Linux Mint 7: Ubuntu auf Abwegen
Clement Lefebvre hat eine neue Version von Linux Mint (http://www.linuxmint.com) zum Download freigegeben. Sie bringt ein neues Menü und einen überarbeiteten Paketmanager mit. Mint 7 macht auf den ersten Blick einen spritzigen Eindruck. Dafür sorgen nicht nur das neue Wallpaper und das in Grün und Grau gehaltene Theme, sondern auch die neue Basis: Ubuntu 9.04 mit Kernel 2.6.28 und Gnome 2.26. Laut der Release Notes benötigt Mint zur Installation zwar 512 MByte RAM, für den Betrieb genügen aber auch 256 MByte.
Zu den Hauptneuerungen gehört neben dem optischen Update der Software Manager Mintinstall. Einem App-Store nicht unähnlich, zeigt er zu den meisten Programmen auch eine Wertung und einen Screenshot an. So können Sie sich ein besseres Bild davon machen, ob das Programm wirklich das gesuchte ist. Daneben bringt die Distribution als Paketmanager auch Synaptic mit. (-> DVD)
Ubuntu Privacy Remix: Wolpertinger hinter Gittern
Das Projekt UPR (https://www.privacy-cd.org) stellte auf dem Linux-Tag das neue Release der auf Sicherheit getrimmten Ubuntu-Version 9.04 vor. Die Distribution mit dem Codenamen "Jailed Jackalope" startet als Live-CD und verfügt weder über einen Netzwerk-Stack noch eine Zugriffsmöglichkeit auf lokale Festplatten. Als Ziel der Modifikationen sehen die Projektverantwortlichen, eine abgeschottete Arbeitsumgebung bereitzustellen, in der sich vertrauliche Daten sicher bearbeiten lassen. Abgesehen davon bringt UPR die meisten Programme und Features mit, die Ubuntu in der Ursprungsversion enthält.
Als auffälligste Neuerung enthält die aktuelle Version eine stark verbesserte Hardware-Erkennung, vor allem von Bildschirmen und Grafikkarten. Um das Nachladen von Schadcode zu erschweren, beschränkten die Entwickler in der aktuellen Version die Rechte des Live-Session-Users auf das absolut notwendige Minimum.


