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Ungleiche Gefährten

Drei Netbooks im Linux-Test

Netbook-Remix

Die Netbook-Version von Ubuntu zeigt als Desktop eine Zusammenstellung aus Schnellstartern, Menüeinträgen und dem Orte-Menü an. Programmfenster öffnen sich stets im Vollbildmodus, die Titelleiste erscheint in der oberen Kontrollleiste (Abbildung 4).

Abbildung 4

Abbildung 4: Die Netbook-Remix-Oberfläche des Toshiba-Netbooks mit Ubuntu.

Um ein Fenster zu verkleinern, muss man mit der rechten Maustaste auf die Titelleiste klicken und den Menüpunkt Verschieben auswählen. Ein Arbeiten mit zwei Fenstern macht die Netbook-Version jedoch quasi unmöglich – allerdings macht es bei dieser kleinen Auflösung wohl für die wenigsten Nutzer Sinn.

Etwas irritierend fanden wir, dass das Ubuntu-Logo in der oberen linken Ecke keine Funktion hat: Es öffnet weder ein Anwendungsmenü noch irgendein anderes Fenster, ein Druck auf die Windows-Taste bewirkt ebenfalls nichts. Sehr schlecht gelöst fanden wir die Positionierung des Networkmanager-Applets, das sich auf dem schwarzen Hintergrund kaum erkennen lässt. Das vorinstallierte Ubuntu bringt keine zusätzlichen Codecs mit; wer also MP3- oder DIVX-Dateien abspielen möchte, muss dazu erst die entsprechenden Codecs nachinstallieren.

Die Lautstärkesteuerung und die Funktionstasten zur Helligkeitsänderung funktionieren per [Fn]-Taste ohne manuelle Konfiguration. Das Netbook bringt auch eine funktionierende [Fn]-Taste mit, um den Lüfter ein- und auszuschalten (die CPU taktet dabei nicht hoch/herunter), in den Tests blieb das NB100 jedoch angenehm leise. Einzig die Zoom-Tasten für das Vergrößern oder Verkleinern des Bildschirminhalts waren nur teils belegt.

Hardware und Powermanagement

Das Toshiba-Netbook verfällt beim Schließen des Displaydeckels automatisch in den Suspend-to-RAM-Zustand und wacht beim Aufklappen aus diesem auch zuverlässig wieder auf. Das System verbraucht im Normalbetrieb zwischen 16 und 18 Watt bei voller Displaybeleuchtung und eingeschaltetem WLAN. Der 3800-mAh-Akku hält mit diesen Einstellungen rund 2,5 Stunden durch. Takten Sie die CPU auf 800 MHz herunter und reduzieren die Hintergrundbeleuchtung, dann lassen sich Laufzeiten zu 3,5 Stunden erzielen. Wer auf die 80-GByte-Festplatte verzichten kann und diese durch eine SSD ersetzt, dürfte auf Laufzeiten von 4,5 Stunden kommen. Der CPU-Lüfter des NB100 läuft permanent auf kleiner Stufe und erzeugt dabei ein relativ leises Geräusch, unter Last wird er allerding ziemlich laut.

Die Tastatur fällt wie bei 9-Zoll-Netbooks üblich relativ klein aus, weist aber einen angenehmen Druckpunkt. Sämtliche Tasten finden sich dort, wo man sie bei einem deutschen Layout auch erwartet. Das Touchpad ist sehr klein und reagiert gut. Bei den zwei Maustasten hat sich Toshiba etwas spezielles einfallen lassen und die rechte Maustaste deutlich kürzer als die linke gemacht. Das erleichtert das Linksklicken, beim Rechtsklick muss man dafür genauer zielen.

Die interne 0,3-Megapixel-Webcam liefert ein sehr gutes Bild und arbeitet mit den Uvcvideo-Treibern unter jeder aktuellen Distribution. Für das WLAN-Modul von Atheros setzt die Netbook-Remix-Version noch auf den Madwifi-Treiber, aktuelle Distributionen unterstützen dieses Modul aber bereits über das Kernelmodul ath5k. Die Installation von OpenSuse 11.1 und Fedora 10 verlief denn auch ohne Probleme, beide Distributionen unterstützen sämtliche Hardware des NB100. Alle drei USB-Anschlüsse beherrschen die so genannte Sleep-and-Charge-Technologie: So laden Sie zum Beispiel einen MP3-Player auch bei ausgeschaltetem Netbook über das NB100 auf.

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