Übungen selbst anlegen

Während Sie bei kommerzieller Software in aller Regel für jede Jahrgangsstufe und jedes Unterrichtsfach eigene Module erwerben müssen, können Sie bei Jclic die gewünschten Übungen schnell und unkompliziert über das Autorensystem selbst entwerfen – und zusätzlich auch der Gemeinschaft zur Verfügung stellen.

Dazu dient das eigenständige Java-Programm jclicauthor.jar mitgeliefert, das über eine sehr leicht zu erlernende Oberfläche verfügt. Sie rufen die Software mit dem Befehl java -jar /PfadzuJclic/jclicauthor.jar auf. Über vier horizontal angeordnete Menüreiter stellen Sie anschließend das Grundgerüst für eine Übung bereit. Dabei geben Sie im ersten Reitermenü (Projekt) ausschließlich die Metadaten zum Projekt an und nehmen einige Einstellungen zum Erscheinungsbild vor.

Im zweiten Menü, Mediathek, speichern Sie Multimedia-Dateien, die in der Übung verwendet werden sollen. Dabei lassen sich sowohl Bild- als auch Ton- und Video-Dateien nutzen. Es empfiehlt sich aber, solche Inhalte nur sparsam zu dosieren, um nicht vom eigentlichen Zweck des Lernprojektes abzulenken. Jclic bringt übrigens bereits eine Anzahl an Audiodateien mit, die Sie für bestimmte Ereignisse – etwa das erfolgreiche Lösen einer Aufgabe – nutzen können.

Die eigentlichen Übungsinhalte legen sie im Reiter Übungen fest. Hier definieren Sie in vier ebenfalls horizontal angeordneten Untermenüs Umfang, Art und Erscheinungsbild der Übung sowie auch die Anweisungen, Hilfetexte und Informationen für den Nutzer. Eine Vorschaufunktion ermöglicht es, das Werk direkt während der Anlage anzusehen, um so Fehler möglichst frühzeitig zu korrigieren. In diesem Fenster lassen sich auch mehrere Übungen bearbeiten, die zum gleichen Projekt gehören (Abbildung 4).

Abbildung 4: In der Autorenkomponente von Jclic legen Sie mit wenigen Mausklicks neue Übungen an.

Der vierte Reiter (Sequenzen) schließlich dient der Steuerung des Ablaufs Ihrer Lehrmittel. Hier aktivieren Sie die einzelnen Steuerelemente aktiviert und ordnen sie individuell den Übungen zu.

Abschließend müssen das Projekt abspeichern, wobei Jclic es samt aller darin enthaltenen Übungen und auch den multimedialen Elementen in einem Zip-Archiv ablegt. Dies spart nicht nur Platz, sondern vermeidet auch "Datensalat" im Verzeichnis.

Fazit

Das Autorensystem Jclic bereichert den Schulunterricht mithilfe des Computers um eine wirklich innovative Variante. Die Software gefällt trotz ihres noch recht frühen Entwicklungsstadiums durch eine durchdachte Bedienung, den Verzicht auf ablenkenden Schnickschnack und den großen Funktionsumfang. Auch die für ein Java-Programm geradezu atemberaubende Geschwindigkeit fällt positiv auf. Nicht zuletzt zeigt diese innovative Software eindrucksvoll, welche Möglichkeiten eine partizipative Lernkultur ohne kommerzielle Restriktionen eröffnet.

[1] Jclic und Übungen herunterladen: http://clic.eduhi.at/index.php?TITEL=Impressum&imp=1.

[2] Sun-Java-Runtime: http://www.java.com/de/download/manual.jsp.

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