neon_brief.png

Leserbriefe

Interessant, aber zu teuer

LU 01/2009, S. 32: Ihren Bauvorschlag für einen stromsparenden Wohnzimmer-PC finde ich zwar sehr interessant, aber auch zu teuer. Wichtig ist ein Kompromiss zwischen Energieeffizienz, Leistungsfähigkeit, Lautstärke und Preis. Vor etwa einem Monat stand ich vor einem ähnlichen Problem – ich plante, einen Linux-Terminalserver auf FreeNX-Basis zusammenzubasteln, der ständig online bleibt. Nach umfangreichen Recherchen habe ich folgende Hardwarekonfiguration gewählt:

  • Gehäuse: Aerocool M40 schwarz; 45 Euro
  • Mainboard: Foxconn A7GM-S; 65 Euro
  • CPU: AMD Athlon64 X2 4850e; 50 Euro
  • CPU-Kühler: Arctic Cooling Alpine 64 PWM; 10 Euro
  • Speicher: 2 x 2048 MByte DDR2 Aeneon PC6400 CL 5; 33 Euro
  • Festplatte: Hitachi P7K500 500 GByte; 50 Euro
  • DVD-Writer: LG GH20N bare schwarz; 24 Euro
  • Netzteil: Be Quiet! Pure Power 80+ 300 Watt; 32 Euro
  • Lüfter 80 mm: 3 x Arctic Cooling FAN AF 8025PWM; 10 Euro
  • Lüfter 120 mm: Arctic Cooling FAN AF 12025PWM; 5 Euro

Hinzu kamen noch Versandkosten von 15 Euro, sodass sich der Gesamtpreis des Geräts auf 339 Euro beläuft. Als Betriebssystem dient Linux Mint 5 "Elyssa" in der 64-Bit-Version, das auf Ubuntu 8.04 LTS basiert. Alle Codecs, Java und ähnlichen Schnickschnack bringt Mint schon mit, zudem genießt man den Langzeitsupport von Ubuntu. Als Dienste laufen FreeNX, ein Webserver (Apache, PHP, MySQL) zur Webentwicklung und Vmware-Server. Um von unterwegs Zugriff auf meine Musik zu bekommen werde ich demnächst noch Jinzorra installieren (alternative: Firefly DAAP).

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meinem neuen System. Es ist schon cool, vom USB-Stick mit installiertem portablen NX-Client von unterwegs auf einer Windows-Kiste seinen eigenen Linux-Desktop zu starten ;-)) Peer Bode

Suse ist nicht Linux

LU 12/2008, S. 8: Der Leserbrief von Wolfgang Zenner ("Jetzt reicht es mir!") spült bei mir alte Erinnerungen wieder hoch. Ich hatte mit Suse 7.1 angefangen, habe mich allerdings ab der Version 9.0 endgültig von der Nürnberger Distribution verabschiedet. Ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie Wolfgang Zenner: Mit jeder Suse-Version funktionierte wieder mal etwas anderes nicht mehr, das ich zuvor mühevoll eingerichtet hatte. Es war furchtbar und brachte mich schier zur Verzweiflung.

Auch ich schimpfte auf Linux, statt auf Suse, und dachte, Windows wäre das einzig wahre Betriebssystem. Ich habe aus dieser Zeit noch einen nicht abgesandten Leserbrief an LinuxUser auf der Festplatte, in dem ich mich arg über Suse beklage. Auch ich machte den Fehler, Suse mit Linux gleichzusetzen – eine Ansicht, die in unserem Land bisher kaum tot zu bekommen ist. Ich gab aber nicht auf und schaute mich nach Alternativen um – und hatte Glück. Es war das Jahr 2004, als ich Ubuntu 5.04 "Hoary Hedgehog" kennen lernte. Und siehe da: Endlich gab es ein Linux-Betriebssystem, das im Gegensatz zu Suse einwandfrei funktionierte.

Tauchen mal Fragen oder tatsächlich Schwierigkeiten auf, bekommt man im Ubuntu-Forum einen Service, der seinesgleichen sucht und unbezahlbar ist. Inzwischen nutze ich Ubuntu 8.10 "Intrepid Ibex" und hab mir Suse nie wieder angetan. Mit Ubuntu funktioniert alles, von der Webcam bis zum WLAN. Ich habe keine Sehnsucht nach Windows, da es dort nichts mehr gibt, was sich nicht auch längst unter Linux machen lässt – und oft funktioniert es dort sogar viel besser. Mein Ubuntu mag ich auf meinem PC und auf meinem Laptop Acer Aspire 5920G nicht mehr missen, nicht um alle Fenster dieser Welt.

Über Windows-Probleme kann ich nur noch lachen. Selbst Win XP läuft unter Ubuntu im Fenster des Vmware-Servers. Gut, bei OCR gibt es noch Nachholbedarf, da macht Dualboot mit Windows noch Sinn. Das ist für mich allerdings auch das einzige. Andererseits habe ich aber auch keine Lust, unter Vista andauernd auf den kreisenden Cursor zu starren und unsinnige Fragen zu beantworten. Windows dient bei mir nur noch als Lückenfüller – und wenn das mit OCR mal klappt, fliegt es ganz von der Platte. Dietmar Schiwy

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Kommentare

Infos zur Publikation

LU 12/2016: Neue Desktops

Digitale Ausgabe: Preis € 5,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Drucker Epson XP-332 unter ubuntu 14.04 einrichten
Andrea Wagenblast, 30.11.2016 22:07, 2 Antworten
Hallo, habe vergeblich versucht mein Multifunktionsgerät Epson XP-332 als neuen Drucker unter...
Apricity Gnome unter Win 10 via VirtualBox
André Driesel, 30.11.2016 06:28, 2 Antworten
Halo Leute, ich versuche hier schon seit mehreren Tagen Apricity OS Gnome via VirtualBox zum l...
EYE of Gnome
FRank Schubert, 15.11.2016 20:06, 2 Antworten
Hallo, EOG öffnet Fotos nur in der Größenordnung 4000 × 3000 Pixel. Größere Fotos werden nic...
Kamera mit Notebook koppeln
Karl Spiegel, 12.11.2016 15:02, 2 Antworten
Hi, Fotografen ich werde eine SONY alpha 77ii bekommen, und möchte die LifeView-Möglichkeit nu...
Linux auf externe SSD installieren
Roland Seidl, 28.10.2016 20:44, 1 Antworten
Bin mit einem Mac unterwegs. Mac Mini 2012 i7. Würde gerne Linux parallel betreiben. Aber auf e...