. Einen ausführlichen Artikel zur Distribution finden Sie ab Seite 16.

Abbildung 1: Über das Bootmenü der LinuxUser-Edition von Grml wählen Sie bequem alle verfügbaren Startvarianten aus.

Des weiteren booten Sie darüber auch den Grml-Ableger Juxlala 2.0. Diese für Kinder ab drei Jahren konzipierte Distribution verwendet zur Navigation ausschließlich Bilder und bringt eine Vielzahl an Lehr- und Lernprogrammen mit. Details zu Juxlala 2.0 liefert der Artikel ab Seite 62.

Möchten Sie von Grund auf selbst entscheiden, mit welcher Software Sie Ihr System ausstatten, sollten Sie sich Tiny Core 2.1 näher ansehen. Trotz der geringen ISO-Größe von gerade einmal 11 MByte verfügt die Distribution nicht nur über eine grafische Oberfläche, sondern auch über einen Paketmanager, der es Ihnen erlaubt, beliebige Pakete aus dem Online-Repository nachzuziehen.

Ebenfalls aus dem Lager der "Kleinen" kommt Parted Magic 4.2, das jedoch eine völlig andere Zielrichtung verfolgt: das Einrichten und Reparieren von Festplatten sowie das Wiederherstellen von Daten und Partitionstabellen. Die wichtigste Neuerung der aktuellen Release ist das Disk-Imaging-Programm Clonezilla. Mit ihm erstellen sie im Handumdrehen Abbilder von Partitionen oder ganzen Festplatten, die Sie wahlweise in eine Datei schreiben, oder auf eine andere Platte spiegeln. Mehr zum effektiven Einsatz von Clonezilla lesen Sie im Artikel ab Seite 48.

Nicht ganz so klein, aber dafür deutlich hübscher präsentiert sich das neue Linux Mint 7. Die auf Ubuntu 9.04 basierende Distribution wartet nicht nur mit einer sehr schicken Benutzeroberfläche auf, sondern bietet als Hauptattraktionen einen speziellen Paketmanager namens "Mintinstall". Er zeigt zu den Paketen nicht nur die übliche Beschreibung an, sondern auch Screenshots und Nutzerbewertungen.

Die aus Algerien stammende Live-Distribution Bee Linux 1.0.3 erfüllt beinahe jeden Softwarewunsch frei Haus. Neben den üblichen Verdächtigen wie Firefox und OpenOffice verfügt das System über dutzende weiterer Applikationen aus allen Anwendungsbereichen. Mit dabei sind unter anderem Scribus, der Mozilla-Kalender Sunbird, die Virtualisierungssoftware VirtualBox und das Computer-Planetarium Stellarium. Allerdings haben die Entwickler wichtige Bestandteile wie den Installer noch nicht in andere Sprachen lokalisiert, weswegen diverse Features nicht französisch sprechenden Nutzern verwehrt bleiben. Mehr zu Bee Linux finden Sie im Artikel ab Seite 66.

Programme auf der DVD

Pünktlich zum Redaktionsschluss veröffentlichte Sun die aktuelle Version 3.0 der Virtualisierungssoftware VirtualBox. Das Programm bringt in der aktuellen Fassung nicht nur eine umfassende 3D-Unterstützung mit, sondern auch einen erweiterten SMP-Support, der es jetzt erlaubt, bis zu 32 Prozessoren anzusprechen. Ebenso spektakulär präsentiert sich der neue Firefox 3.5. Durch eine neue Javascript-Engine laden speziell codelastige Seiten jetzt teilweise doppelt so schnell wie beim Vorgänger. Wer seinen Linux-Server nicht auf der Kommandozeile konfigurieren möchte, findet in Webmin 1.48 das ideale Programm, diese Arbeit mit einer komfortablen grafischen Oberfläche über den Browser zu erledigen.

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Dieser Artikel stammt aus der Zeitschrift LinuxUser.

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