Aktuelles rund um Linux

19.03.2009

LNM-Awards 2009 auf der CeBIT

Bereits seit 2000 vergibt die Linux New Media AG (http://www.linuxnewmedia.de) jährlich den Linux New Media Award, um besondere Verdienste rund um Linux und Open-Source-Software zu ehren. Das internationale Preisgericht setzt sich aus Mitgliedern der Open-Source-Bewegung, Buchautoren, Journalisten, Behörden- und Industrievertretern zusammen. Dieses Jahr wurden die Preise am 5. März auf dem dem Open-Source-Forum der CeBIT 2009 vergeben.

Gleich zweimal punkten konnte das Openstreetmap-Projekt (http://www.openstreetmap.org), das die Auszeichnungen der Kategorien Outstanding Contribution to Open Source / Linux / Free Software sowie Most Innovative Open Source Project abräumte – gegen Konkurrenz wie Debian, Canonical, Btrfs und ZFS. Als Most Linux / Open-Source-Friendly Hardware Vendor prämierte die Jury Intel (http://www.intel.com), das sich damit gegen Asus, IBM und Sun durchsetzte.

Den Preis für die Best Open Source Contribution for Mobile Devices sicherte sich Googles Android (http://code.google.com/android/) und schlug dabei die ebenfalls hoch votierten OpenMoko und Nokia Maemo ab. Als Most Significant Contribution for Security in Open Source zeichnete die Jury das OpenSSH-Projekt (http://www.openssh.com) aus; SE-Linux, Tor, GnuPG und Truecrypt hatten das Nachsehen. Zur Best Open Source Programming Language schließlich avancierte Python (http://www.python.org) und punktete damit C/C++ (GCC-Projekt) und Ruby aus.

8. Augsburger Linux-Infotag 2009

Gemeinsam laden der LUG Augsburg e.V. und die Hochschule Augsburg dieses Jahr zum 8. Augsburger Linux-Infotag ein (http://www.luga.de/Aktionen/LIT-2009/). Mit regelmäßig mehr als 300 Besuchern zählt der Infotag mittlerweile zu den größten Linux-Events im Süddeutschen Raum.

Die Veranstaltung findet am 28. März ab 9:30 Uhr in der Räumen des Fachbereichs Informatik (Friedberger Str. 2a , Parkplatzzufahrt Schülestraße) statt. Der Eintritt bleibt wie gewohnt kostenfrei, drei parallele Vortragsreihen bieten eine breite Übersicht über die Möglichkeiten von Linux und freier Software. Dabei reicht die Themenpalette von Basisinformationen zu freier Software über typische Anwendungen wie OpenOffice, Gimp und LaTeX bis hin zu E-Learning mit Moodle oder Videobearbeitung von der Kamera bis zur DVD.

Daneben gibt es auch dieses Jahr wieder einige Stände, an denen sich Communities und Projekte präsentieren. Aufgrund des überwältigenden Ansturms im letzten Jahr findet wieder ein Einsteiger-Workshop statt, bei dem die Gäste Linux unter Anleitung selbst erkunden dürfen. In den Hörsälen und in der Aula schafft ein unverschlüsseltes WLAN die Anbindung ans Internet. Auch an das leibliche Wohl haben die Veranstalter gedacht: Während der Mittagspause werden belegte Brötchen verkauft.

Grazer Linux-Tage 2009

Am 25. April 2009 finden in den Räumen der FH Joanneum in Graz die Grazer Linuxtage 2009 statt (http://www.linuxtage.at). Die Veranstalter erwarten rund 400 Besucher, der Eintritt bleibt wie immer frei. Die diesjährigen Vorträge orientieren sich an den Interessen der Zielgruppen Desktopbenutzer, Administratoren und Software-Entwickler. Zu den Highlight des Programms zählen die Sessions zu LiMux und WollMux, PostgreSQL und OpenOffice.

Während der gesamten Veranstaltung, aber natürlich speziell in den Pausen zwischen den Vorträgen, können Besucher zusätzlichen Wissensdurst an den Info-Tischen stillen, die von Vertretern von Softwareprojekten (etwa OpenOffice), Linux-Distributionen (Debian, Gentoo) und Community-Organisationen wie der FSFE betreut werden. Daneben bietet das Linux Professional Institute (LPI) bei den Grazer Linuxtagen 2009 mit Unterstützung des LPI e.V. Prüfungen zu besonders günstigen Konditionen an.

Novell feuert Dutzende Suse-Entwickler

Im Zug von Sparmaßnahmen hat Novell Mitte Februar auch zahlreiche der in Nürnberg beschäftigten Suse-Entwickler entlassen. Trotz mehrfacher Anfragen gab Novell dazu bis Redaktionsschluss weder bezüglich des Umfangs der Entlassungen noch eines dahinterstehenden Konzepts eine weitere Erklärung ab.

Nach LinuxUser vorliegenden Informationen aus dem Unternehmen nahe stehenden Kreisen betrifft die Kündigungswelle mehr als 25 Entwickler quer über alle Teams, darunter so bekannte Gesichter wie Martin Lasarsch (OpenSuse-Evangelist), Stephan Binner ("KDE Four Live") und Karsten Keil (Kernel-Team). Fast alle Betroffenen wurden offenbar mit sofortiger Wirkung von der Arbeit frei gestellt, sodass derzeit zahlreiche Bugs unbearbeitet bleiben. Das Release von Suse Linux Enterprise 11 scheint nicht betroffen zu sein, allerdings denkt man in Nürnberg wohl über eine erneute Verschiebung des Erscheinungstermins für OpenSuse 11.2 nach.

Die Entlassungswelle in Nürnberg lässt insofern Fragen offen, als Novell in den fast gleichzeitig veröffentlichten Geschäftszahlen für das erste Finanzquartal 2009 glänzende Ergebnisse für das Linux-Geschäft ausweist: Linux-Platform-Produkte erzielten in diesem Zeitraum einen Umsatz von 35 Millionen US-Dollar, ein Anstieg von 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Gewinn aus Novells operativem Geschäft im ersten Finanzquartal 2009 belief sich auf 14 Millionen Dollar, verglichen mit 8 Millionen im Vorjahr.

Bash, die Vierte

Die Bourne Again Shell (Bash) des GNU-Projekts ist Ende Februar in Version 4.0 erschienen. Der Versionssprung beschert den Anwendern zahlreiche Neuerungen. So kennt die Bash nun beispielsweise assoziative Arrays. Die neu eingeführte Wildcard ** erfasst rekursiv alle Verzeichnisse und Dateien, sofern Option globstar aktiviert ist. Mit der neuen Ausgabeumleitung &>> lassen sich Standard-Out und Standard-Error in einem Rutsch an eine Datei anhängen. Eine umfangreiche Liste aller Änderungen und Neuerungen gibt es in der News-Datei des Quellcodes (http://tiswww.case.edu/php/chet/bash/NEWS). Die Bash 4.0 steht unter der GPLv3 und liegt auf den Spiegelservern des GNU-Projekts als Quelltext-Tarball zum Download bereit (http://www.gnu.org/prep/ftp.html).

Fedora 11 mit Nouveau

Das für Mai erwartete Fedora 11 "Leonidas" wird neben Ext4 als Standarddateisystem auch weitere interessante Neuigkeiten mitbringen. So soll der Nouveau-Treiber für Nvidia-Grafikkarten den alten nv-Treiber ablösen. Nouveau bietet unter anderem Support für Xrandr 1.2 und unterstützt mehr Karten als nv. Für 3D-Funktionen benötigt man aber nach wie vor die proprietären Nvidia-Treiber. Mit Ben Skeggs arbeitet einer der Nouveau-Entwickler seit Kurzem bei Red Hat. Er beschreibt im Fedora-Wiki detailliert, wie der Umstieg auf den freien Treiber erfolgen soll und mit welchen Vor- und Nachteilen man rechnen muss (http://fedoraproject.org/wiki/Features/NouveauAsDefault).

Kurz notiert

Der achte Linux-Installationstag der LUG Hanau findet am 28. März 2008 ab 10 Uhr in der Ludwig-Geissler-Schule in Hanau statt. Genauere Informationen zur Veranstaltung finden Sie bei Interesse unter http://linuxwiki.de/LugHanau/Installationstag/Info.

Der Gründer und bisherige Maintainer des Lightweight-Desktops DeLi Linux (http://www.delilinux.org), Henry Jensen, gibt aus beruflichen und familiären Gründen die Leitung des Projekts ab. Seine Aufgaben übernimmt ab sofort der aus dem DeLi-Linux-Forum bekannte User delix. Nach wie vor sucht das Projekt weitere Entwickler und Betreuer, gefragt sind vor allem erfahrene Shellskript-Gurus.

Das voraussichtlich im Oktober erscheinende Ubuntu 9.10 heißt "Karmic Koala", soll binnen 25 Sekunden booten und bringt Cloud Computing für den Server und ein neues Design für den Desktop mit. So soll der karmische Koala zum Beispiel einen neuen Bootscreen erhalten und "flimmerfrei" ohne Umschalten von Grafikmodi starten (http://tinyurl.com/lu0409-karmic).

Das Maintenance-Release Virtualbox 2.1.4 (http://www.virtualbox.org/) behebt Probleme mit dem USB-Support und unterstützt erstmals virtuelle Auflösungen, die höher sind als jene des Gast-Systems. Auch ein paar Bugs, die einen Kerneloops verursachten, wollen die Entwickler behoben haben.

Ende Februar veröffentlichten die Entwickler die neueste Version der ressourcensparenden Desktop-Umgebung XFCE (http://www.xfce.org). Die Neuerungen von XFCE 4.6 stecken vor allem unter der Haube des schlanken Desktops: So wurden das Backend für die Konfiguration, der Manager für die Settings sowie der Session Manager und Soundmixer erneuert (http://www.linux-community.de/artikel/18093/).

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