RandR und die Fenster

Ein großes virtuelles Display – das klingt zunächst, als ob maximierte Fenster oder auch die Startleiste über beide Bildschirme gestreckt werden oder im schlimmsten Fall sogar im nicht sichtbaren Bereich unter dem kleineren Monitor verschwinden. Dieses Verhalten zu verhindern beziehungsweise kontrollierbar zu machen, ist Aufgabe des Windowmanagers (Kwin für KDE, Metacity für Gnome). RandR teilt dem Windowmanager über das Xinerama-Protokoll mit, wo auf dem virtuellen Display sich die Grenzen der physikalischen Monitore befinden. Was der Windowmanager in der Praxis damit anfängt, hängt von der jeweiligen Konfiguration ab.

In der Regel erstreckt sich die normale Arbeitsfläche inklusive des Desktophintergrunds über beide Bildschirme. Fenster lassen sich beliebig zwischen den beiden Monitoren verschieben. Erst wenn Sie ein Fenster maximieren, wird es auf eines der beiden Displays beschränkt (Abbildung 3). Auch die Startleiste erscheint nur auf einem der beiden Bildschirme – auf welchem, das lässt sich oft nicht einstellen. Hier müssen die Entwickler die Windowmanager noch nachbessern.

Abbildung 3: Der Windowmanager steuert, wie Fenster maximiert werden und an welcher Stelle die Startleiste erscheint. Das linke Fenster ist auf dem kleineren Monitor maximiert – der Screenshot reproduziert den auf dem Bildschirm unsichtbaren Bereich darunter.

Rotieren

Verwenden Sie einen Monitor, dessen Bild sich um 90 Grad drehen lässt, rotieren Sie die Ausgabe bei Bedarf mit dem Befehl

$ xrandr --output LVDS --rotate left

Das funktioniert auch auf Tablet-PCs oder ähnlichen Geräten (Abbildung 4). Beachten Sie dabei, dass dazu vertikale Auflösung des virtuellen Displays der horizontalen Auflösung des Monitors entsprechen muss und umgekehrt.

Abbildung 4: Speziell beim Surfen im Web bietet ein um 90 Grad gedrehtes Display deutlich mehr Überblick.

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Kommentare
Hmm
Py Coder, Freitag, 12. Juni 2009 21:59:36
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Ist das ned bisschen umständlich wenn man das gleiche per Frontend in KDE/Gnome machen kann? :)


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