Home / LinuxUser / 2009 / 02 / Fast sicher

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mageia 2 ist fertig
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.
AA_digittrade-rfid-platte.jpg

© LNM AG

Fast sicher

Per RFID verschlüsselte Festplatte von Digittrade

22.01.2009 Ob Urlaubsbilder oder E-Mails: Es gibt eigentlich auf fast jedem Rechner Dokumente, die nicht in fremde Hände gelangen sollen. Für mehr Sicherheit sorgen externe Festplatten mit Verschlüsselung.

Für 80 Euro bietet Digittrade eine externe SATA-Festplatte im 2,5-Zoll-Format an, die nicht nur 160 GByte Speicherplatz mitbringt, sondern die Dateien zusätzlich per RFID-Chip und der sehr sicheren 128-Bit-AES-Verschlüsselung vor Diebstahl sichern soll. Last but not least wirbt Digittrade auf der Verpackung auch mit Linux-Support – Grund genug für die Redaktion, sich die Platte näher anzusehen.

Einfache Handhabung

Die "Digittrade RFID Security 160GB" [1] lässt sich problemlos unter Linux in Betrieb nehmen. Schließen Sie die externe Disk über USB an den Rechner an, erkennt dieser zunächst kein Laufwerk. Erst wenn Sie einen der zwei mitgelieferten RFID-Schlüssel über das Gehäuse halten und die LED grün blinkt, erkennt Linux den mit NTFS ausgelieferten Datenträger. Dieser lässt sich nun nach Belieben formatieren oder partitionieren. Löblich: Das Handbuch bringt dazu einen ganzen Abschnitt mit, der die Partitionierung unter OpenSuse auf mehreren Seiten beschreibt. Die Platte arbeitet zudem sehr schnell: sie liest mit bis zu 29 MByte/s und schreibt mit maximal 27 MByte/s über USB 2.0. Zum Lieferumfang gehört auch ein Kunstleder-Etui.

Zweifelhafte Sicherheit

Komplett mit AES verschlüsselte Festplatten anderer Hersteller kosten normalerweise das Zwei- bis Dreifache der Digittrade-Platte und bringen für die Verschlüsselung einen einen eigenen Mini-Prozessor oder Chip mit. Wir demontierten deshalb das Gehäuse und suchten nach einem Bauteil, das für die Verschlüsselung in Frage kommt. Fündig wurden wir beim kleinen Chip mit der Aufschrift Innmax IM7206 (Abbildung 1, rot markiert). Eine kurze Recherche bei Google ergibt, dass es sich hierbei um einen Controller handelt, der gleichzeitig als USB-SATA-Brücke, RFID-Decoder und AES-Verschlüsselungschip arbeitet [2]. Laut einem Artikel von Heise-Online [3] nutzt er die AES-Verschlüsselung jedoch nur zum Verschlüsseln der ID des RFID-Chips, die eigentlichen Daten verbirgt das Digittrade-Gerät per XOR-Verknüpfung [4] vor dem Nutzer. Aus dem Gehäuse ausgebaut, lässt sich die Verschlüsselung daher durch eine so genannte Known-Plaintext-Attacke in wenigen Minuten knacken, sofern der Angreifer Teile von Dateien auf der Platte kennt.

Abbildung 1: Das kleine Innmax-Bauteil rechts von der Magnetspule arbeitet als RFID-Decoder, USB-SATA-Brücke und AES-Chip.

In unserem Testgerät war eine SATA-Festplatte von Toshiba verbaut. Je nach Kapazität – die Digittrade-Platte gibt es in verschiedenen Größen – finden Sie Harddisks von anderen Herstellern vor. Die Verschlüsselung erfolgt zwar über einen auf der Festplatte abgelegten Schlüssel, aber nicht in der Platte. Das wird spätestens dann klar, wenn man die Festplatte außerhalb des Gehäuses neu partitioniert und dabei die Partitionstabelle löscht, wie in unseren Tests geschehen: Wieder in das RFID-Gehäuse eingebaut, erkennt jeder Rechner sie ohne weiteres als externes Laufwerk und bindet die Partitionen ein. Eine Verschlüsselung ist nicht mehr möglich, der Schlüssel verloren.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

672 Hits
Wertung: 0 Punkte (1 Stimme)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

Zum Blog von Marcel Hilzinger →


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...