Neues auf der aktuellen Heft-DVD

18.12.2008

Wenn im Wohnzimmer die Glotze flimmert, kommt das Programm heute schon oft von einem Media-PC. Unser Schwerpunkt in dieser Ausgabe widmet daher auch dem Einsatz von Linux als System für einen zentralen Rechner, der Multimedia-Daten verwaltet. Dank des außerordentlich flexiblen Aufbaus macht es dabei eine gute Figur.

Mit der Zeit haben sich selbstverständlich Spezialisten unter den Distributionen herauskristallisiert, die sich besonders gut für den Einsatz auf einem Media-PC eignen: Dazu gehört natürlich die aktuelle Mythbuntu 8.10. Mit seinem umfassenden Support für Codecs und Hardware markiert sie den Stand der Dinge in Sachen Multimedia.

Die Entwickler nahmen ein Ubuntu-System zur Basis und bauten es so um, dass es alle wichtigen Applikationen, Programme und Bibliotheken für den Audio- und Video-Genuss entweder gleich mitbringt oder diese sich sehr leicht nachinstallieren lassen. Darüber hinaus profitieren Sie von allen Vorzügen eines Ubuntu-Systems, die sich vor allem in einfacher Wartung und kinderleichtem Bedienkonzept niederschlagen.

Auf dem Datenträger finden Sie das System einmal als bootfähige Version, die Sie direkt über das Startmenü hochfahren. Außerdem haben wir das ISO-Image mit auf die DVD gepackt. Damit erstellen Sie sich bei Bedarf auch einen einzelnen Datenträger, der ausschließlich Mythbuntu enthält.

Falls Sie nach einer schlanken Alternative zu Mythbuntu suchen, lohnt sich der Griff zu FreeVo Live. Auch hier haben Sie wieder die Auswahl zwischen einer Version, die Sie direkt über das Bootmenü der Heft-DVD starten. Daneben finden Sie auf dem Datenträger selbst auch das ISO-Image der Distribution.

Freevo zeichnet sich vor allem durch ein schlankes Grundsystem aus, dass Sie nach der Installation durch Plugins um die Funktionen erweitern. Das Python-basierte System bringt eine ausgklügelte Client-Server-Architektur mit und eignet sich daher ausgezeichnet für den Betrieb in einem Netzwerk. Mehr zu Freevo und zwei weiteren Alternativen zu Mythbuntu lesen Sie in dieser Ausgabe.

Wer sich daran macht, einen PC zum Media-Center umzubauen, der tut gut daran, die Hardware vorher gründlich zu untersuchen und vorzubreiten. Hierbei hilft das Duo SysRescCD 1.1.1 und GParted Live 0.3.9. Mit SysRescCD checken Sie bei Bedarf Dateisysteme, reparieren kaputte Partitionstabellen und retten Daten von alten Systemen. Mit GParted verpassen Sie dem Rechner vorab das richtige Plattenlayout, sodass Sie beim Installieren des Media-Centers direkt durchstarten können.

Programme auf der Heft-DVD

Wie gewohnt finden Sie auf der Heft-DVD die Programme zu den Artikeln im Heft. So zum Beispiel das Audioprogramm Exaile [1]. Es schickt sich an, mit bekannten Größen wie Rhythmbox oder Amarok gleichzuziehen. Dabei gibt es zwar noch ein wenig Nacholbedarf, aber die bereits vorhanden Funktionen machen das Programm nichtsdestotrotz zu einer interessanten Alternative. Bietet Ihre Distribution der Wahl die Software nicht über die Repositories an, finden Sie die Programmdaten unter LinuxUser/exaile/ auf der Heft-DVD.

Die Spielkonsole Wii hat sich in vielen Wohnzimmern fest etabliert. Wir zeigen, wie Sie unter Linux mit der Wiimote, der Fernsteuerung der Konsolen-Hardware, eine Präsentation steuern. Dazu braucht es dank offner kompatibler Schnittstellen nur ein kleines Zusatzprogramm, und schon geht es los. Die Software finden Sie im Verzeichnis LinuxUser/wiimote/ auf der DVD, einen passenden Artikel finden Sie ebenfalls im Heft [2].

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