Preis

Intel veranschlagt für den Core i7 965 Extreme Edition 3,2 GHz einen OEM-Listenpreis von 999 US-Dollar. Daneben offeriert der Hersteller auch die Modelle Core i7 940 (2,93 GHz, 562 Dollar) und 920 (2,67 GHz, 284 Dollar). Sie erlauben allerdings nicht wie die Extreme Edition das Deaktivieren der allen momentanen i7-Modellen gemeinsamen 130-Watt-Grenze. Im zweiten Quartal 2009 will Intel dem Vernehmen nach einen Core i7 975 als neues Flaggschiff vorstellen, dabei den Takt allerdings nur geringfügig auf 3,33 GHz anheben. Das neue D0-Stepping soll dazu führen, dass der Chip auch weiterhin nicht mehr als maximal 130 Watt verbraucht.

Unsere Benchmark-Suite

Als Benchmark-Suite für den Vergleich der beiden CPUs haben wir eine Mischung aus freier single- und multi-threaded-Software zusammengestellt, die die CPU richtig fordert. Bei allen Programmen handelt es sich um in der Praxis genutzte Software, auf synthetische Benchmarks haben wir verzichtet. Wir testen alles, bei dem der durchschnittliche User heutzutage noch auf den Rechner warten muss: Kompilier-Leistung, Audio- und Video-Encoding, Archivierung und Raytracing (siehe Tabelle "Benchmark-Ergebnisse").

Beim Kompilieren testen wir mit Compilebench 0.6 [3], beim Audio-Encoding in MP3 mit Lame und in OGG mit Oggenc – beide Audio-Encoder laufen nur als einzelner Thread. Beim Video-Encoding haben wir uns für x264 entschieden, da das Multithreading von Ffmpeg noch in den Kinderschuhen steckt. Das Ffmpeg-mt-Projekt [4], ein Ergebnis des Google Summer of Codes, hat noch nicht den Reifegrad erreicht, den es für eine Integrierung in den Ffmpeg-trunk benötigt.

Der H.264-Encoder x264 entstammt dem VideoLAN-Projekt. Er besticht nicht nur durch hervorragendes Multithreading über beliebig viele CPU-Kerne, sondern nutzt über zahllose hoch optimierte Assembler-Routinen alles an Befehlssatz-Erweiterungen, was AMD und Intel nur eben bieten. Das beschleunigt den Encoder gegenüber einer probeweise ohne diese Routinen kompilierten Version um den Faktor 4,8 (Intel) beziehungsweise 4,1 (AMD). Da x264 rein Integer-basiert arbeitet, bringen nicht alle CPU-Erweiterungen auch Nutzen, doch unterstützt die Software sowohl das SSE4.2 des Core i7 als auch AMDs SSE4a.

In Sachen Archivierung testeten wir gleich drei Programme: Bzip2, 7zip und Rar kamen zum Eindampfen von Dateien zum Einsatz. Raytracing testen wir mit der multiprozessorfähigen Alpha-Version von Povray 3.7 sowie mit dem als Blender-Plugin beliebten Yafray (ebenfalls multithreaded).

Als Testmedien verwenden wir eine komplette CD als WAV sowie einen 100-MByte-Clip des Blender-Films "Big Buck Bunny" in 1080p-Auflösung. Für das Yafray-Raytracing kam eine recht komplexe, von uns modifizierte Blender-Szene aus "Elephants Dream" zum Einsatz. Unser Kompressions-Testfile enthielt sowohl Plaintext als auch viele wiederkehrende Binärsequenzen, um verschiedene Kompressionsansätze zu nutzen.

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