Übersicht ist Trumpf

Das noch leere Hauptfenster möchte nun gefüllt werden. Dazu haben Sie die Wahl, leere Spuren anzulegen oder – falls vorhanden – Tonstücke zu importieren. Dabei zeigt sich Jokosher als wahrer Allesfresser und verdaut sowohl MP3 als auch WAV, OGG sowie alle anderen Formate, welche die Gstreamer-Plugins abdecken.

Nach einem Klick auf Add Instrument erscheint ein Auswahldialog, der mehrere Instrumente anbietet. Sowohl Bezeichnungen als auch Symbole dienen aber nur der Orientierung im Projekt: Technisch legen sie lediglich eine leere Tonspur ohne weitere Funktion an. Diese zeigt links ihre Bezeichnung sowie das gewählte Symbol, darunter sitzen vier Knöpfe.

Der erste macht die Spur "scharf" zur Aufnahme. Drücken Sie nun den Aufnahemschalter oben im Hauptfenster, landen die Tonsignale in der gewählten Spur (Abbildung 3). Der zweite Knopf schaltet die Tonspur stumm. Das ist praktisch, möchte man eine oder mehrere andere Spuren separat anhören. Die nächste Schaltfläche bewirkt das exakte Gegenteil: Sie schaltet mit einem Klick alle anderen Spuren stumm, sodass nur die gewählte zu hören ist. Über den vierten Knopf lässt sich die Spur mit Effekten belegen. Dazu öffnet sich ein neuer Dialog, in dem Sie die gewünschten Effekte zusammenklicken und konfigurieren. Wollen Sie diese später auch auf andere Spuren anwenden, speichern Sie das Ensemble als Preset ab.

Abbildung 3: Es kann losgehen: Die Tonspur ist angelegt und ausgewählt, ein Klick auf den Aufnahmeknopf startet die Aufzeichnung.

Schnittmuster

Eine vorhandene Tonspur mit Daten bearbeiten Sie ganz einfach per Mausklick. Ein Doppel-Linksklick teilt die Spur genau an der Zeigerspitze. Ein Klick auf die rechte Maustaste fördert ein kleines Kontextmenü zu Tage. Es bietet die Funktionen Ausschneiden, Kopieren und Einfügen sowie die Möglichkeit, die Tonspur zu teilen (Abbildung 4).

Wollen Sie die Lautstärke einzelner Bereiche verändern, geschieht dies über einen Linksklick bei gedrückter Umschalttaste. Im nun blau markierten Bereich verändern sie die Lautstärke einfach durch Ziehen des roten Kästchens ("Fade-Punkt"), das sich am Anfang und am Ende der Markierung befindet. Den markierten Bereich variieren Sie, indem Sie die Umschalttaste gedrückt halten, dort linksklicken, wo die Markierung beginnen soll, und dann mit gedrückter linker Maustaste den Bereich auswählen.

Unter der blauen Markierung befinden sich drei Schaltflächen. Die linke schneidet alles außerhalb der Markierung weg, der mittlere Knopf löscht bereits gesetzte Fade-Punkte. Der dritte Knopf schließlich lässt die Fade-Punkte einrasten: Jokosher verschiebt zwei gesetzte Fade-Punkte an den Anfang und das Ende der Markierung.

Abbildung 4: Nur was benötigt wird: Ist der Ausschnitt gefunden, der bleiben soll, löscht ein Druck auf Zuschneiden die Bereiche davor und dahinter.

Haben Sie alle Aufnahmen gemacht respektive alle Tonstücke importiert, schalten Sie durch einen Klick auf Audio Mixers in die Mixeransicht um (Abbildung 5). Dieser Bereich ist dazu gedacht, die Lautstärken der einzelnen Spuren anzupassen. Für jede einzelne Tonspur gibt es einen großen, vertikalen Regler. Ein weiterer Slider legt die Gesamtlautstärke des Stücks fest.

Über jedem Regler befindet sich ein kleiner Schalter, mit dem Sie den Regler verstecken, sobald die Lautstärke dieser Spur stimmt. Solche versteckte Regler bringen Sie bei Bedarf jederzeit durch einen Mausklick wieder zum Vorschein. Unter den einzelnen Reglern befinden sich Schaltflächen, die fast die gleichen Funktionen zur Verfügung stellen wie die Knöpfe unter den Icons in der Hauptansicht. Lediglich der Schalter für die Effekte fehlt.

Abbildung 5: Eine Frage der Einstellung: Die Lautstärken der einzelnen Tonspuren lassen sich in der Mixeransicht einfach anpassen. Nicht mehr benötigte Regler minimieren Sie.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2017: Perfekte Videos

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Huawei
Pit Hampelmann, 13.12.2017 11:35, 2 Antworten
Welches Smartphone ist für euch momentan das beste? Sehe ja die Huawei gerade ganz weit vorne. Bi...
Fernstudium Informatik
Joe Cole, 12.12.2017 10:36, 2 Antworten
Hallo! habe früher als ich 13 Jahre angefangen mit HTML und später Java zu programmieren. Weit...
Installation Linux mint auf stick
Reiner Schulz, 10.12.2017 17:34, 3 Antworten
Hallo, ich hab ein ISO-image mit Linux Mint auf einem Stick untergebracht Jetzt kann ich auch...
Canon Maxify 2750 oder ähnlicher Drucker
Hannes Richert, 05.12.2017 20:14, 4 Antworten
Hallo, leider hat Canon mich weiterverwiesen, weil sie Linux nicht supporten.. deshalb hier die...
Ubuntu Server
Steffen Seidler, 05.12.2017 12:10, 1 Antworten
Hallo! Hat jemand eine gute Anleitung für mich, wie ich Ubuntu Server einrichte? Habe bisher...