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Pediküre

Vorschau auf Gnome 3.0

05.06.2009
Die nächste große Version von Gnome bringt weitreichende Veränderungen mit sich, darunter einige völlig neue Bedienkonzepte.

Schon seit der Guadec 2005 diskutieren die Entwickler, wie eine neue Major-Version von Gnome aussehen könnte: Welche Bedienkonzepte erscheinen noch zeitgemäß, welche sollte man besser über Bord werfen? Die große Unbekannte dabei: die Anwender – werden sie sich mit einer runderneuerten Oberfläche anfreunden oder eher verschreckt Abstand nehmen?

Letzteres passierte in der Geschichte des Linux-Desktop bereits zweimal: Vor sieben Jahren setzten die Entwickler bei Gnome 2.0 den Rotstift zu radikal an, es gab plötzlich nicht mehr so viele Einstellungsmöglichkeiten wie in der Vorgängerversion. Dies empfanden viele Benutzer als zu schmerzhaft. Anfang letzten Jahres widerfuhr KDE 4 ein ähnliches Schicksal. Auf vielen Rechnern (vor allem auf solchen mit NVidia-Grafik) war der neue Desktop schlichtweg unbedienbar und vor allem ein klarer Rückschritt im Vergleich zum Vorgänger. Dieser Trend hält nach wie vor an, und manch einer stellt sich berechtigt die Frage, ob die Entwickler aus der Vergangenheit nicht gelernt haben.

Notwendigkeit neuer Bedienkonzepte

Mit den bisher veröffentlichten Komponenten für Gnome 3.0 macht das Projekt einen radikalen Schritt in eine völlig neue Richtung. Alle heutigen Oberflächen, ob bei Windows Vista und 7, Mac OS X oder auch KDE 3 und 4, setzen auf das alte WIMP-Paradigma, das Apple Mitte der 80er Jahre einführte. Gnome 3.0 erfindet zwar nicht das Rad neu, jedoch ernteten die Vorabversionen des Desktops bei der Vorstellung der neuen Ansätze viel (wenn auch konstruktive) Kritik.

Das neue Konzept kommt dem Anwender bei der täglichen Arbeit durch einen logischer gestalteten Desktop entgegen. Das Panel ist zwar noch vorhanden, hat im eigentlichen Sinne ausgedient – die Gnome Shell [1] bildet die zentrale Instanz des Desktops und ersetzt das Panel, den Window- und den Compositing-Manager.

Eine frühe Version dessen, was Gnome 3.0 später bietet, können Sie bereits jetzt ausprobieren. Ein einfaches Skript kümmert sich um die Übersetzung und Installation. Es lässt Ihnen die Wahl, die Vorabversion entweder in einem eigenen Fenster oder auch als Ersatz des bisherigen Gespanns Gnome Panel und Metacity zu verwenden. Vieles befindet sich derzeit noch im Fluss – zum Beispiel spendierten die Entwickler der Shell Mitte Mai eine Seitenleiste. Andere Beiträge, die zur Verbesserung der Benutzbarkeit beitragen, fließen laufend noch ein. Dabei bleibt es nicht aus, dass durch Änderungen an einer Komponente die Shell gelegentlich nicht mehr funktioniert. Dank des Git-Repositories fällt es jedoch leicht, jederzeit zu einer älteren, funktionierenden Version zurückzukehren.

Kleine Technologiekunde

Die zentrale Instanz von Gnome 3.0 bildet die Gnome Shell (Abbildung 1). Die Entwickler haben sie soweit wie möglich – momentan noch nicht durchgängig – in Javascript geschrieben. So sind die Arbeitsflächen, der Programmumschalter oder der Ausführen-Dialog komplett in dieser Sprache programmiert. Mittels Gjs (gesprochen "geejays", [2]), das seinerseits auf Mozilla Xulrunner [3] aufsetzt, greifen die Skripte auf die darunterliegenden C-Bibliotheken zu. Der Unterbau beinhaltet unter anderem auch Clutter, eine Bibliothek, die auf OpenGL aufbaut und allerhand hübsche Effekte hervorzaubert. Das Plugin Mutter aus dem Windowmanager Metacity macht mächtig Gebrauch von den Möglichkeiten, die die Clutter-Bibliothek bietet.

Bisher lassen sich noch nicht alle Funktionen von Javascript abdecken, und so behelfen sich die Entwickler momentan mit C. Nach und nach – so der endgültige Plan – will man diese Lücken füllen, das heißt: von den Basisbibliotheken einmal abgesehen, ist Javascript eine der dominanten Sprachen für die Gnome-Kernprogramme. Das soll neue Programmierer ins Boot zu holen, lässt sich Javascript doch viel angenehmer schreiben als C oder C++. Ein weiterer Vorteil von Javascript: Der Code läuft in einer Sandbox ab, weswegen Angreifer es schwer haben, zum Zug zu kommen.

Abbildung 1: Die Gnome Shell ist die zentrale Komponente in der nächsten Major-Version von Gnome.

Gerade die Verwendung von OpenGL birgt die Gefahr, dass einige Benutzer bei grafikintensiven Programmen sprichwörtlich in die Röhre schauen. Beispielsweise bieten für NVidia-Boards derzeit nur proprietäre Treiber eine vernünftige 3D-Beschleunigung, freie Treiber kommen da nicht mit. Bei ATI-Grafikkarten sieht es schon besser aus: Zwar sind die quelloffenen Treiber für die neuesten Karten noch nicht auf dem Stand der proprietären, doch gibt AMD immer wieder Spezifikationen frei.

Die Shell selbst testen

Um selbst in den Genuss zu kommen, die neue Shell zu testen, muss Ihr Rechner nur wenige Voraussetzungen erfüllen. Dazu zählen ein halbwegs aktueller X-Server (etwa unter Ubuntu "Intrepid" oder "Jaunty" sowie ein Grafikkartentreiber für 3D-Beschleunigung. Gegebenfalls müssen Sie auf proprietäre Treiber ausweichen – bei mangelnder 3D-Performance erweist sich die Shell als unbedienbar.

Laden Sie das Skript gnome-shell-build-setup.sh herunter [4], führen Sie es aus und folgen Sie dabei dessen Anweisungen. Aktuell funktioniert das Skript unter Debian, Mandriva, OpenSuse und Ubuntu ohne größere Überraschungen. Sofern beim ersten Aufruf noch nicht alle Abhängigkeiten erfüllt waren, müssen Sie nach deren Auflösung das Skript ein zweites Mal starten. Es erstellt die Dateien .jhbuildrc und .jhbuildrc-custom in Ihrem Benutzerverzeichnis. Änderungen etwa hinsichtlich der Ziel- oder Repository-Verzeichnisse nehmen Sie bei Bedarf in letzterer Datei vor. In der Regel besteht dazu aber keine Notwendigkeit.

Den eigentlichen Übersetzungs- und Installationsprozess stößt der Befehl jhbuild build an. Dabei holt sich Jhbuild aus den Repositories insgesamt sechs Module und kompiliert sie anschließend, was je nach Rechner bis zu fünf Minuten dauert. Falls Sie die Shell bereits früher einmal gebaut haben und der Übersetzungsvorgang nicht mehr funktioniert, versuchen Sie es mit jhbuild build -f -a -c.

Hat alles geklappt, befindet sich unter ~/gnome-shell die fertige Gnome Shell. Wie bereits erwähnt, gibt es zwei Möglichkeiten, die Shell auszuführen. Zum Aufruf wechseln Sie in das Verzeichnis ~/gnome-shell/source/gnome-shell/src:

  • ./gnome-shell startet die Shell in einem eigenen Fenster. Bei einer Fehlermeldung installieren Sie im Falle von Ubuntu das Paket xserver-xephyr nach. Dabei handelt es sich um einen X-Server, der innerhalb eines anderen X-Servers läuft.
  • ./gnome-shell -r ersetzt, falls Gnome im Augenblick läuft, das Panel und den Window-Manager durch die Shell.

Für einen schnellen Test eignet sich die Fenstervariante: Beim Schließen des Fensters beendet sich das Programm. Bei Gefallen und um ausführlicher zu testen, wie sich die aktuelle Version im Alltag schlägt, verwenden Sie die Option -r ("replace"). Zum Beenden der Shell drücken Sie [Strg]+[C] in dem Terminal, in dem Sie den Befehl zuvor abgesetzt haben.

Die Gnome Shell im Einzelnen

Der folgende Abschnitt beschreibt die Git-Version der Gnome Shell von Mitte Mai. Da innerhalb kurzer Zeit viele Änderungen einfließen, kann bei Erscheinen dieses Artikels die Gnome Shell anders aussehen und sich anders verhalten.

Nach dem Start der Gnome Shell (Abbildung 2) zeigt sich ein fast gewohntes Bild: Zwei Leisten schmücken den oberen und unteren Bildschirmrand. Die Fensterliste in der unteren Leiste spiegelt die auf dem Desktop laufenden Anwendungen wider. Die obere Leiste beinhaltet im Wesentlichen die vier Felder:

  • Benutzer: Hier rufen Sie Informationen zum Benutzer ab und starten das Kontrollzentrum. Außerdem finden sich hier der Menüpunkt zum Sperren des Bildschirms ( Lock Screen) und zum Beenden der Sitzung (Quit...).
  • Aktuelles Datum und Uhrzeit
  • Benachrichtigungsfeld
  • Activities: Die Anlaufstelle im neuen Konzept. Ein Klick oder die Tastenkombination [Alt]+[F1] schaltet in den so genannten Overlay-Modus und wieder zurück.
Abbildung 2: Die Gnome Shell mit eingefahrener Seitenleiste. Befindet sich der Mauszeiger über Recent Docs, so fährt dieser Teil der Leiste automatisch aus.

Im Overlay-Modus (Abbildung 3) sehen Sie im rechten Teil des Bildschirms alle virtuellen Desktops. Im linken Teil listet die Shell die am häufigsten genutzten Anwendungen und die zuletzt geöffneten Dokumente. Ein Suchdialog (Abbildung 4) filtert bei Bedarf nicht gewollte Anwendungen und Dokumente heraus.Ein Klick auf More... bei Applications erweitert den linken Bildschirmteil um das Anwendungsmenü (Abbildung 5), das früher einen integralen Bestandteil des Panels bildete. Befinden sich mehr als zwölf Anwendungen in einer Kategorie befinden, teilt Gnome Shell diese in Zwölfergruppen auf. Ein Klick auf Less... lässt das Anwendungsmenü wieder verschwinden.

Abbildung 3: Im Overlay-Modus haben Sie einen Überblick über alle virtuellen Desktops. Ebenso stehen das Anwendungsmenü, die zuletzt ausgeführten Anwendungen und die zuletzt geöffneten Dokumente zur Verfügung.
Abbildung 4: Mit dem Suchdialog schränken Sie die Anzahl der Dokumente beziehungsweise Anwendungen ein.
Abbildung 5: Früher befand sich das Anwendungsmenü noch im Panel – mit der Shell ist es im Overlay-Modus verfügbar.

Ein ähnliches Verhalten bietet sich bei Recent Documents (zuletzt geöffnete Dokumente, Abbildung 6). Eine gute Idee ist die Vorschau von Dokumenten wie PDF- oder Textdateien, die im rechten Bildschirmteil vergrößert auftauchen. Derzeit geht die Shell hier sehr verschwenderisch mit dem verfügbaren Platz um – Angaben zum Dokument, wie Datum, Größe oder Eigentümer, fehlen noch. Auch eine größere Vorschau trüge positiv zum Gesamtbild bei.

Abbildung 6: Die zuletzt geöffneten Dokumente finden Sie genau wie die Anwendungen im Overlay-Modus.

Eine weitere Neuerung gibt es bei der Art und Weise, wie Sie neue virtuelle Desktops hinzufügen: Klicken Sie dazu auf das Plus-Zeichen im rechten unteren Bildschirmteil. In einer hübschen Animation fliegt der neu erzeugte Desktop in das Bild hinein. Das Minus im letzten Desktop lässt ihn bei Bedarf wieder verschwinden.

Um eine Anwendung zu starten oder ein Dokument zu öffnen, schalten Sie in den Overlay-Modus um und klicken auf das betreffende Symbol im linken Teil. Die Gnome Shell wechselt automatisch auf den aktuellen Desktop zurück und startet die Anwendung. Alternativ ziehen Sie ein Programm beziehungsweise Dokument im Overlay-Modus auf einen Desktop im rechten Bildschirmteil. Das Verschieben von Fenstern zwischen verschiedenen virtuellen Desktops funktioniert entsprechend (Abbildung 7).

Abbildung 7: Um Fenster auf einen anderen virtuellen Desktop zu schieben, ziehen Sie es einfach mit der Maus dort hin.

Seit Mitte Mai gibt es eine kleine Seitenleiste, die häufig verwendete Anwendungen und Dokumente direkt auf dem Desktop darstellt (Abbildung 8), sodass Sie zu deren Aufruf nicht mehr erst in den Overlay-Modus wechseln müssen. Die Seitenleiste können Sie bei Bedarf bequem einfahren, so dass sie nicht unnötig Platz auf dem Desktop in Anspruch nimmt. Die Anwendungssymbole und die in der Leiste befindliche Uhr zeigt die Shell dann verkleinert an.

Abbildung 8: In der Seitenleiste haben Sie Zugriff auf alle zuletzt geöffneten Dokumente und ausgeführten Programme.

Ein noch recht rudimentärer Anwendungsstartdialog erreichen Sie mit der gewohnten Tastenkombination [Alt]+[F2]. Dabei färbt die Shell den Hintergrund leicht dunkel ein, sodass das Eingabefeld besser zur Geltung kommt. Der Programmumschalter ([Alt]+[Tab]) fügt sich angenehm in das Gesamtbild ein. Das Wechseln zwischen Desktops ([Strg]+[Alt]+[Links]/[Rechts]), das Öffnen, Schließen und Verkleinern von Fenstern animiert die Shell derzeit.

Die meisten Eigenschaften der Gnome Shell sind momentan noch fest verdrahtet, Konfigurationsmöglichkeiten gibt es kaum. Die Entwickler arbeiten jedoch mit Hochdruck daran, neue Features und Ideen zu implementieren. So dürfte es auch nicht mehr lange dauern, bis Konfigurationsdialoge in die Shell Einzug halten.

Bilder sagen zwar mehr als tausend Worte, jedoch ist es damit schwierig, darzustellen, wie sich die Gnome Shell im täglichen Betrieb anfühlt. Daher sei auf die Screencasts [5] verwiesen, die die Features wesentlich besser demonstrieren.

Zeitlos mit Gnome Zeitgeist

Beim täglichen Umgang mit dem Datenchaos auf der Festplatte führt Gnome ebenfalls ein neues Konzept ein. Die Idee zu dem neuen Dateimanager mit dem passenden Namen Gnome Zeitgeist ([6], Abbildung 9) entstand 2008 auf dem Hackfest in Boston [7]. Anstatt das hierarchische Dateisystem direkt abzubilden, zieht das neue Konzept eine Zeitlinie heran. Die zuletzt verwendeten Dateien tauchen als erste im Dateimanager auf. So rufen Sie schnell und recht effizient die wichtigsten Dokumente ab, wenn auch auf etwas ungewohnte Weise.

Abbildung 9: Gnome Zeitgeist macht Schluss mit dem Datenchaos und ordnet die Dateien nach dem Datum.

Haben Sie den genauen Namen eines Dokuments vergessen? Kein Problem: Mit Hilfe von Filtern (Abbildung 10) und einem Suchfeld finden Sie die gewünschte Datei schnell wieder. Aktuell indiziert Gnome Zeitgeist dazu die Firefox- und Epiphany-Chronik, Tomboy-Notizen, gesendete E-Mails aus Evolution und kürzlich geöffnete Dokumente.

Abbildung 10: Die Suchergebnisse in Gnome Zeitgeist lassen sich mit Filtern einschränken.

Ein weiteres hilfreiches Feature stellt das automatische Tagging von Dokumenten dar. Dabei holt das Programm selbsttätig bestimmte Schlagwörter aus Dateien und markiert die Dokumente vollautomatisch ohne Zutun des Benutzers. Selbstverständlich dürfen Sie auch manuell Tags vergeben (Abbildung 11). Lesezeichen (Abbildung 12) gibt ebenfalls, signalisiert durch einen Stern am Dateisymbol. So haben Sie Wichtiges stets griffbereit. Zeitgeist gruppiert die Lesezeichen nach Typen (etwa Bilder, Videos und Dokumente) was besonders bei vielen Lesezeichen die Übersicht erhöht.

Abbildung 11: Gnome Zeitgeist verschlagwortet Dateien vollkommen automatisch. Bei Bedarf passen Sie die Tags selbst an.
Abbildung 12: Lesezeichen in Gnome Zeitgeist helfen, wichtige Dokumente schneller zu finden.

Noch steht nicht fest, ob Gnome Zeitgeist in Form einer neuen Ansicht in den Dateimanager Nautilus wandert oder als separates Programm weiter existiert. Derzeit liegt die Software noch nicht im Gnome-Repository, sondern auf den Servern von Canonical in Launchpad [8], was sich aber in Zukunft sicherlich noch ändert.

Ausblick

Bis zur endgültigen Version von Gnome 3.0 geht noch etwas Zeit ins Land: Die Entwickler streben als Termin März/April 2010 an, verschieben das Major-Release allerdings auf den Herbst, falls sich absehen lässt, dass die Komponenten bis dahin nicht oder nur unzureichend fertiggestellt sind.

Mit dem neuen Gnome geht das Team einen interessanten Weg vom alten WIMP-Konzept. Der Schritt zu einem logischer aufgebauten Desktop erscheint mutig – auf der anderen Seite hebt sich Gnome damit auch stark von der Konkurrenz ab, die im Wesentlichen nicht viel Neues bietet. Verbesserungsmöglichkeiten gibt es allerorten: Den momentan noch recht spartanischen Anwendungsstartdialog könnten die Programmierer mit Features aus Gnome Do [9] bereichern. An der Leiste [10] und generell an der Shell arbeiten die Entwickler momentan, und es gibt schon erste Ansätze, wie dieser Bereich zukünftig aussehen könnte [11].

Die Hürde, Gnome Shell selbst zu übersetzen und zu testen, ist mit dem Buildscript relativ gering. Das macht sich jetzt schon bezahlt: Zahlreiche Vorschläge seitens der Community flossen bereits in die Shell ein oder befinden sich derzeit in Diskussion. Auch die Lernkurve, was die Programmierung betrifft, erscheint lange nicht mehr so steil, hat man mit der Wahl von Javascript als eine der Kernsprachen doch auf ein gutes Pferd gesetzt. Selbst Webentwicklern bietet sich damit die Möglichkeit, an Gnome mitzuwirken.

Am spannendsten aber bleibt die Frage: Wie reagieren die alte Gnome-Hasen, mögliche Konvertiten von anderen Desktops und Linux-Interessierte nächstes Jahr auf die neue Oberfläche?

WIMP

Das Akronym steht für Windows, Icons, Genus, Pointers. Dieses Desktop-Grundkonzept hat sich in den letzten 25 Jahren im Wesentlichen nicht geändert.

Git

Ein von Linus Torvalds gestartetes verteiltes Versionskontrollsystem. Anders als bei CVS oder SVN nutzt hier jeder Entwickler sein eigenes kleines Repository, das er mit dem Hauptrepository bei Bedarf abgleicht.

Javascript

Programmiersprache, die hauptsächlich im Internet, neuerdings auch PDF-Dokumenten Verwendung findet. Die Syntax lehnt sich an C oder Java an und ist recht leicht zu erlernen.

OpenGL

Ein Standard für eine plattformunabhängige Programmierschnittstelle, mit der die Entwicklung von dreidimensionalen Grafiken ermöglicht wird. OpenGL wurde ursprünglich von der Firma SGI entwickelt, die für ihre Grafikcomputer auf Basis von Unix bekannt sind.

[1] Gnome Shell: http://live.gnome.org/GnomeShell

[2] Gjs: http://live.gnome.org/Gjs

[3] Xulrunner: https://developer.mozilla.org/de/XULRunner

[4] Build-Script: http://git.gnome.org/cgit/gnome-shell/plain/tools/build/gnome-shell-build-setup.sh

[5] Gnome-Shell-Screencasts: http://live.gnome.org/GnomeShell/Screencasts

[6] Gnome Zeitgeist: http://live.gnome.org/GnomeZeitgeist

[7] GUI Hackfest in Boston 2008: http://live.gnome.org/Boston2008/GUIHackfest/FileManagement/

[8] Gnome Zeitgeist auf Launchpad: https://launchpad.net/gnome-zeitgeist

[9] Gnome Do: Christoph Langner, "Zentrale Schaltstelle", LinuxUser 07/2008, S.52, http://www.linux-community.de/artikel/15859/

[10] Verbesserungen für die Leiste: http://live.gnome.org/GnomeShell/DesignerPlayground/BreadcrumbsEtc

[11] Verbesserungsvorschläge für die Shell: http://live.gnome.org/action/diff/GnomeShell/DesignerPlayground

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