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Distribits

23.04.2009

Tiny Core Linux: Mini-Distribution mit GUI

Robert Shingledecker, der Maintainer von Tinycore (http://www.tinycorelinux.com), kündigte auf der Webseite des Projektes die neue Version 1.2 der Minidistribution Tiny Core Linux an. Die an Schlichtheit kaum zu unterbietende Distribution ist gerade einmal 10 MByte groß und verfügt über eine auf JWM basierende grafische Oberfläche. Dem in wenigen Sekunden bootenden Live-System fehlen zunächst sämtliche für die tägliche Arbeit notwendigen Applikationen. Diese laden Sie je nach Bedarf mit dem integrierten Paketmanager online nach. Als Minimalanforderung nennt das Projekt 32 MByte Hauptspeicher und eine 486er-CPU.

tinycore.png

Das gerade einmal 10 MByte kleine Tiny Core Linux verfügt über eine auf JWM basierende Desktopoberfläche. Fehlende Programme installieren Sie einfach über den Paketmanager nach.

PCLinuxOS: Die Distribution mit dem Einfachheits-Bit

"Keep it radically simple": So lautet das Credo der Macher von PCLinuxOS (http://www.pclinuxos.com), das sie auch in der neuesten Version 2009.1 in wieder in die Tat umsetzten. Da einfach alleine nicht ausreicht, um eine Distribution interessant zu machen, spendierten ihr die Entwickler eine ganze Menge nützlicher Applikationen. Dazu zählen OpenOffice 3.0, das aktuelle Java Runtime Environment sowie Compiz Fusion und Amarok. Die Basis bildet der Kernel 2.6.26.8. Das von Mandrake abstammende Projekt zeichnet sich darüber hinaus durch eine überdurchschnittlich gute Hardware-Erkennung aus. PCLinuxOS 2009.1 steht in Desktop-Varianten mit KDE 3.5.10 beziehungsweise Gnome 2.24.3 zum Download bereit.

pclinuxos.jpg

Das einfach zu bedienende PCLinuxOS verfügt nicht nur über die neuesten Applikationen, sondern bietet auch eine exzellente Hardware-Erkennung.

Regiewechsel bei Puppy Linux

Barry Kauler, seines Zeichens Erfinder und Maintainer der Mini-Distribution Puppy Linux (http://www.puppylinux.org), hat sein Amt an den neuen Projekt-Koordinator Warren Wilson abgegeben. Mit Version 4.2 (Codename: Deep Thought") erschien das erste Release unter dessen Schirmherrschaft, die praktisch nahtlos an die Ideologie des Ursprungskonzeptes anknüpft: Trotz seiner gerade einmal 100 MByte bringt die Zwergdistribution eine erstaunliche Fülle an Programmen mit.

Um die Ressourcen des Rechners zu schonen, setzt Puppy Linux auf die alternativen Window-Manager IceWM oder JWM. Auch bei der Auswahl der Applikationen achteten die Entwickler darauf, keine Dickschiffe vom Schlage eines OpenOffice mit an Bord zu nehmen. An dessen Stelle treten schlanke Programme wie Abiword 2.6.6 und Gnumeric 1.8.4. Grundlegende Internet-Anwendungen wie Mailclient, Webbrowser und Chatprogramm vereint Seamonkey 1.1.15 in einer Oberfläche. Der integrierte Paketmanager stellt es frei, jederzeit weitere Programme nachzuinstallieren. Die Live-CD enthält ferner eine komfortablen Installationsassistenten, der das Einrichten sowohl auf der Festplatte als auch dem USB-Stick ermöglicht.

Puppy Linux steht mit Kernel 2.6.25.16 und als Retro-Version mit Kernel 2.6.21.7 zum Download bereit. Die beiden Varianten unterscheiden sich vor allem in der Hardware-Unterstützung.

puppy.png

Das neue Puppy Linux 4.2 sieht nicht nur todschick aus, sondern bringt eine Vielzahl nützlicher Programme mit.

Neue Version des Red-Hat-Klons CentOS

Da CentOS (http://www.centos.org) auf den GPL-lizenzierten Quellen der Firma Red Hat beruht, bringt es die Neuerungen aus Red Hat Enterprise Linux 5.3 mit: OpenJDK als GPLv2-lizenzierte Java-Umgebung sowie Unterstützung der kommenden Generation von Intels 64-Bit-Prozessoren Intel Core i7 ("Nehalem"). Weitere Informationen finden Sie in den Release Notes.

Neben Neuerungen, die vom Upstream-RHEL 5.3 stammen, hat die Distribution auch selbst einige Änderungen eingebracht: Man kann bereits im Installer zusätzlich externe Repositories einbinden. Daneben hat das Community-Enterprise-Linux auf Wunsch der Anwender die Paketquelle contribs für von der Anwender-Community beigesteuerte Softwarepakete wieder belebt. Das Repository soll in den kommenden Wochen befüllt werden.

Univention bringt Corporate Server 2.2

Univention (http://www.univention.dehat die neue Version seines Corporate Server 2.2 vorgestellt zum Download bereit. Die auf Debian basierende Distribution versteht sich als unkompliziert zu implementierende und einfach zu administrierende Linux-Infrastrukturlösung zum Betrieb von Servern und Desktops. Unter anderem sorgen Ajax-Komponenten in der webbasierten Konfigurationsoberfläche für eine bessere Benutzerführung des Systems und verringern den Administrationsaufwand.

Technisch hoben die Entwickler die Distribution auf die Kernel 2.6.18 und 2.6.26, beide mit der XEN-Virtualisierungstechnologie. Um die Kompatibilität zu aktuellen Windows-Versionen zu verbessern, kommt jetzt Samba 3.2.8 zum Einsatz. Eine für den privaten Einsatz kostenlose, funktionell nicht eingeschränkte "Personal Edition" des kommerziellen Corporate Servers können sie nach einer Registrierung bei Univention herunterladen.

Kurz notiert

Xandros stellte auf der DEMO 09 das Instant-Linux Presto (http://www.prestomypc.com) vor. Es ist darauf optimiert, auf Windows-Rechnern als Zweitsystem binnen zehn Sekunden zu starten. Die Distribution, die zur Installation keine eigene Partion benötigt, bringt Anwendungen wie Firefox und Skype bereits mit, weitere gibt es im Presto-Application-Store. Die Distribution kostet im Online-Shop des Herstellers 20 US-Dollar.

Die auf Gentoo basierende Distribution Toorox (http://toorox.de) liegt nun in Version 03.2009 vor. Der Grund für den kurzen Release-Zyklus von nur vier Wochen liegt nach Entwicklerangaben darin, dass einige Nutzer die Maus unter KDE nicht verwenden konnten. Zu den Neuerungen der Basis zählen der Kernel 2.6.28-gentoo-r2, KDE 4.2.1 und der X.org-Server 1.5.3. Die Distribution setzt auch auf die aktuellsten Anwendungen, wie etwa OpenOffice 3.0.1, Iceweasel 3.0.7 oder Gimp 2.6.6.

Nur wenige Wochen nach dem Erscheinen der Installations-Version von Scientific Linux 5.3 (https://www.scientificlinux.org) kündigte der Maintainer Urs Beyerle nun eine installierbare Live-Distribution des Systems an. Das Projekt dient in erster Linie als gemeinsame Softwareplattform für verschiedene Forschungseinrichtungen wie Fermilab und CERN. Als Neuerungen nannte der Maintainer unter anderem Kernel 2.6.18, OpenAFS-Client 1.4.7, X.Org 7.1 sowie einen 3D-Desktop mit Compiz and AIGLX. Als Desktops kommen Gnome 2.16.0 oder KDE 3.5.4 zum Einsatz.

Der Linux-Distributor Red Hat bietet die Version 0.9.9 der Live-CD Virt-P2V (http://et.redhat.com/~rjones/virt-p2v/) zum Download an. Sie ermöglicht das unkomplizierte Migrieren installierter Betriebssysteme in virtuelle XEN-Umgebungen.

Das ursprünglich von Cygnus Solutions entwickelte Echtzeitbetriebssystem Ecos (Embedded Configurable Operating System, http://ecos.sourceware.org) steht in Version 3.0 zum Download bereit. Es unterstützt jetzt auch die Cortex-M-, FR30- und 68K/ColdFire-Architekturen. Des weiteren ermöglicht es den Zugriff auf auf FAT-Dateisysteme. Als weitere Verbesserung gilt der neu hinzugekommene IP-Stack lwIP.

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LinuxUser 05/2014

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