Daten(ver)sicherung
Grundlagen der Datensicherung
Datensicherung mit Bordmitteln
Das Sichern der persönlichen Daten erfordert nicht zwangsläufig den Einsatz externer Programme: Linux bringt nämlich alle dafür notwendigen Tools frei Haus mit. Am einfachsten erledigen Sie das Backup mit dem Tool Zip. Im Gegensatz zu Tar, Gzip und Bzip enthält es eine Option, das erstellte Archiv mit einem Passwort zu versehen. Weiterhin ermöglicht es, nur neue oder veränderte Daten zu sichern, die das Archiv noch nicht enthält. Mit der Eingabe von
$ zip -9 -P Passwort -u backup1.zip -r Datei1 Ordner1 Ordner2
erstellen Sie rekursiv von den angegebenen Dateien und Ordnern ein mit einem Passwort versehenes ZIP-Archiv. Der Schalter -u bewirkt, dass das Programm lediglich neue oder geänderte Daten berücksichtigt. Um die Sicherung zu automatisieren, müssen Sie die Befehlskette lediglich in ein Skript kopieren, das Sie im Verzeichnis /etc/cron.daily speichern. Wenn Sie das erzeugte Archiv nun regelmäßig auf einen externen Datenträger kopieren, haben Sie schon eine relativ effiziente Methode der Datensicherung. Geben Sie zu den Dateien und Verzeichnissen, die Sie packen möchten, absolute Pfade an, speichert Zip sie damit, was ein Wiederherstellen unter Umständen deutlich erleichtert.
Um mit Zip gepackte Dateien zu verwalten, verwenden Sie das Programm Unzip. Es ermöglicht Ihnen anhand diverser Schalter genau festzulegen, welche Dateien in welchem Umfang es wiederhergestellen soll. Ausgehend vom oben genannten Beispiel bewirkt der Aufruf
$ unzip -P Passwort -n backup1.zip -d /
dass das Programm nur nicht vorhandene Dateien entpackt. Mit dem Schalter -d geben Sie den Pfad an, in den Sie das Verzeichnis extrahieren möchten. Haben Sie die Sicherung mit absoluten Pfaden erstellt, entpackt das Programm die Dateien im Ursprungsverzeichnis. Eine vollständige Übersicht aller Parameter finden Sie in der Man-Page (man unzip).
Glossar
Solid State Drive
Das Solid State Drive, kurz SSD, ist ein nichtflüchtiges Speichermedium, ähnlich wie eine USB-Stick. Aufgrund ihres auf Speicherbauteilen basierenden Konzepts enthält sie über keinerlei mechanische Bauteile und ist damit wesentlich unempfindlicher gegenüber mechanischen Belastungen als herkömmliche Festplatten.
DNG
Digital Negative. Von Adobe propagiertes, offen gelegtes Rohdatenformat für Bilder. Die Speicherung erfolgt unkomprimiert, sodass DNG-Dateien im Vergleich zu anderen RAW-Formaten etwa ein Viertel größer ausfallen.
Aufbewahrungsfrist
Das Handelsgesetzbuch (HGB §257 Abs. 4) schreibt vor, wie lange Firmen unternehmensrelevante Dokumente vorhalten müssen. Für Bücher, Buchungsbelege, Bilanzen oder Inventare sieht es eine Dauer von zehn Jahren vor.
[1] Desktop-RAID: Marcus Nasarek, "Easy RAIDer", LinuxUser 04/2006, S. 42, http://www.linux-user.de/ausgabe/2006/04/042-raid-basics/
[2] Online-Storage Humyo: http://humyo.de
[3] Truecrypt-Grundlagen: Thomas Leichtenstern, "Innere Werte", LinuxUser 12/2006, S. 65, http://www.linux-user.de/ausgabe/2006/12/065-truecrypt/
[4] Truecrypt 4.3a: Tim Schürmann "Verriegelt und verrammelt " LinuxUser 08/2007, S 50, http://www.linux-community.de/artikel/12971/
[5] Clonezilla: Tim Schürmann, "Jurassic Park", LinuxUser 08/2009, S. 48, http://www.linux-community.de/artikel/18988/



