Verbinden der Screens

Haben Sie alle Clients konfiguriert, genügt der Aufruf von synergyc Server-IP (respektive unter Windows ein Klick auf Start), um die Screens miteinander zu verbinden. Zunächst erscheint alles ganz unspektakulär – auf jedem System können Sie wie gewohnt arbeiten.

Bewegen Sie jedoch am Server die Maus über den rechten Bildschirmrand, so bewegt sich der Mauszeiger auf den Vista-Desktop, ganz so wie bei einem System mit mehreren Monitoren – hier jedoch über zwei verschiedene Plattformen hinweg. Auch Tastatureingaben kommen am Client an, solange dessen Bildschirm den Fokus (sprich: Mauscursor) hat. Doch nicht nur das, auch die Zwischenablage koordiniert Synergy zwischen den Systemen, wobei es laut Angaben der Entwickler automatisch den jeweils korrekten Zeichensatz einstellt und die Zeilenumbrüche zwischen den Betriebssystemen konvertiert – ideal also, um längere Texte und Konfigurationsdateien zentral zu kopieren. Mit einem Druck auf [Rollen] deaktivieren Sie Synergy bei Bedarf vorübergehend.

In der Konfigurationsdatei können Sie zahlreiche weitere Optionen einstellen. Synergy beherrscht unter anderem das Mapping von Tasten zwischen Server und Client, die Konfiguration von Bildschirmbereichen, in denen kein Screen-Wechsel vorgenommen wird, sowie das Ausführen bestimmter Aktionen auf Tastendruck. Bei einigen Funktionen patzt Synergy jedoch: In unseren Tests funktionierte die Synchronisation der Bildschirmschoner genauso wenig wie das zentrale Sperren aller Bildschirme. Laut Homepage ist insbesondere die Mac-OS-X-Variante des Programms noch nicht so ausgereift wie die Linux- und Windows-Pendants.

Fazit

Synergy bietet einen interessanten Ansatz, um mehrere Computer zentral zu steuern, ohne in zusätzliche Hardware zu investieren. Anders als bei herkömmlichen Lösungen behält jedes System seinen eigenen Monitor. Das Programm stellt auf jeden Fall eine Bereicherung für Besitzer mehrerer PCs dar. Besonders pfiffig ist vor allem die betriebssystemübergreifende Zwischenablage, die das Kopieren von Textdateien überflüssig macht. Eine einfachere Konfiguration unter Linux wäre aber wünschenswert.

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