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Pauker Tux

Elektronischer Karteikasten

11.06.2009 Früher erlernte man Fremdsprachen mit dem Leitner-Karteikasten. Den bringt Pauker jetzt in elektronischer Form auf den Linux-Desktop.

Erlernt man eine Fremdsprache, kommt man nicht umhin, sich mit deren Wortschatz eingehend zu beschäftigen. Diese Aufgabe kann man sich durch das Nutzen von Karteikästen mit Wortkärtchen erleichtern – oder durch das Lernprogramm Pauker. Sein Aufbau lehnt sich an den eines herkömmlichen Karteikastens an, Pauker arbeitet allerdings unbestechlich und mit ausgereiften Erfolgsstatistiken. So sehen Sie auf einen Blick, wo es noch hakt.

Das Programm trainiert sowohl das Ultrakurzzeit- als auch das Kurz- und Langzeitgedächtnis. Zudem sammeln sich bei Pauker nicht wie bei der Papiervariante im Laufe der Zeit unübersehbare Mengen an Kärtchen an, die es im Falle von Wiederholungen erst mühsam und zeitraubend zu durchsuchen gilt. Umgekehrt limitiert lediglich die Größe der Festplatte, wie viele elektronische Karteikästen Sie mit Pauker anlegen können und wie viele Karten sich darin befinden.

Bei dem Lernprogramm handelt es sich um eine Java-Applikation, es setzt also eine funktionierende Java-Laufzeitumgebung voraus. Das rund 7,5 MByte große Pauker-Programmpaket laden Sie von der Projekt-Website [1] oder der Heft-DVD herunter und legen es in einem beliebigen Verzeichnis ab. Damit ist die Installation auch schon erledigt: Der Befehl

$ java -jar /Pfad/zu/Pauker/pauker-1.8.jar

startet ab sofort Pauker. Mögen Sie es lieber grafisch, dann legen Sie sich mit den Werkzeugen Ihrer Distribution einen Programmstarter für das Lernprogramm an – unter Ubuntu etwa über den Menüpunkt System | Einstellungen | Hauptmenü | Neuer Eintrag.

Erste Schritte

Nach dem Start präsentiert sich das Programm in einem geradezu spartanisch anmutenden Fenster. Sie laden nun entweder eine Lektion aus der Sammlung vorgefertigter Übungen [2] oder legen eigene Lektionen an, falls Sie im vorhandenen Fundus nichts Passendes finden. Dazu klicken Sie auf die Schaltfläche Neue Karten hinzufügen. Im sich nun öffnenden Fenster beschriften Sie nicht nur das neue Kärtchen, sondern nehmen dort auch einige grundlegende Einstellungen vor (Abbildung 1).

Abbildung 1

Abbildung 1: Konzentration auf das Wesentliche: Der Eingabedialog von Pauker.

In der oberen Symbolleiste legen Sie zunächst fest, ob der Textfluss von links nach rechts (wie bei europäischen Sprachen üblich) oder von rechts nach links (wie bei Arabisch und Hebräisch) verläuft. Zusätzlich definieren Sie hier auch Layout-Optionen. In der darunter befindlichen Leiste definieren Sie die Größen, Stile und Attribute der Kartenbeschriftung. Beachten Sie dabei bitte, dass Sie die Fonts für Vorder- und Rückseite der Karten getrennt einstellen müssen.

Im Optionsfeld Art der Wiederholung geben Sie an, ob gelernte Kärtchen nur durch Erinnern (Wiederholen durch Erinnern) oder durch die explizite Tastatureingabe des gesuchten Begriffs (Wiederholen durch Eingeben) den Stapel wechseln. Damit Sie nicht versehentlich die gleichen Begriffe bei großen Lektionen mehrfach eingeben, finden Sie im unteren Teil des Eingabefensters einen Bereich, in dem die Software ähnliche Karten anzeigt

Beabsichtigen Sie, in einem Rutsch mehrere Karten anzulegen, aktivieren Sie am unteren Fensterrand das Häkchen vor dem Optionsfeld Dialog offen lassen: Dadurch zeigt Pauker nach Eingabe einer Karte und Klick auf den Button OK gleich wieder ein leeres Fenster an.

Lehrkraft

Haben Sie eine Lektion komplett erfasst, speichern Sie diese zunächst mit einem Klick auf die kleine Diskette in der oberen Symbolleiste ab. Anschließend studieren Sie die Lektion ein, indem Sie links im Programmfenster auf den Schalter Lerne neue Karten klicken. Das Programm durchläuft dann zunächst die Karten zum Einprägen und fragt anschließend die Lektion ab. Dabei zeigt es in Echtzeit anhand einer Balkengrafik an, wie viele Karten Sie korrekt bearbeitet haben. Erscheinen Ihnen die von der Software vorgegebenen Zeitintervalle zum Erlernen der Begriffe zu kurz bemessen, so verändern Sie diese im Dialog Extra | Pauker konfigurieren... | Zeiten beliebig.

Bei Fehlern entscheiden Sie, ob Pauker die Karte trotzdem dem Stapel gelernter Begriffe hinzufügt oder sie auf den Stapel ungelernter Begriffe zurücklegt (Abbildung 2). Diese Funktion hilft insbesondere dann, wenn die Falscheingabe lediglich auf einem Tippfehler beruhte. Die im oberen Bereich des Programmfensters sichtbaren Balkengrafiken wechseln je nach Lernerfolg die Farbe: Ein grüner Balken markiert korrekt gelernte Begriffe, ein blauer Balken weist auf zurückgelegte oder abgelaufene Karten hin. Ein roter Stapel mahnt noch nicht gelernte Begriffe an.

Abbildung 2

Abbildung 2: Pauker liefert beim Trainieren einer Lektion in Echtzeit eine aussagekräftige Erfolgsstatistik.

Sind alle Kärtchen korrekt gelernt und wollen Sie trotzdem den Stapel nochmals durchgehen, so klicken Sie einfach auf einen der Balken: Dann öffnet Pauker rechts unten im Programmfenster einen Dialog, in dem Sie diversen Sortier- und Mischfunktionen finden. Hier erlernen oder wiederholen Sie auch einzelne oder aller Karten, indem Sie diese markieren. Bach dem Zurücksetzen der Stapel erfolgt das Erlernen der Begriffe wieder durch Einprägen und anschließendes zweimaliges Eingeben/Erinnern. Diese Methode gewährleistet, dass Sie jederzeit ältere Lektionen wieder auffrischen können.

Auch bei noch nicht komplettierten Lektionen sollten Sie die Karten gelegentlich mischen, da sich das menschliche Gehirn nach einigen Durchläufen die Reihenfolge merkt und sich daran orientiert. Auch schadet es nicht, gelegentlich die Abfrageseite der Kartenstapel auszutauschen, weil sich dann speziell bei Fremdsprachen ein deutlich besserer Lerneffekt einstellt. Diesen Tausch können Sie nur stapelweise vornehmen. Durch einen Klick in der Menüleiste auf Datei | Kartenseiten vertauschen und anschließende Bestätigung durch erneutes Anklicken der Schaltfläche Kartenseiten vertauschen fragt die Software ab sofort nach der bisher rückwärtigen Seite.

Ebenso einfach gestaltet sich das Ergänzen bestehender Lektionen: Zunächst öffnen Sie diese, wobei schon im Auswahlfenster tabellarisch aussagekräftige Informationen über den Lernerfolg jeder vorhandenen Lektion erscheinen. Nach Auswahl der zu ergänzenden Lektion klicken Sie im Hauptfenster auf die Schaltfläche Neue Karten hinzufügen, woraufhin das bekannte Eingabefenster erscheint.

Wiederholt man Lektionen eine längere Zeit nicht, so vergisst das menschliche Gehirn die selten abgerufenen Begriffe. Daher speichert Pauker ein sogenanntes Ablaufdatum für jeden Begriff, nach dessen Eintreten die Karten nach dem bekannten Schema erneut erlernt werden müssen. Daraus resultiert ein maximaler Lerneffekt. Mit jedem erfolgreichen Durchlauf definiert Pauker das Ablaufdatum automatisch neu.

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LinuxUser 05/2014

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