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Exportschlager

Tux International (10): Slax 6.1.0 aus Tschechien

Live-CD

Die Live-CD bietet eine solide Auswahl an KDE-Anwendungen. Das einzige Nicht-KDE-Programm im Menü System ist der "Paketmanager" von Slax, der Slax Module Manager. Strenggenommen handelt es sich dabei nicht wirklich um einen Paketmanager, da er weder die CD noch Repositories aus dem Internet als Quelle einbindet. Vielmehr richten Sie hier über Add a new module fertig kompilierte Module ein. Bei den LZM-Paketen handelt es sich eigentlich um die von Slackware her bekannten TGZ-Pakete, allerdings mit LZMA-Komprimierung und in einen Squashfs-Container verpackt. Für die Konvertierung von Slackware-Paketen bringt Slax das Kommandozeilentool tgz2lzm mit.

Um ein neues Programm zu installieren, laden Sie zunächst das gewünschte Modul von der Slax-Homepage herunter und richten es dann über den Modul-Manager ein. Da dieser Weg relativ umständlich ist, lässt sich die Installation auch direkt aus dem Browser aus vornehmen. Dazu wählen Sie im Modul-Repository [2] die gewünschte Software aus und entscheiden sich dann anstelle des Downloads für activate (Abbildung 2). Ein kleines Popup in der oberen linken Fensterecke informiert Sie über den Status der Installation.

Abbildung 2

Abbildung 2: Die Modulsammlung von Slax enthält auch zahlreiche Multimedia-Programme.

In den Tests kam es dabei mit Smplayer und einigen weiteren Programmen zu Abhängigkeitsproblemen, der größte Teil der Module funktionierte hingegen einwandfrei. Das Paketmanagement von Slax stellt eine seiner größten Stärken, aber zugleich auch den größten Schwachpunkt der Slackware-Distribution dar: Die Suche über das Webfrontend erfordert viel Geduld, ein Kommandozeilentool gibt es nicht.

Slax nimmt bei der Live-CD keine wirkliche Installation vor, sondern hängt die Module über das Fuse-Dateisystem Httpfs [3] im aktuellen Dateibaum unter /mnt/live/memory ein. Wie bei jeder Live-CD steigt hier der RAM-Verbrauch mit jeder zusätzlichen Anwendung stark an. Achten Sie deshalb beim Testen von Programmen darauf, dass Ihr Rechner über genügend Hauptspeicher verfügt. Die USB-Version speichert die Module hingegen permanent.

Slax bauen

Genügen Ihnen die Features der Live-CD nicht, dann stellen Sie mit wenigen Mausklicks im Buildservice [4] ein eigenes Slax zusammen. Zur Auswahl stehen mehrere hundert Module, die der Buildservice in empfohlene, geprüfte, Sandbox- und Slackware-Module unterteilt. Um ein Programm hinzuzufügen, markieren Sie den gewünschten Eintrag per Mausklick auf add to build und wählt anschließend ganz unten auf der Seite, ob Sie das ISO-Abbild oder die USB-Version herunterladen möchten. Je nach ausgewählten Modulen löst der Service die Abhängigkeiten automatisch auf. In den meisten Fällen müssen Sie jedoch manuell eingreifen, was die Arbeit etwas erschwert. Alle Abhängigkeiten mit einem einzigen Klick hinzuzufügen, steht auf der Todo-Liste des Slax-Entwicklers (Abbildung 3).

Abbildung 3

Abbildung 3: Wer seine eigene Slax-Version bauen möchte, muss eventuell einige Abhängigkeiten von Hand lösen.

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LinuxUser 05/2014

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