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Leserbriefe

19.03.2009

Sweet dreams

LU 03/2009, S. 38: Mit großem Interesse habe ich in der letzten Ausgabe von LinuxUser den Artikel zum Thema "Bonjour" gelesen. Das klang ja alles sehr viel  versprechend, deshalb ich habe es sofort in meinem Heimnetzwerk  getestet. Die Namensauflösung und das Senden von Nachrichten funktionierte über "Bonjour sofort perfekt.

Leider musste ich feststellen, dass die Kompatibilität der Messenger-Programme bezüglich  Datei-Übertragungen sehr gering ausfällt: So einfach wie im Artikel  beschrieben funktioniert es in der Realität nämlich nicht. Selbst Adium und Pidgin (die ja beide die Bibliothek libpurple verwenden) konnten keine Dateien austauschen. Mit anderen Programmen war ich ebenfalls erfolglos, so dass gar kein Filetransfer  von einem MacBook Pro (Mac OS 10.5.6 mit Adium / iChat) zu einem  Notebook (Ubuntu 8.10.2 mit Pidgin / Gajim sowie Windows Vista mit Pidgin) möglich war.

Die einfache betriebssystemübergreifende Datei-Übertragung via Bonjour und Avahi bleibt wohl zumindest mit den meisten aktuellen Messenger-Programmen ein süßer Traum. Michael Bayer

Falscher Esel

LU 03/2009, S. 30: Ich nutze Mldonkey schon seit Jahren und habe immer die Ausgaben von Mlnet mit einem & in den Hintergrund geschickt. Da fand ich eueren Hinweis gut, dass es eine Option -daemon gibt. Entsprechend habe ich dann gleich mein Startskript auf meinem IPCop-Router geändert (ich weiß, Filesharing auf dem Router ist nicht so toll – aber mir egal). Es kam die Meldung:

Option -daemon was removed.
Use 'mlnet > /dev/null 2>&1 &' instead. Exiting…

Da musste ich feststellen, dass euer Artikel in dieser Hinsicht offenbar schon veraltet ist. Jörg Berkemeir

LinuxUser: Bei der von uns betrachteten Version handelt es sich um Mldonkey 2.9.5, wie es beispielsweise einem aktuellen Ubuntu beiliegt. Diese Version wurde am 2. Mai 2008 veröffentlicht, bei ihr funktioniert die Option -daemon hervorragend und ohne Fehlermeldung.

Bei einer Google-Suche fanden wir Berichte aus dem Jahr 2007 über die von Jörg Berkemeir genannte Fehlermeldung (http://www.mldonkey.org/forum/viewtopic.php?f=2&t=7635), und zwar im Zusammenhang mit Mldonkey 2.8 – es scheint sich also um ein Problem mit älteren Versionen zu handeln.

Offenbar gibt es die Option -daemon also erst seit etwa einem Jahr; ältere Versionen müssen Sie nach klassischer Unix-Art als Hintergrundprozess starten. Simone Schäfer

KDE 4.2, mon amour

LU 03/2009, S. 67: Ich habe mich mittlerweile sehr mit dem hübschen neuen KDE-4.2-Desktop angefreundet, nur ging mir lange eine Funktion aus der guten alten Windows-Zeit sehr ab: Ich hatte da ein Tool, womit ich dem Fenster, das den Fokus hatte, per Tastenkombination eine neue Position und Größe verpassen konnte. Das ist speziell bei einem großen Monitor extrem praktisch – so kann ich in kürzester Zeit zum Beispiel zwei Fenster nebeneinander anordnen. Nach langem "Wühlen" in Google, IRC-Channel und Foren fand ich folgende Antwort für das Problem:

$ wmctrl -r :ACTIVE: -e "0,0,0,800,600"

Damit gehen jetzt praktisch alle meine Wünsche in Erfüllung. Ich denke mal, dass auch viele andere Nutzer diese Funktion sehr schätzen werden. Christoph Wiechert

LinuxUser: Kurz zur Erklärung: Die Option -r :ACTIVE: wählt das aktive Fenster als Ziel des Befehls aus, bei :SELECT: müssten Sie das Zielfenster erst durch Anklicken definieren. Die Angabe -e "0,0,0,800,600" legt die neue Position und Größe des Fensters fest. Die erste Zahl, so gut wie immer 0, bezeichnet die "Gravity" des Fensters. Es folgen die gewünschte X- und Y-Koordinate (im Beispiel beide 0) und dann die neue Breite und Höhe des Fensters. Das von Christoph Wiechert angeführte Kommando setzt das Fenster also in 800 mal 600 Pixel Größe in die linke obere Bildschirmecke.

Wmctrl ("Window Manager Control", http://tripie.sweb.cz/utils/wmctrl/) hat übrigens noch viel mehr Tricks zur Fensterverwaltung auf Lager, wobei es mit den meisten gängigen Window-Managern zurechtkommt. Sie finden das Werkzeug in den Repositories praktisch aller aktuellen Distributionen.

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