Leserbriefe

Post an die Redaktion

23.02.2009

Suse ist auch Linux!

LU 02/2009, S. 6: Ich lese immer wieder in Ihren Leserbriefen, das alle Welt mit Suse Linux nicht klar kommt und es ja so schlecht sei. Dann frage ich mich immer, ob ich in einem Paralleluniversum lebe oder warum ich mit meinen Suse Linux nie Probleme hatte? Ich bin über die Nürnberger an Linux erst ran gekommen, seit Suse 8.3 dabei, und hatte nur den Zeiten der 10er-Versionen einige kleine Schwierigkeiten, die aber durch etwas Googeln in den Griff zu bekommen waren. Bisher hat jede Installation ohne Probleme funktioniert und es gab nur dann Schwierigkeiten mit der Hardware, wenn es absolut keinen Treiber für Linux gab. Im Gegenteil, ich habe meistens Sachen zum Laufen bekommen, die bei anderen Distris strikt den Dienst verweigert haben, und musste nur selten eigene Kernel oder Module anfertigen.

Das es Leute gibt, die Suse nicht mögen, kann ich noch nachvollziehen – allerdings diese Hasstiraden gegen die Distri nicht. Ich persönlich mag beispielsweise Fedora nicht besonders: Es hat bei meiner Hardware immer Probleme gegeben und die Integration der gewünschten Funktionen hat nie funktioniert. Ist es deshalb gerechtfertigt, zu sagen "Fedora ist kein Linux"? Nein, es obliegt jedem selbst, welche Distri er verwendet und welche er meidet. Eines sollte jedem "Suse-Hasser" klar sein: Bei Linux hat man die freie Wahl – bei Windows nicht. Frank Bindzus

Komfortabel verschlüsseln

LU 02/2009, S. 24: Als Mitarbeiter eines Trustcenters und auch als Moderator bei http://www.thunderbird-mail.de mit der Spezialisierung "Verschlüsselung" und "IT-Sicherheit" freue ich mich über den sehr gut gemachten Artikel zum Thema S/MIME und X.509-Zertifikate.

Zum Abschnitt "Verwaltung" hätte ich einige kleine Ergänzungen: Mit dem Thunderbird-Addon VirtualIdentity kann man nicht nur jeder Empfängeradresse jeweils den "richtigen" Absender (Identität) zuordnen, sondern neben vielen anderen Einstellungen auch, ob zu diesem Kontakt Mails mit S/MIME verschlüsselt und signiert werden sollen. Beim Verlassen der Adresszeile wird einfach alles so wie gespeichert richtig eingestellt. Das bietet eine Funktionalität, wie sie in Enigmail schon lange für GnuPG vorhanden ist, und die ich lange vermisst habe.

Mit dem Addon CertViewerPlus kann der User sich nicht nur den Inhalt der Zertifikate bequem ansehen, sondern diese auch als Datei speichern. Und wer mehrere Zertifikate sein eigen nennt, kennt das Problem, dass der Zertifikatsmanager zwar den (normalerweise stets gleichen) Zertifikatsnamen anzeigt, aber nicht die dahinterliegende E-Mail-Adresse. Das Addon ViewYourCertificatesEmailAdress beseitigt dieses Problem.

Ich wünsche mir, dass viele Anwender diesen Artikel zum Anlass nehmen, um einmal über das Verschlüsseln ihrer E-Mails nachzudenken – möglichst mit S/MIME.Peter Lehmann

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