Speicherbestückung

Während die Core-2-Vorgängergeneration noch mit unterschiedlichen RAM-Typen funktionierte, verlangt der i7 nun ausschließlich DDR3 mit 800 oder 1066 MHz, also PC3-6400 oder PC3-8500. Der Core i7 verfügt über drei Speicherkanäle, die bei 1066 MHz theoretisch insgesamt 25,6 GByte pro Sekunde liefern können.

Unser Test-Board des Typs Intel DX58S0 bietet vier Sockel, wovon es zwei für einen Speicherkanal zusammenfasst. Intel erlaubt die Bestückung mit zwei oder drei Speichermodulen (respektive vier bei Nutzung des "doppelten" Speicherkanals). Bei der Verwendung aller drei Speicherkanäle fällt dank Interleaving der theoretische Speicherdurchsatz höher aus.

Optionale Mehrfachbestückung mit Interleaving gab es bei vielerlei CPU-Typen schon in der Vergangenheit, doch fast immer war in konkreten Benchmarks kaum ein Unterschied zu messen. Brächte es wirklich einen deutlichen Zugewinn, würden die Hersteller es verpflichtend machen – wie es in der Vergangenheit ja auch schon oft genug der Fall war.

Neuer Chipsatz, neuer Sockel

Aufgrund der zahlreichen Änderungen braucht der Core i7 einen neuen Sockel, insbesondere, da nun deutlich mehr Pins für die drei Speicherkanäle anfallen. Der LGA1366-Sockel des i7 hat nun fast doppelt so viele Kontakte wie der Vorgänger LGA775.

Auch ein neuer Chipsatz steht dem i7 der X58-IOH zur Seite (I/O Hub – "Northbridge" ist als Bezeichung wegen des Fehlens des Speichercontrollers nicht mehr sinnvoll). Er bindet einerseits den PCI-Express-Bus an und andererseits, über eine 2 GByte/s schnelle PCI-Express-x4-Verbindung, die Southbridge mit den restlichen I/O-Schnittstellen (Ethernet, SATA, USB etc.). Der X58 bietet 40 PCI-Express-Lanes im 2.0-Standard, von denen sich 36 wie üblich relativ flexibel in beliebiger Bandbreite auf beliebig viele Slots verteilen lassen. Theoretisch kann der X58 per QPI mit zwei CPUs gleichzeitig reden, was allerdings nur für zukünftige Multi-Chip-Xeons interessant ist. Somit liegt der zweite QPI-Link in Core-i7-Systemen brach. Genau wie bei Hypertransport müssen bei QPI die einzelnen Chips übrigens nicht mehr wie zuvor über den Chipsatz miteinander reden: Als Alternative stellt eine direkte QPI-Verbindung zwischen den Chips einen Ringschluss zum X58 her, was die Latenz der Inter-Chip-Kommunikation deutlich verbessert. Da nun öfter langsame Zugriffe auf "fremden", an einem anderen Chip angebundenen Speicher nötig anfallen, ist das aber auch dringend notwendig.

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