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Neues rund um Linux

23.02.2009

Linux-Hotel macht Lehrer fit für Open-Source

Als ebenso unkonventionelle wie erfolgreiche Schulungsstätte kennt man das Essener Linux-Hotel längst weit über die Grenzen der Region hinaus. Unter der Prämisse, dass die Beschäftigung mit Open Source Spaß machen muss, bietet das in einem ehemaligen Kloster eingerichtete Luxushotel auch außerhalb der eigentlichen Kurszeiten rund um die Uhr die nötige Technik und Literatur zum Üben, ein Verpflegungsangebot, das keine Vergleiche zu scheuen braucht, und dazu einen üppig ausgestatteten Wellness/Fitness-Bereich.

Bereits seit der Gründung des Linux-Hotels gibt das engagierte Team Restplätze in den von hochwertigen Referenten gehaltenen Kursen (http://www.linuxhotel.de) zu äußerst günstigen Preisen an Schüler, Studenten und Azubis ab. Ab sofort gilt dieses Angebot auch für Lehrer: Das eröffnet jetzt Schulen die Möglichkeit, besonders einfach und ohne hohe Schulungskosten auf freie Software umzustellen, indem die zuständigen Lehrkräfte sich einige Tage lang im Linux-Hotel schlau machen.

Ohne Übernachtung fallen lediglich Seminarkosten in Höhe von 60 Euro pro Tag an, für die Unterbringung in einem auf Fünf-Sterne-Niveau ausgestatteten Doppelzimmer werden zusätzlich 40 Euro pro Übernachtung fällig. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.linuxhotel.de/restplaetze.html.

Rundes Open-Source-Programm auf der CeBIT

Open Source in Halle 6 hat auf der CeBIT Tradition, und auch dieses Jahr veranstalten die Deutsche Messe AG und die Linux New Media AG während der gesamten Messe ein Programm mit Vorträgen, Keynotes, Ausstellung und Präsentation der wichtigen Open-Source-Projekte.

Zu den Partnern der CeBIT Open Source zählen die Linux Foundation, die Free Software Foundation Europe (FSFE), der Industrieverband LiMo Foundation, die Interessenvertretung Linux International sowie der deutsche Branchenverband LIVE. Die Keynotes halten unter anderem Amanda McPherson (Linux Foundation), Simon Phipps (Open-Source-Beauftragter von Sun) sowie Georg Greve, Präsident der FSFE.

Die Motto-Tage behandeln vom 3. bis zum 8. März die Themen "Rechenzentrum", "Web", "Security", "Mobile", "Multimedia" sowie "Distributionen & Desktop". Daneben findet auch die Verleihung des Branchenpreises "Linux New Media Award" auf der diesjährigen CeBIT statt. In sechs Kategorien erhalten Personen, Projekte, Unternehmen und Organisationen für besondere Innovationen und Engagement rund um Open Source Auszeichnungen.

Kernel 2.6.28 bringt Ext-4 und UWB

Am späten Weihnachtsabend hat Linus Torvalds den Kernel 2.6.28 freigegeben (http://kernel.org). Der in der neuen Version eingeführte Graphic Execution Manager GEM soll als Unterbau für eine künftige, stark verbesserte und vereinheitlichte Grafik-Architektur dienen. In Sachen drahtloser Kommunikation stellt Kernel 2.6.28 jetzt Support für Ultra Wide Band (UWB) bereit, das als Transportprotokoll beispielsweise für das ebenfalls implementierte Wireless USB dient, später aber auch Wimedia (IP via UWB), Bluetooth oder Firewire unterstützen soll. Daneben verbessert der neue Kernel die Speicherverwaltung, bringt etliche neue Treiber mit und unterstützt die Fallsensoren von Notebook-Festplatten. Eine übersichtliche Zusammenfassung aller Neuerungen bietet das Changelog (http://kernelnewbies.org/LinuxChanges) von Kernelnewbies.

Mit dem neuen Kernel gilt Ext-4, der offizielle Nachfolger des Standard-Dateisystems Ext-3, jetzt als stabil. Ext-4 (http://kernelnewbies.org/Ext4) kommt mit Dateien von bis zu 16 Terabyte und Dateisystemen mit bis zu einem Exabyte Größe zurecht, erlaubt eine unbegrenzte Anzahl von Unterverzeichnissen und verwaltet die Datenparts von Dateien besser. Zudem arbeitet Fsck die regelmäßigen Konsistenzprüfungen bei Ext-4 deutlich schneller ab. Ubuntu 9.04 "Jaunty Jackalope", das im April erscheint, wird das neue Dateisystem bereits im Installer unterstützen: Wer eine Partition per Hand anlegt, darf Ext-4 als Dateisystem wählen (http://tinyurl.com/lu0903-ext4). Bisher war es lediglich möglich, das es über mkfs.ext4 auf der Kommandozeile einzurichten. Auch die aktuelle Utility-Live-Distribution Parted Magic 3.5 (http://partedmagic.com) unterstützt bereits Ext-4.

Einen ausführlichen Artikel zu Ext-4 sowie Leistungstests finden Sie in der nächsten Ausgabe von LinuxUser, deren Schwerpunkt sich mit Dateisystemen wie Ext-3/4, Btrfs, ZFS und Reiser-FS beschäftigt.

OLPC baut Personal ab

Das Projekt One Laptop per Child (OLPC, http://laptop.org) reduziert die Mitarbeiterzahl um 50 Prozent, die verbleibenden 32 Teammitglieder müssen mit Gehaltskürzungen rechnen. OLPC-Chef Nicolas Negroponte macht die schweren wirtschaftlichen Zeiten für den Sparkurs verantwortlich. Das Projekt gibt die Entwicklung des Betriebssystems "Sugar" an die Community ab und will sich auf die Version 2 des Laptops konzentrieren (http://wiki.laptop.org/go/XO-2). Fernziel sei es, den Laptop für die am schwächsten entwickelten Länder umsonst anzubieten. 500 000 Geräte hat OLPC bereits ausgeliefert.

Linuxtag 2009 bindet Einsteiger ein

Der Linuxtag 2009 (http://www.linuxtag.org), der vom 24. bis 27. Juni in Berlin stattfindet, beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Themen "verantwortungsbewusste Informationstechnik", "Geschäftsprozesse" und "Mobilität". Dabei fährt die bislang eher businessorientierte Veranstaltung in diesem Jahr eine zweigleisige Strategie. Zum einen will man vor allem Neulinge besser einbinden: Eine Reihe von Vorträgen soll sich gezielt an Einsteiger richten und ihnen beim Lösen von Alltagsproblemen beim Einstieg in Linux helfen: Wie richtet man 3D-Beschleunigung für Grafikkarten ein? Wie bekommt man die Webcam erfolgreich zum Laufen, um mit Videounterstützung zu telefonieren? So lauten potenzielle Vortragsthemen in diesem Bereich. Zum anderen lockt man aber auch das Business-Publikum mit Trendthemen wie Systemüberwachung und Business Intelligence, dazu gibt es günstige Reiseangebote sowie umfangreiche Konferenzunterlagen.

Ted Ts'o neuer CTO der Linux Foundation

Die Linux Foundation (http://www.linuxfoundation.org) hat den Kernel-Entwickler Theodore Ts'o zum Chief Technology Officer (CTO) ernannt. Der bei IBM beschäftigte Ts'o gehört seit 2007 gehört zu den "Fellows" der Linux Foundation, neben Steve Hemminger, Andrew Morton, Andrew Tridgell und Linux-Gründer Linus Torvalds. Zu den Hauptaufgaben des technischen Leiters der Linux Foundation gehört die Überwachung und Leitung der Projekte der Stiftung, darunter beispielsweise die Linux Standard Base oder die Arbeitsgruppe Open Printing. Als CTO ist Ts'o außerdem der erste Ansprechpartner in technischen Angelegenheiten für die Mitglieder der Linux Foundation und den technischen Beraterausschuss, der die Kernel-Community vertritt.

"I'm Linux": Linux-Werbefilmer gesucht

Gute Werbung für Linux gibt es bislang kaum. Das will die Linux Foundation jetzt mit einem Wettbewerb für ein Werbevideo zu Linux ändern. Das Motto lautet in Anlehnung zu den Kampagnen der Rivalen Microsoft und Apple "I'm Linux". Dem Gewinner winkt neben Ruhm und Ehre auch eine Reise zum im Oktober stattfindenden Linux-Symposium in Tokio. Hobby-Werbefilmer können ihre Beiträge ab sofort auf der Video-Webseite der Linux Foundation einreichen, wo man sie auch betrachten kann (http://tinyurl.com/lu0903-imlinux). Kommentare und Bewertungen durch die Community sind willkommen. Die Spielregeln sind simpel: Das Video sollte nicht länger als 60 Sekunden dauern, darf keine Urheberrechte verletzen, die Teilnehmer müssen volljährig sein und der Streifen muss bis zum 15. März vorliegen.

Kurz notiert

Das Bugfix-Release Gimp 2.6.4 behebt diverse Bugs (http://developer.gimp.org/NEWS-2.6) beim Einsatz von GEGL, des Clone-Werkzeugs, im Speichern-Dialog, im Farbsättigungsmodus und bei der Vorgabe der Bildgröße für neue Dateien.

Nach mehr als zehn Jahren bei Red Hat wechselt Alan Cox jetzt zu Intel (http://lwn.net/Articles/312631/). Dort arbeitet der nach Linus Torvalds wohl bekannteste Linux-Entwickler auch weiterhin am Kernel.

Acer hat Source-RPM-Pakete und eine Recovery-DVD des angepassten Version von Linpus Lite für sein Linux-Netbook Aspire One zum Download freigegeben. Sie finden die Dateien unter http://ftp.twaren.net/Linux/Linpus/Aspire_One_Linpus_Linux/.

Die Entwickler Francesco Gringoli und Lorenzo Nava haben per Reverse Engineering GPL-Firmware für die Broadcom-WLAN-Chips 4306, 4318 und 4320 geschrieben (http://www.ing.unibs.it/openfwwf/). Sie kann allerdings derzeit noch nicht mit RTS/CTS-Handshakes, Verschlüsselung und Quality of Service (QoS) umgehen.

Der Rechtsanwalt Dr. Michael Stehmann hat Canzeley (http://canzeley.de), ein Programm zur Aktenführung in Anwaltskanzleien, unter der GPLv3 veröffentlicht. Die aktuelle Version 0.1.0 Beta dient der Erprobung der Software.

Die Linux-Version seines hauseigenen Browsers Google Chrome will der Suchmaschinen-Gigant bis spätestens Juni veröffentlichen. Als Vorraussetzung dazu bringt die Mitte Januar freigegebene Chrome-2.0-Alpha bereits eine eigene, Windows-unabhängige HTTP-Implementation mit.

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