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Datenschubser

Simples Backup für Ubuntu

Time is on my side

Im Reiter Time stellen Sie das Backup scharf (Abbildung 4): Über das Ausklappmenü Do backups legen Sie fest, wie oft Sbackup die Daten sichert. Wählen Sie etwa daily, lässt Ihnen Sbackup die Wahl zwischen simply und precisely. Entscheiden Sie sich für den zweiten Parameter, eröffnet sich die Möglichkeit, unter Hour und Minute den genauen Zeitpunkt des Backups festzulegen. Ist Ihnen das schnuppe, wählen Sie simply. Auf dieselbe Weise funktionieren die Optionen hourly, weekly und monthly. Über custom legen Sie hingegen einen selbst gewählten Zeitraum fest. Den definieren Sie in Form eines Cron-Jobs (siehe Kasten "Cron-Job") in der Zeile Custom cron time definition.

Abbildung 4: Neben einigen Standardeinstellungen sichern Sie Ihre Daten auf Wunsch zu selbst definierten Zeiten. Die stellen Sie über einen Cron-Job ein.

Cron-Job

Cron-Jobs heißen unter Linux Tasks, die das System regelmäßig ausführen soll. Für diese definiert man über spezielle Cron-Dateien Zeitabstände. Die fünf Sterne in Sbackup stehen von links nach rechts für Minute der Stunde, Stunde eines TagesTag im MonatMonat im Jahr und Wochentag. Wählen Sie etwa die Einstellung 05 * * * *, sichert die Software jeweils in der fünften Minute einer Stunde die Daten, also 10:05 Uhr, 11:05 Uhr und so weiter. Verändern Sie den Eintrag zu */5 * * * *, erstellt Sbackup alle fünf Minuten ein Backup. Um jeweils am 28. eines Monats um 13:52 ein Backup zu machen, lautet der Eintrag: 52 13 28 * *. Mehr Informationen zu Cron finden Sie zum Beispiel unter [2].

Existieren noch keine Sicherungen am vereinbarten Ort, legt Sbackup nach dem Start über Backup now ein volles Backup an, das Sie an der Endung FUL erkennen. Dann schiebt es inkrementelle Backups mit der Endung INC hinterher. Die Namen der Backups versieht es mit einem eigenen Zeitstempel, so dass Sie später wissen, von wann welche Datei stammt. Der Eintrag Do a full backup at least once every 21 days im Reiter Time zeigt die Voreinstellung für Sbackup an. Ändern Sie diesen Wert für volle Backups entsprechend der Größe Ihrer Festplatte und Ihres Bedarfs.

Bleibt noch der letzte Reiter Purging im Konfigurationsdialog (Abbildung 5). Setzen Sie das Häkchen bei Enable purging..., so löscht Sbackup alte und unvollständige Datensicherungen. Dabei gibt es zwei Vorgehensweisen: Über Simple cutoff... entsorgt es nach einer von Ihnen einstellbaren Zeitspanne sämtliche Backups – alte Sicherungen verschwinden also komplett. Alternativ wählen Sie die logarithmische Variante (Logarithmic). Sie dünnt die Sicherungen der Vergangenheit nach einem bestimmten Schema aus: Je älter die Daten sind, desto weniger Sicherungen gibt es. So behalten Sie nur noch ein Backup pro Woche vom letzten Monat, vom letzten Jahr bleibt nur ein Backup pro Monat übrig und so weiter. Von den vorhergehenden Jahren behalten Sie am Ende lediglich jeweils ein Backup.

Abbildung 5: Ballast abwerfen: Entweder löschen Sie alte Backups komplett, oder Sie gehen logarithmisch vor und dünnen vergangene Sicherungen allmählich aus.

Bevor das Programm aber über den Button Backup now seinen Dienst aufnimmt, klicken Sie unbedingt auf Speichern – andernfalls übernimmt Sbackup die Änderungen nicht und verwendet die Standardeinstellungen. Nach dem Klick aufs Knöpfchen erscheint das Fenster Configuration save successful. Der Klick auf Backup now informiert ebenfalls nur sehr spärlich: A backup run is initiated in the background. The process id is: 7284 oder ähnlich steht da zu lesen. Das Fenster dürfen Sie bedenkenlos schließen. Schön zu wissen: Nach einem Neustart des Systems setzt Sbackup die Sicherungen in den von Ihnen festgelegten Intervallen fort.

Zeit der Restauration

Meist versauern Backups ungenutzt auf einer Festplatte – und das ist auch gut so. Sollten Sie doch einmal in die Verlegenheit kommen, Dateien retten zu müssen, nutzen Sie den Menüpunkt System | Systemverwaltung | Simple Backup Restore. Im Bereich Restore Source Folder sollte neben Use default das während der Konfiguration angegebene Backup-Verzeichnis erscheinen. Das gilt auch für Verzeichnisse auf SSH- und FTP-Servern.

Handelt es sich um eine mit Sbackup auf einem anderen System erstellte Sicherung, geben Sie unter Use custom einen eigenen Backup-Ordner an. Die darin aufgefundenen Dateien listet die Software im Dropdownmenü Available Backups auf. Wählen Sie eine davon aus, erscheint im leeren Feld darunter der Verzeichnisbaum (Abbildung 6). Handelt es sich um ein volles Backup, sehen Sie dort alle zu dem Zeitpunkt gesicherten Dateien.

Abbildung 6: Schnelle Restauration: Eine zweite Oberfläche von Sbackup kümmert sich um die Wiederherstellung der Daten. Die Trennung von Konfiguration und Restauration ergibt Sinn.

Bei INC-Dateien tauchen nur die seit dem letzten Backup geänderten Dateien auf. Erstellen Sie beispielsweise jeweils am Montag ein volles Backup und stellen dann am Freitag fest, dass Sie alle Änderungen seit Montag brauchen, müssen Sie alle INC-Dateien wiederherstellen, die nach dem Vollbackup am Montag hinzugekommen sind.

Wählen Sie das Backup aus und klicken Sie auf Restore, stellt Sbackup die Datei am Originalschauplatz wieder her (und überschreibt unter Umständen vorhandene neuere Versionen). Über Restore As legen Sie die neuere Datei an anderer Stelle ab.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

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LinuxUser 03/2012

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