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Planetengucker

Google Earth 5 im Test

Neue Features

Seit der letzten Version 4.3 vom April 2008 integriert das Programm Google Streetview, und auch Version 5 hat wieder einige interessante Neuerungen zu bieten. So blendet Google Earth nun, sobald Sie den entsprechenden Knopf anklicken, oben links eine Zeitleiste ein, in der sich frühere Aufnahmen des dargestellten Ortes anwählen lassen, sofern verfügbar. Diese reichen teilweise zurück bis in die 40er Jahre (Abbildung 1). So vollziehen Siebeispielsweise die Entwicklung eines Ortes nach oder beobachten das Entstehen eines größeren Bauwerks. Freilich gibt es immer weniger unterschiedliche Aufnahmen, je weiter Sie in der Zeit zurückgehen, und auch die Bildqualität nimmt ab. Außerhalb der USA werden Sie zudem selten fündig: Von Moskau beispielweise gibt es in Google Earth offenbar kein Kartenmaterial aus der Zeit vor 2000.

Abbildung 1

Abbildung 1: Die Golden Gate Bridge 1946, gerade mal 9 Jahre nach ihrem Bau.

Google Earth taucht nun auch unter die Meeresoberfläche ab und zeigt den Meeresboden. Dort lassen sich viele neue Layer einblenden, die beispielsweise Videos von Tauchgängen in der Region und zahlreiche andere interessante Informationen zeigen. So können Sie per Google Earth nun die Wanderung einiger mit Satellitensender ausgestatteter Meeresbewohner nachvollzieren. Doch abgesehen davon erweisen sich die (nicht überall verfügbaren) Unterwasserkarten als primär von akademischem Interesse, da sich die Google-Earth-Unterwasserwelt in Ermangelung von Bildern nur durch Höheninformationen ("Bathymetrie") definiert. Das macht sie im Gegensatz zum realen Pendant etwas dröge (Abbildung 2).

Abbildung 2

Abbildung 2: Optisch nicht gerade aufregend: Einer der wenigen hochauflösenden bathymetrischen Bereiche unter Wasser.

Nachdem Google in Version 4.2 das – zum Programmnamen leicht in Widerspruch stehende – Feature eingeführt hat, mit Google Earth den Weltraum ("Sky") zu erforschen, kommt nun der Mars an die Reihe: Google hat dazu die Aufnahmen aller Mars-Sonden ausgewertet. Es finden sich erstaunlich hochauflösende Bilder und präzise Höheninformationen (Abbildung 3), insbesondere von den letzten Missionen, deren Hauptzweck die Kartografierung des Mars war. Sogar detaillierte Panoramabilder der Mars-Lander-Missionen von bestimmten Plätzen können Sie direkt per Doppelklick bewundern.

Abbildung 3

Abbildung 3: Marsflug am heimischen Rechner: Nun können Sie auch den roten Planeten genau in Augenschein nehmen.

Die Tour-Erstellung fällt nun kinderleicht. Mit einem Klick fügen Sie einer Tour neue Orte hin und versehen diese darüber hinaus mit einem Audiokommentar. So reichern Web-2.0-Bewohner ihre Wanderungen, Radtouren oder Safaris mit Videos und Bildern an und kommentieren diese gleichzeitig.

Fazit

Insgesamt läuft Google Earth äußerst stabil und wirkt ausgereift, obwohl es gelegentlich nach der Umschaltung von Earth, Sky und Mars durcheinanderzukommen scheint und Orte aus den anderen Bereichen im momentanen Kartenmaterial darstellt. Ein Neustart des Programms behebt dann den Fehler.

Infos

[1] Google Earth Homepage: http://earth.google.com

[2] Google Earth Blog: http://www.gearthblog.com/

[3] Ohrwurm auf Google Maps: http://www.theregister.co.uk/2006/09/28/giant_insect/

[4] Werbung via Google Earth: http://tinyurl.com/googleearthwerbung

[5] Gigapxl-Projekt: http://www.gigapxl.org/

[6] High-Priority-Projekte der FSF: http://www.advogato.org/article/959.html

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