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Ungleiche Gefährten

Drei Netbooks im Linux-Test

Stärken und Schwächen

Die Tastatur des Q130 weist einen angenehmen Druckpunkt auf, und auch das Touchpad fanden wir angenehm. Die Tasten fallen mehr breit als hoch aus, woran man sich gewöhnen muss. Für die Tabulatortaste blieb den Hasee-Designern kaum noch Platz übrig. Das matte Display des Q130 ist gleichmäßig ausgeleuchtet, allerdings etwas zu dunkel. Im direkten Vergleich zum spiegelnden Display des Toshiba NB-100 zieht es klar den Kürzeren. Die Akkulaufzeit beträgt rund zwei Stunden – mehr lässt sich mit dem 2200-mAh-Akku bei einem 10-Zoll-Display und einer 160-GByte-Festplatte auch kaum herausholen. Hasee will aber auch einen 4800-mAh-Akku anbieten.

Die kleinen Lautsprecher schlagen sich für ein Netbook überdurchschnittlich gut, allerdings stört bei leiser Musik die interne Fujitsu-Festplatte mit ihren Geräuschen das Musikvergnügen. Der SD-Kartenleser lässt die Speicherkarten wie beim Amilo Mini einen guten Zentimeter vorstehen. Das vereinfacht zwar das Einsetzen und Entfernen, stört aber extrem, wenn man das Netbook mit eingelegter Karte transportieren möchte. Über die Tastenkombination [Fn]+[F1] lässt sich das Q130 zwar in den Schlafmodus befördert, wacht aber daraus zumindest unter Ubuntu und OpenSuse nicht mehr auf. Über den Logout-Dialog von Ubuntu respektive s2ram -f unter OpenSuse gelingen der Suspend-to-RAM und die Reanimation aber problemlos. Im direkten Vergleich mit dem Aldi-Netbook Akoya Mini E1210 weist das Q130 klar das bessere Preis/Leistungsverhältnis auf, einzig die Tastatur fanden wir beim Akoya-Netbook deutlich besser.

Toshiba NB100

Das NB100 von Toshiba (Abbildung 3) gibt es in zwei Ausführungen mit Ubuntu 8.04 oder Windows XP. Die Ubuntu-Version heißt NB100-10X, die XP-Version NB100-10Y. Zum Lieferumfang des NB100 gehören neben dem 9-Zoll-Gerät mit Atom N270, 512 MByte Hauptspeicher und 80 GByte Festplatte auch ein Benutzerhandbuch mit einem kurzen Abschnitt zur Bedienung von Ubuntu und eine Recovery-DVD. Über diese spielen Sie das System in rund zehn Minuten komplett ein. Im Recovery-Menü befindet sich auch ein Eintrag, um das System ohne Formatierung wieder herzustellen. Das funktionierte in unseren Test jedoch nicht – vermutlich, weil wir auf der Platte zusätzlich OpenSuse und Fedora installiert hatten.

Abbildung 3: Das NB100-10X kommt mit einem Ubuntu-Certified-Aufkleber, bringt aber trotzdem eine Windows-Taste mit.

Das vorinstallierte Ubuntu (8.04.1) bootet in knapp 30 Sekunden und zeigt ohne Login sofort den Desktop an. Ubuntu breitet sich auf der 80-GByte-Platte komplett aus, eine separate /home-Partition fehlt. Wie beim Inspiron Mini 9 [3] handelt es sich auch beim Netbook Remix [4] des Toshiba-Rechners um die LPIA-Version der Distribution. Zusätzliche Pakete, welche sich nicht im Netbook-Repository befinden, lassen sich somit nur über Tricks installieren.

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Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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