Stärken des PDF-Imports

Auch wenn sich eine Reihe von Objekten – meist bedingt durch das PDF-Format selbst – nicht problemlos nach OpenOffice importieren lässt, stellt die PDF-Import-Extension doch weit mehr als nur bloße Spielerei dar. Auch teuere kommerzielle Werkzeuge können nur bedingt Änderungen in PDF-Dokumenten vornehmen, denn das Format eignet sich einfach nicht wirklich zur Weiterbearbeitung. Hinzu kommt, dass sich einige der Unzulänglichkeiten mit OpenOffice-Bordmitteln beheben lassen.

Auch das Problem beim Schriftimport stellt sich in der Praxis nicht so schlimm dar, wie es zunächst erscheinen mag: Die meisten Dokumente werden mit Standardschriften verfasst, die entweder auf jedem System bereitstehen, oder für die OpenOffice.org zumindest einen passenden Ersatz bereitstellt. Oftmal entstehen PDFs auch direkt am Scanner und liegen dann als Bilddatei vor, die sich ebenfalls problemlos importieren lässt.

Zu guter Letzt darf man nicht vergessen, dass der PDF-Import von OpenOffice noch explizit als Beta-Version gilt, was bedeutet, dass er sowohl noch Fehler enthalten kann, als auch noch nicht alle Funktionen implementiert sind. Die Entwickler schmieden bereits Pläne, um in künftigen Versionen den Import noch zu verbessern.

Es gibt durchaus viele Szenarien, in denen der PDF-Import schon jetzt Sinn macht. Wer beispielsweise ein Originaldokument verloren hat, der freut sich über die Möglichkeit, die Inhalte schneller rekonstruieren zu können. Wer externe Quellen direkt im eigenen Dokument referenzieren will, kann dies dank des PDF-Imports tun. Und diejenigen, die ein PDF-Formular ausfüllen oder speichern möchten, auch wenn das Dokument das nicht unterstützt, greifen wohl ebenfalls gern zur OpenOffice-Extension . In der Praxis eignet sich die Erweiterung insbesondere dazu, kleinere Korrekturen an Dokumenten vorzunehmen – etwa, um Tippfehler zu korrigieren oder ein Wasserzeichen einzubinden.

Praktisches Hybridformat

Auch wenn der Name das zumnächst nicht vermuten lässt, bringt die Extension zum PDF-Import auch noch eine Export-Funktion mit, die ein besonders praktisches Format anlegt. Über das unscheinbare Feature, das im normalen PDF-Exportdialog von OpenOffice erscheint, erstellen Sie PDFs in einem Hybridformat (Abbildung 4). Ein solches Dokument trägt die Endung .PDF und lässt sich mit jedem gewöhnlichen PDF-Reader lesen. Obendrein enthält es jedoch die Ausgangsdatei im Open-Document-Format.

Abbildung 4: Kleiner Klick – große Wirkung: Das Hybridformat hat's sprichwörtlich in sich.

Dies eröffnet jedem OpenOffice- und StarOffice-Anwender, über die PDF-Import-Extension das Originaldokument auch zum Bearbeiten zu öffnen. Statt Draw öffnet sich dann das jeweilige Modul, mit dem die Datei erstellt wurde – beispielsweise Writer, Calc oder Impress. So kombiniert das Hybriddokument die Vorteile beider Formate: Der Empfänger kann es wie gewohnt bearbeiten, erhält zur Sicherheit aber einen "Korrekturabzug" als PDF mit allen Schriften und Grafiken. So kann er nachvollziehen, wie das Ergebnis beim ursprünglichen Autor ausgesehen hat.

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