Neues rund um Linux

Aktuelles

22.01.2009

Drei Atom-Rechner von MSI mit Suse Linux

MSI (http://www.msi-computer.de) hat heute drei neue Desktop-Systeme mit Atom-N270-Prozessor vorgestellt: zwei Neton-Modelle mit 16- oder 19-Zoll-Display sowie das Display Attached Device (DAD) MSI Wind Netbox .

Die drei MSI-Rechner setzen die selbe CPU (Atom N270) und den gleichen Grafikchipsatz (945 GSE) ein. Die für die Montage an einen TFT-Monitor geeignete DAD-Box bringt 1 GByte RAM und eine 120 GByte große Festplatte mit, die Desktop-Modelle verfügen über 2 GByte Hauptspeicher und eine 160-GByte-Festplatte. Die beiden Neton-Modelle unterscheiden sich nicht nur in der Displaygröße: das Display des 19-Zoll-Modells ist zugleich ein Touchscreen. Die Auflösung fällt bei beiden Rechnern mit 1366 x 768 Bildpunkten gleich aus. Für die Desktop-Modelle stehen als Betriebssystem außer Suse Linux Enterprise Desktop auch Windows XP und Vista Home Basic zur Auswahl.

Alle drei Rechner sollen laut MSI ab Januar verfügbar sein. Die Preise für das 16-Zoll-Neton beginnen bei 500 Euro, das 19-Zoll-Modell kostet in der Standardausstattung 600 Euro. Bei der Netbox gibt MSI einen empfohlenen Verkaufspreis von 270 Euro an.

Die MSI-Wind-Netbox mit Atom-N270-CPU, 1 GByte Arbeitsspeicher und 120-GByte-Festplatte logiert direkt auf der Rückseite eines Bildschirms.

"Yo Frankie" für alle

Das freie Spiel "Yo Frankie" (http://www.yofrankie.org), das wahlweise die Blender- oder Crystalspace-Engine verwendet, steht nun für alle Spieler zum Download bereit. Protagonist Frankie, der prominente Kurzkopfgleitbeutler aus "Big Buck Bunny", lässt sich auf dem heimischen PC Schafe werfend durch die Botanik steuern. Zwei Versionen des Spiels stehen auf der offiziellen Projektwebseite zum Download bereit: eine 206 MByte große Version für die Blender-Game-Engine sowie eine Zero-Install-Version für die Crystalspace-Engine.

Finanziert wurde die Entwicklung des Open-Source-Spiels unter anderem durch zahlreiche DVD-Käufer, die im Vorfeld quasi die Katze im Sack erwarben, um die Arbeit in einem Amsterdamer Studio vorzufinanzieren. Als Belohnung kamen sie als erste in den Genuss der fertigen DVD-Version des Jump-and-Run-Spieles. Nun steht das Spiel auch für alle anderen Interessierten zur Verfügung.

Wer sich nun fragt, ob "Yo Frankie" auf seinem betagten Rechner läuft, dem hilft vielleicht die Auskunft des deutschen Crystalspace-Entwicklers Frank Richter weiter: Er nennt als Voraussetzungen eine CPU ab etwa 1,5 GHz Taktrate mit 512 MByte RAM und eine OpenGL-2.0-fähige Grafikkarte. Letztere ist bei der Crystalspace-Version unabdinglich, bei der Blender-Variante optional.

In "Big Buck Bunny" trietzte er noch Kaninchen, jetzt legt sich Kurzkopfgleitbeutler Frankie mit größeren Gegner an.

Dell Inspiron Mini 12 jetzt mit Ubuntu 8.04

Linux-Anhänger brauchen meist mehr Geduld, bis die Hersteller sie mit Hardware versorgen. Das war auch beim Dell Inspiron Mini 12 der Fall – das Modell mit Windows Vista Basic bekam den Vortritt (siehe LinuxUser 12/2008). Jetzt ist Dells Kleinst-Notebook endlich mit Ubuntu zu haben (http://tinyurl.com/lu0902-mini12).

Der 1,23 Kilo leichte Inspiron Mini 12 besitzt ein 12,1-Zoll-WXGA-Display mit 1200 x 800 Bildpunkten. Als Herz des Systems dient eine schnelle Intel-Atom-CPU (1,33 oder 1,6 GHz Taktrate, 512 KByte L2-Cache, 533 MHz FSB), die auf 1 GByte DDR2-Arbeitsspeicher zugreift. Als Massenspeicher kommt eine Festplatte mit 40 oder 80 GByte Kapazität zu Einsatz. Zur Außenwelt nimmt der Mini 12 via Fast-Ethernet, 802.11b/g-WLAN oder das integrierte Bluetooth-Modul Kontakt auf. Die Peripherie bedienen drei USB-2.0-Ports, ein 3-in-1-Cardreader, Lautsprecher- und Mikro-Ausgang sowie ein VGA-Anschluss. Auch eine 1,3-Megapixel-Webcam ist mit an Bord.

Dem vorinstallierten Ubuntu 8.04 LTS hat Dell eine hauseigene Oberfläche spendiert (http://linux-community.de/Artikel/17600/), den "Dell Launcher". In der Grundkonfiguration kostet der Dell Inspiron Mini 12 ab 429 Euro plus 29 Euro Versandkosten.

Jetzt auch mit Ubuntu 8.04 LTS zu haben: Der pfiffige Inspiron Mini 12 von Dell.

Amarok 2 für KDE 4 ist fertig

Nach zwei Jahren intensiver Arbeit der Entwickler erschien Mitte Dezember die lange erwartete Version 2 des beliebten KDE-Audioplayers Amarok. Bei ihr handelt es sich nicht nur um eine Aktualisierung, sondern um eine komplette Neufassung. Amarok 2 nutzt nun mit Solid, Phonon und Plasma nicht nur die Komponenten von KDE 4, auch das Scripting-API und die Integration von Plugins funktionieren besser. Über das neue Dienste-Framework lassen sich unter anderem Webservices von GetHotNewStuff und Kde-apps.org integrieren.

Die frisch konzipierte GUI sieht nicht nur besser aus, sondern bietet ganz neue Möglichkeiten: So bestimmen die Anwender selbst, wie die Kontext-Ansicht in der Mitte aussieht und welche Informationen zu den Songs dort erscheinen. Noch stärker als bisher integrieren die Entwickler des freien Musikplayers Dienste aus dem Internet, darunter Magnatune, Jamendo, Mp3tunes, Last.fm, Shoutcast und Ampache.

Es gibt jedoch auch Einschränkungen: Amarok 2 beherrscht noch nicht alle Features von Amarok 1.4. So kehren Filter und Warteschlangen für die Playlist erst in einer der nächsten Versionen zurück. Auch Visualisierung und die Unterstützung für portable Mediaplayer gibt es erst dann, wenn KDE 4 diese Features gut unterstützt.

Amarok 2 verstärkt die Integration von Webdiensten wie Magnatune, Jamendo, Mp3tunes, Last.fm, Shoutcast und Ampache.

UMTS-Stick mit Flatrate von Fonic

Spontanes Surfen ohne Festnetzanschluss kann ganz schön teuer sein. Wer jedoch einen Surf-Stick von Fonic mit dem entsprechenden Tarif besitzt, surft für 2,50 Euro einen ganzen Tag lang frei – über Umtsmon oder Kmobiletools auch unter Linux. Der Fonic Surf Stick (http://www.fonic.de) kostet 100 Euro (inklusive 10 Euro Startguthaben) und kommt mit einer passenden SIM-Karte, die man auch zum Telefonieren nutzen kann. Die Kosten bleiben dabei überschaubar: Telefonieren und SMS-Versand schlagen mit 9 Cent pro Minute respektive SMS zu Buche. Der Huawei-E160-Stick stellt neben dem UMTS/HSDPA-Modem einen Kartenleser für Micro-SD-Karten bereit, der auch unter Linux seinen Dienst verrichtet. Eine Kurztest zum Fonic Surf Stick lesen Sie auf LinuxCommunity.de (http://tinyurl.com/lc74779).

Mit dem Fonic Surf Stick samt Tagesflatrate sind Sie für 2,50 Euro pro Tag auch mobil im Netz.

10-Zoll-Netbook von Belinea mit Linux

Belinea war einst für gute und preiswerte Monitore bekannt, bis die Mutterfirma Maxdata insolvent wurde. Jetzt gibt es unter dem alten Brand – ihn hat der Wittmunder Brunen-IT-Konzern übernommen – wieder neue Geräte. Dazu zählt auch ein erstes Netbook: Beim Belinea o.Book xs handelt es sich um eine optisch leicht aufgepeppte Version und etwas teurere Variante des One A560/570. Das 1,3 kg schwere System kostet mit Windows XP 370 Euro, mit Linux 20 Euro weniger.

Das Belinea o.Book xs bringt eine 160-GByte-Festplatte, 1 GByte Arbeitsspeicher, einen Kartenleser, 3 USB-Anschlüsse und WLAN nach 802.11a/b/g mit. Das Display im 10-Zoll-Format zeigt 1024 x 600 Pixel an, als Prozessor kommt Intels Atom N270 zum Einsatz. Welches Linux auf dem Belinea-Netbook vorinstalliert ist, verrät die Homepage nicht, es dürfte sich jedoch um Ubuntu handeln.

10-Zoll-Netbook mit gefälligem Design: Das Belinea o.Book xs mit Atom N270, 1 GByte RAM und 160-GByte-Harddisk.

Python 3.0 mit zahlreichen Änderungen

Die Entwickler der freien Programmiersprache Python haben offiziell die Version 3.0 alias Python 3000 oder auch Py3k freigegeben. Sie bringt zahlreiche Änderungen im Vergleich zur Vorgängerversion 2.6 und ist erstmals nicht rückwärtskompatibel. Dafür, so die Entwickler, habe man lange bekannte Auswüchse und eine Menge überflüssigen Code beseitigt. Eine eigens eingerichtet Seite stellt die Änderungen vor und liefert zahlreiche Beispiele (http://docs.python.org/dev/3.0/whatsnew/3.0.html).

Die teils recht grundsätzlichen Änderungen erfordern oft Modifikationen im Quellcode von Python-Anwendungen, die mit der neuen Version laufen sollen. So mutierte etwa das Statement print zur entsprechend zu parametrisierenden Funktion print(); einige gängige Schnittstellen produzieren nicht mehr Listen, sondern Views und Iteratoren. Desweiteren unterscheidet Py3k strikt zwischen Text (strg) und dessen codierter Repräsentation bytes, deren Mischen Python 2.x unter bestimmten Bedingungen noch zuließ. Für die Portierung von bestehendem Code von Python 2.x nach Py3k liefern die Entwickler zahlreiche Empfehlungen sowie das Übersetzungswerkzeug 2to3.

Py3k-Quellpakete, das Changelog und ein ausführliche Dokumentation finden Sie unter http://www.python.org/download/releases/3.0/.

Ubuntu 9.04 nimmt Nouveau-Treiber für Nvidia-Karten auf

Die in mehreren Jahren zäher Arbeit und Reverse-Engineering entwickelten freien Nouveau-Treiber für Nvidia-Grafikkarten (http://nouveau.freedesktop.org/wiki/) sollen im Repository der nächsten Ubuntu-Release mit der Nummer 9.04 landen. Ubuntu-Benutzer, die sich mit den proprietären Nvidia-Treibern nicht anfreunden können und denen die xf86-nv-Treiber nicht genügend Features aufweisen, bekommen so eine weitere – über das Repository einfach zu installierende – Alternative. Nouveau kann mit Grafikchips von Nvidia aus den Serien Riva, Geforce und Quattro umgehen.

Lenovo-Netbooks mit Suse

Lenovo hat ab sofort die Atom-Netbooks Ideapad S9e (8,9 Zoll, 1024x600 Pixel) und S10e (10,1 Zoll, 1024x576 Pixel) mit Suse Linux Enterprise Desktop im Angebot des deutschen Fachhandels. Zur Ausstattung zählen bis zu 1,5 GByte Arbeitsspeicher, WLAN, Webcam, zwei USB-Ports, 4-in-1-Kartenleser und optional Bluetooth. In Sachen Massenspeicher kann man zwischen SSDs und Festplatten bis 160 GByte Kapazität wählen. @NL:Die integrierte Splashtop-Technologie sorgt für einen Schnellstart: Nach einem Druck aufs Knöpfchen fährt der Rechner in Sekunden eine rudimentäre Kommunikationsumgebung hoch, über die man chatten, im Web surfen, E-Mails abrufen und über Skype auch Video-Konferenzen abhalten kann. Die Preise für Lenovos Linux-Netbooks starten bei 300 Euro.

Lenovos Ideapad S10e gibt es in Rot, Schwarz und Weiß, das S9e nur in Schwarz.

Novell steigert Linux-Umsatz kräftig

Für das am 31. Oktober beendete Geschäftsjahr 2008 meldet Novell (http://www.novell.com) einen Umsatz von 957 Millionen US-Dollar und einen Verlust von rund 9 Millionen US-Dollar. Im Geschäftsjahr 2007 war ein Verlust von 44 Millionen US-Dollar angefallen. Aufgesplittet in einzelne Geschäftsbereiche erzielte Novell einen Umsatz von 129 Millionen Dollar mit "Open Platform Solutions", davon 120 Millionen mit Linux, was einem Plus von 38 Prozent entspricht. Der Bereich "Identity und Security Management" steht mit 137 Millionen Jahresumsatz in den Büchern, 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz aus "Systems und Resource Management" beläuft sich auf 170 Millionen Dollar, der aus den Workgroup-Produkten auf 366 Millionen.

KURZ NOTIERT

Intel arbeitet derzeit an einer Linux-Unterstützung für USB 3.0 (http://sarah.thesharps.us/2008-12-07-13-35.cherry). Die neue Schnittstelle verspricht mit bis zu 5 Gbit/s eine zehnmal schnellere Datenübertragung als der aktuelle Standard USB 2.0.

Die Free Software Foundation hat den Netzwerk-Giganten Cisco verklagt (http://www.fsf.org/news/2008-12-cisco-suit), weil dessen Tochter Linksys mit ihren Produkten diverse GPL-lizenzierte Programme vertreibt, ohne den Quellcode herauszugeben. Dazu zählen etwa die GNU C Library, die GNU Coreutils, GNU Readline, GNU Parted, GNU Wget, die GNU Compiler Collection, die GNU Binutils und der GNU Debugger.

Das Major-Release Wordpress 2.7, Codename "Coltrane" (http://wordpress.org), bringt nicht nur unter der Haube zahlreiche Neuerungen mit: Anwender erreichen die meisten Funktionen des Blogsystems nun mit deutlich weniger Mausklicks und können das Dashboard per Drag&Drop individuell gestalten.

Ab der Version 11.1 integriert OpenSuse als zweite Distribution das ursprünglich von Fedora gestartete Programm Smolt (https://fedorahosted.org/smolt/wiki). Das Tool schickt auf freiwilliger Basis anonymisierte Daten über Hardware und System an eine zentrale Datenbank.

Google hat ein Handbuch über die Sicherheit von Webbrowsern unter einer freien Lizenz veröffentlicht: Das Browser Security Handbook (http://code.google.com/p/browsersec/) richtet sich an Webentwickler, Browser-Programmierer und Security-Interessierte.

Novells Moonlight (http://go-mono.com/moonlight/), die Linux-Implementierung von Microsofts Silverlight-1.0-Technologie, liegt jetzt in Form eines Firefox-Plugins als Beta-Version für 32- und 64-Bit-Linux-Systeme vor. Der Adobe-Flash-Konkurrent kommt mit den Videocodecs WMV1 bis WMV3, WMVA sowie WMVC1 klar und unterstützt auf Audio-Seite WMA7 bis WMA10 sowie MP3.

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