Fast jeder PC-Benutzer weiß, wie wichtig Backups sind, doch nur die wenigsten können sich dazu motivieren, sie regelmäßig anzulegen. Hilfreich wäre also ein Werkzeug, das Systemeinstellungen und private Daten automatisch sichert, sodass sie bei einem Festplattenunglück oder einem Bedienungsfehler nicht unwiederbringlich verloren gehen. Für Debian und Ubuntu gibt es zu diesem Zweck das schlanke Programm TimeVault [1], das – inspiriert von Apples Time Machine [2] – auch ohne aufwendige Konfiguration zuverlässig Dateien sichert, sobald Sie diese ändern. So lässt sich bequem ein aus Versehen überschriebenes Dokument wiederherstellen oder aus historischem Interesse der Dateibestand vom vorigen Jahr einsehen.
Für vollständige Systemsicherungen eignet sich TimeVault allerdings nicht. Nach einem Festplattendefekt müssen Sie also zuerst das Betriebssystem neu installieren, erst dann können Sie die gesicherten Daten zurückspielen. Für System-Backups gibt es andere, oft leider kompliziert zu bedienende Anwendungen. Für das Sichern von Dokumenten und Einstellungen eignet sich TimeVault jedoch bestens. Zwar ist die Entwicklung des Programms noch nicht abgeschlossen, es gibt sich aber bereits recht alltagstauglich. Allerdings existiert bislang noch keine deutsche Lokalisierung für das englischsprachige TimeVault.
Oft sichern, aber wenig
In regelmäßigen Abständen den kompletten Festplatteninhalt zu sichern wäre äußerst ineffizient: Nicht nur, dass dadurch sehr viel Plattenplatz belegt würde, jedes Backup würde auch sehr lange dauern. TimeVault legt daher nur einmal ein komplettes Backup der fraglichen Verzeichnisse an und speichert bei allen darauffolgenden Sicherungen jeweils nur die veränderten Dateien. Dabei bleiben ältere Versionen der Files erhalten.
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