Neues auf der Heft-DVD

Viele PC-Nutzer interessiert brennend, ob sie nun den gewünschten Leistungsboliden oder eher eine lahme Ente ihr Eigen nennen. Aufschluss gibt ihnen die umfassende LinuxUser Benchmark Suite 2.1, die Sie auf Seite B der DVD finden. Sie ermittelt nicht nur die Performance-Daten Ihrer Grafikkarte, sondern auch den Durchsatz Ihres Hauptspeichers und Festplatte. Mehrere Tests fühlen darüber hinaus auch Ihrer CPU auf den Zahn, egal, ob Single- oder Multi-Core.

Das Highlight der Seite A stellt die Distributionssammlung Ultilex 2.1.0 dar, die fünf verschiedene Systeme vereint. Für den Betrieb auf älteren Rechner bringt sie eine Reihe von Mini-Distributionen mit: Damn Small Linux 4.1.10, Puppy Linux 4.1.2 und Slax 6.0.9. Zum Reparieren und Warten von Systemen enthält Ultilex darüber hinaus die System Rescue CD 1.1.6 sowie Finnix 92.1. Alle fünf Distributionen starten Sie direkt über das Boot-Menü der DVD.

Kürzlich stellten Entwickler auf der Internationalen Informatik-Konferenz in Havanna die auf Gentoo basierende Distribution Nova 1.1.2 vor. Es handelt sich dabei um ein Projekt der Regierung, die damit nicht nur ihre eigenen Rechner ausstattet, sondern das System auf möglichst vielen Rechnern in Kuba verbreiten möchte. Das Paketmanagement Entropy stammt aus dem Sabayon-Projekt, Nova selbst bleibt kompatibel zu Gentoos Portage-System.

Das auf Debian 5.0 basierende SimplyMepis 8.0 bietet eine breitgefächerte Auswahl an Software aller Richtungen. Dazu zählen unter anderem OpenOffice 3.0, Firefox 3.0, Amarok 1.4.10, K3B 1.0.5 sowie Digikam 0.9.4. Als grafische Oberfläche kommt KDE 3.5.10 zum Einsatz, die Grundlage bildet Kernel 2.6.27. Wie der Name andeutet, legten die Entwickler besonderes Augenmerk auf eine möglichst simple Bedienung des Systems. Zu diesem Zweck verfügt SimplyMepis über einige Einrichtungsassistenten, die auch Einsteigern eine mühelose Konfiguration erlauben. Ein Installer, den Sie über den Desktop des gestarteten Systems erreichen, bannt SimplyMepis bei Gefallen auf die Festplatte.

Nach eigenen Angaben wartet Zenwalk 6.0 mit dem "größten Changelog in der Geschichte des Projekts" auf und bietet zahlreiche neue Features und Verbesserungen an. Die Distribution basiert auf Slackware und verwendet den ressourcenschonenden Window-Manager XFCE 4.6. Die Grundlage stellt Kernel 2.6.28.7, der dank der integrierten GSPCA-Module viele Webcams direkt unterstützt. Zenwalk verwendet in der vorliegenden Version anstelle von Gnome Office eine schlanke Variante von Open Office 3.0.1, als Videoplayer kommt anstelle von Totem jetzt der Mplayer zum Einsatz. Für musikalische Begleitung sorgt der schlanke, aber funktionsreiche Player Exaile. Anstatt auf den Network Manager setzt das Projekt auf Wicd; das neue Panel integriert zudem Drahtlosverbindungen.

Programme auf der DVD

Wer das Open Source Forum der diesjährigen CeBIT verpasst hat, findet eine Zusammenstellung besonders interessanter Vorträge als Live-Stream auf der DVD. Unter anderem kommt Volker Lendecke zu Wort, seines Zeichens Maintainer des Samba-Projekts. Er verrät Ihnen Details zum neuen Samba 4.0. Die Frage "Freiheit auch beim Mobilfunk – ist das möglich?" beantwortet Ihnen Volker Birk vom CCC. Jens Liebchen vom Red Team Pentesting stellt überraschende Angriffsvektoren vor.

Fotointeressierten bietet die DVD mit Arachne und dem Gimp-Plugin Liquid Rescale zwei außergewöhnliche Programme, mit denen sie die Proportionen ihrer Fotos ändern, ohne dabei bildwichtige Elemente zu verzerren.

Wer schon immer ein effiziente und kostengünstige Möglichkeit gesucht hat, seine Gedanken zu sortieren, findet im Mindmapping-Programm Xmind das passende Tool dafür. Es beherrscht unter anderem verschiedenen Darstellungstechniken wie Fischgrätendiagramm oder Organigramm. Exportmodule erlauben es Ihnen, erstellte Maps im Text- oder HTML-Format zu speichern.

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