Buchtipp

22.01.2009

Inkscape – Zeichnen mit geschwungenen Linien

Mit Ihrem Buch "Inkscape" will Katharina Sckommodau Einsteiger ermutigen, die ersten Schritte in die Arbeit mit dem Vektorgrafikprogramm zu wagen. So liefert denn gleich das erste Kapitel auch die Grundlagen zu den Unterschieden zwischen Bitmapgrafiken und Vektorzeichnungen. Damit und mit ein wenig Farblehre haben Sie bereits alles an der Hand, um ersten Skizzen zu erstellen.

Das Buch trägt zudem der Tatsache Rechnung, dass die Software für Linux, Mac und Windows vorliegt. So zeigt die Autorin, wo sich die einzelnen Varianten in der Oberfläche unterscheiden. Im letzten Kapitel gibt sie auch noch einen Eindruck davon, wie sich Inkscape im Vergleich zu kommerziellen Programmen, wie Freehand und Illustrator schlägt.

Zwischen Einstieg und Schluss zeigt Sckommodau in acht Kapiteln, wie Sie die von Inkscape bereitgestellten Werkzeuge am besten für Ihre Zwecke einsetzen. Dabei belässt sie es nicht bei trivialen Beispielen, sondern führt Schritt für Schritt zu einer komplexen Grafik. Es empfiehlt sich für Neueinsteiger, die Kapitel nacheinander durchzuarbeiten, weil mitunter in einem Kapitel Kenntnisse aus einem vorhergehenden helfen.

Ein kleines Manko des Buchs: Es setzt das aktuelle Inkscape 0.46 voraus, das nicht alle Distributoren bereits integrieren. Wer die im Text beschriebenen Neuerungen einsetzen möchte, muss also unter Umständen auf die neueste Inkscape-Version aktualisieren. Hinweise zur manuellen Installation aber fehlen im Buch. (agr)

Infos

Katrin Sckommodau

Inkscape

Dpunkt, 2009

ISBN 978-3-89864-553-9

186 Seiten, 29 Euro

http://www.dpunkt.de

CSS – Webseiten gestalten mit standardkonformen Mitteln

Bei Gestalten von Webseiten hat sich in den letzten Jahren der Einsatz von Cascading Style Sheets weit verbreitet. Die Technik erlaubt es, unabhängig von der Dokumentenstruktur Elemente zu gestalten, zu positionieren und sogar aus dem Elemente-Baum herauszunehmen. So umfangreich die Möglichkeiten von CSS sind, so komplex gerät manchmal auch das entsprechende Stylesheet.

Wer sich zwischen Selektoren und Pseudoklassen verirrt hat, dem hilft "CSS kurz & gut" schnell wieder auf den rechten Weg. Hinter dem englischen Original steckt der bekannte Autor und Web-Entwickler Eric Meyer, einer der Evangelisten in Sachen CSS. Der Leser darf also kompetente Informationen erwarten. In einem kurzen Teil vor der eigentlichen Referenz beschreibt Meyer die Konzepte, die hinter CSS stehen. Darauf folgen dann die Erläuterungen zu den einzelnen CSS-Elementen. Dieser Teil eignet sich jedoch nicht als Einstieg in die Technik, sondern nur als Gedächtnisstütze.

Die mittlerweile dritte Auflage des kleinen Buchs behandelt die Standards CSS2 sowie CSS2.1. Eine alphabetische Referenz listet die Eigenschaften mit Startwert, Beschreibung und kurzen Beispielen. Außerdem finden Sie jeweils die Browsernamen bei jedem Eintrag, die die Eigenschaft unterstützen. Für Neulinge in Sachen CSS empfehlen sich andere Bücher. Wer aber täglich mit der Materie zu tun hat, dem hilft das Buch immer wieder auf die Sprünge. (agr)

Infos

Eric A. Meyer

CSS kurz & gut

O'Reilly, 2009

ISBN 978-3-89721-548-1

150 Seiten, 9,90 Euro

http://www.oreilly.de

Nostradamus, Brieftauben und Leberkäse im Dienstfunk

Die Vielfalt der Steganografie sei beträchtlich, lässt uns Klaus Schmeh im Vorwort zu seinem Buch wissen, trotzdem habe er beim Schreiben auf einen "allzu systematischen" Aufbau verzichtet. Eine klare Fehlentscheidung, denn so legt er statt einer "faszinierenden Geschichte der Steganografie" nur ein wüstes, weder historisch noch technisch geordnetes Sammelsurium von Anekdoten, Mähren und Geschichten rund um das Verstecken von Daten vor.

Dabei reicht die Bandbreite von Spickzetteln und gezinkten Karten über Tote Briefkästen, Brieftauben und Plagiatsfallen bis zu rückwärts gespielten Popsongs und Uri Geller. Zwar lässt sich Schmeh einerseits kapitelweise über Humbug wie vermeintliche Bibel-, Da-Vinci- und Pyramiden-Codes aus, widmet aber andererseits der Steganografie auf dem PC ganze zehn Seiten – da enthalten die in LinuxUser in den letzten zwei Jahren erschienen Artikel zum Thema schon mehr Informationen, und vor allem handfestere.

Insgesamt macht Schmehs Buch den Eindruck einer nicht final geordneten Stoffsammlung, die der Autor noch dazu just da abgebrochen hat, wo es wirklich interessant würde: beim aktuellen Einsatz von Steganografie. Schade eigentlich, das Thema hätte etwas Besseres verdient.

Infos

Klaus Schmeh

Versteckte Botschaften

Dpunkt, 2009

ISBN 978-3-936931-54-9

246 Seiten, 18 Euro

http://www.dpunkt.de

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