Home / LinuxUser / 2009 / 03 / Ungleiche Gefährten

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

KDE Plasma Workspaces 4.8
(306 Punkte bei 32 Stimmen)
SUSE12
(173 Punkte bei 4 Stimmen)
Pardus Linux am Ende?
(164 Punkte bei 4 Stimmen)
OpenSuse 12.1-Service Kit 01/12
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Meinst Du: Patch CD Updates?
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.
AA_affen_sxc_638954.jpg

© sxc.hu

Ungleiche Gefährten

Drei Netbooks im Linux-Test

11.02.2009 Wer im aktuellen Netbook-Zoo den Überblick über die diversen Arten nicht verlieren möchte, hält sich am besten an Modelle mit vorinstalliertem Linux.

Der Strom an neuen Netbooks reißt nicht ab. Für diese Ausgabe testeten wir drei Geräte von Fujitsu-Siemens, Hasee und Toshiba (siehe Tabelle "Das Testfeld"), von denen der Handel zwei auch mit vorinstalliertem Linux anbietet.

Amilo Mini

Fujitsu-Siemens zeigt, wie man Netbooks baut, die nicht Linux-kompatibel sind. Das Amilo Mini erhält als erstes Testgerät in acht Jahren von der Redaktion das Prädikat "Absolut nicht für Linux geeignet". Schuld daran sind die Funktionstasten für die Displaybeleuchtung und das WLAN-Modul: Sie senden weder Keycodes, noch arbeiten sie direkt mit dem BIOS zusammen. So lässt sich unter Linux die Helligkeit des Displays nicht regeln, lediglich im BIOS gibt es zwei Einstellungsmöglichkeiten für den Akku- und den Festnetzbetrieb. Auch zum Ein- und Ausschalten des WLAN-Adapters muss man jeweils das BIOS aufrufen.

Das Amilo Mini versagt nicht nur bei diesen beiden K.O.-Kriterien, sondern wartet daneben gleich noch mit weiteren Mängeln auf. So arbeiten die Scharniere für das Display sehr streng, und die Maustasten rechts und links des Touchpads, die zudem in eine ausgefallene Dreieckform auslaufen, erweisen sich als reichlich gewöhnungsbedürftig (Abbildung 1). Der Speicherkartenslot lässt SD-Karten zudem um rund einen Zentimeter hervorstehen, was den Transport den Netbooks bei eingelegter Karte unnötig erschwert.

Abbildung 1: Das Amilo Mini sieht zwar sehr schick aus, es eignet sich aber nur beschränkt als Linux-Rechner.

Wer sich von diesen Negativpunkten und vom doch recht hohen Preis (rund 370 Euro) nicht vom Kauf abhalten lässt, bekommt ein ansonsten solide gebautes Netbook mit integriertem Bluetooth-Adapter und einer für ein 9-Zoll-Gerät angenehm großen Tastatur. Ebenfalls positiv fällt die satte Soundausgabe auf.

Als WLAN-Modul kommt ein Atheros-Adapter zum Einsatz, der über den ath5k-Treiber problemlos mit aktuellen Distributionen zusammenarbeitet (sofern der Adapter denn im BIOS aktiviert ist). Die Akkulaufzeit konnten wir mangels statischer Displaybeleuchtung nicht realistisch messen, Sie dürfte aber mit dem mitgelieferten 2200-mAh-Akku um die üblichen 2,5 Stunden liegen.

Das Testfeld

Hersteller

Toshiba

Hasee

Fujitsu-Siemens

Modell NB100 Q130 Amilo Mini
Display 8,9 Zoll, spiegelnd 10 Zoll, matt 8,9 Zoll, matt
Auflösung 1024 x 600 1024 x 600 1024 x 600
Prozessor Atom N270 Atom N270 Atom N270
RAM 512 MByte 1 GByte 1 GByte
Festplatte 80 GByte HDD 160 GByte HDD 60 GByte HDD
Webcam 0,3 Megapixel 1,3 Megapixel 1,3 Megapixel
WLAN 802.11g 802.11g 802.11g
Besonderes 1 RAM-Slot noch frei Baugleich mit One A560 B und Belinea o.book xs Bluetooth 2.1
Akkulaufzeit (Linux) 3 Stunden 2 Stunden 2-3 Stunden
Gewicht 1 kg 1,3 kg 1 kg
Preis (ca.) 280 Euro 280 Euro 370 Euro

Hasee Q130

Das Q130 (Abbildung 2) gibt es unter dieser Bezeichnung in Europa nicht zu kaufen: Die chinesische Firma Hasee gehört zu den weltweit größten Computerherstellern und beliefert in der Regel nur den Großhandel, keine Endkunden. Das Testgerät fand den Weg in die Redaktion direkt aus Hongkong. Das Q130 ist baugleich mit dem One A560 B [1] und dem Belinea o.book xs [2] von von Brunen IT. Beide Netbooks gibt es mit vorinstalliertem Ubuntu, wobei das One A560 mit 280 Euro deutlich günstiger kommt als die Belinea-Variante (350 Euro).

Abbildung 2: Das Hasee Q130 wird hierzulande über Brunen IT unter den Marken One und Belinea vertrieben.

Im Inneren des knapp 1,3 kg schweren Netbooks verrichtet der übliche Atom N270 von Intel seine Arbeit. Als WLAN-Adapter kommt der bereits etwas ältere Realtek RT2573 zum Einsatz, der aber über das Kernelmodul rt73 sehr gut mit Linux zusammenarbeitet. OpenSuse-Nutzer müssen noch das Paket ralink-firmware nachinstallieren, unter Ubuntu, Fedora und Mandriva arbeitet der Adapter ohne zusätzliches Setup. Die 1,3-Megapixel-Webcam stammt von Chicony und funktioniert mit den uvcvideo-Treibern. Das Netbook ist mit 1 GByte Hauptspeicher ausgestattet, der sich bis auf 2 GByte ausbauen lässt. Auf unserem Testgerät war Ubuntu 8.10 vorinstalliert, andere Distributionen lassen sich ebenfalls problemlos einrichten.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

3095 Hits
Wertung: 55 Punkte (2 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

Zum Blog von Marcel Hilzinger →


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2012_02

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Knoppix: Bootvorgang mit Cheatcode beschleunigen
Knoppix: Bootvorgang mit Cheatcode beschleunigen
Marcel Hilzinger, 18.01.2012 21:05, 0 Kommentare

Die Bootsequenz der Live-Distribution sucht beim Start zunächst auf Festplatten, dann auf USB-Sticks und erst dann in den DVD-Laufwerken (/dev/sr* oder /dev/scd*) nac...

Aktuelle Fragen

OpenSuse 12.1-Service Kit 01/12
Christoph-J. Walter, 28.01.2012 08:52, 2 Antworten
Hallo Gemeinde, ich habe 12.1 neu installiert. Alles in Ordnung! Nun möchte ich das Service Kit (...
Ubuntu 11.10 konfigurieren
Michael Hinz, 27.01.2012 17:52, 0 Antworten
Ubuntu läuft bei mir. Allerdings nur, wenn die Daten-CD eingelegt ist. Unabhängig von Bios-Einste...
SUSE12
Jörg Müller, 25.01.2012 14:27, 5 Antworten
Hallo Gemeinde Ich habe schon ziemlich lange auf einem Rechner Linux laufen, bin also nicht ganz...
Hat jemand Erfahrung beim Einsatz einer Kinect / OpenNI?
GoaSkin , 24.01.2012 23:35, 0 Antworten
Hallo, ich habe mir eine Kinect zugelegt, um zu schauen, was man damit unter Linux so machen k...
Kollaboration - Zeichnen auf mehreren Geräten gleichzeitig
Ludwig jun. B., 19.01.2012 11:17, 4 Antworten
Schönen guten Tag, ich suche aktuell eine Software für Linux/Windows (eines von beiden), welch...