Multimedia-Center liegen schwer im Trend – nicht zuletzt deswegen, weil sie die Funktionen einer Vielzahl von Geräten in sich vereinen. So spielen sie Filme und Musik ab oder sorgen mit einer Diaschau für einen geruhsamen Abend. Die Multimedia-Box 1TB von Digittrade [1] bringt eine 1-TByte-Festplatte mit und stellt neben diversen USB-Anschlüssen auch einen Fast-Ethernet-Port bereit, über den sie das Gerät ins heimische LAN einbinden. Auch der Preis von 219 Euro kann sich angesichts der Funktionsvielfalt sehen lassen.
Hardware
Digittrade liefert das Gerät (Abbildung 1) mit einem USB-Anschlusskabel, einem Netzteil, einer Fernbedienung samt Batterien sowie den benötigten Videokabeln aus. Schon beim Auspacken stellt sich die erste Ernüchterung ein: Die Festplatte wackelt im wenig wertigen Plastikgehäuse spürbar herum. Als Ursache entpuppt sich eine gebrochene Festplattenhalterung – ob ein Materialfehler oder ein Transportschaden vorliegt, ließ sich nicht abschließend klären. Zu dem Schaden mag aber beigetragen haben, dass die Platte an nur zwei der vorhandenen vier Befestigungspunkte angeschraubt war. Einen nachträglichen Austausch des Massenspeichers hat der Hersteller übrigens offenbar nicht vorgesehen – der Deckel des Gehäuses lässt sich nicht ohne Beschädigungen abnehmen.
Beim ersten Einschalten folgt sogleich die zweite Enttäuschung: Die Mediabox surrt in einer auf die Dauer ziemlich nervtötenden Tonlage vor sich hin. Als Ursache dafür stellt sich schnell der kleine Lüfter auf der Gehäuserückseite heraus.
Als Festplatte kommt laut Digittrade eine 1-TByte-SATA-Festplatte von je nach Anbieterlage wechselnden Herstellern zum Einsatz. In unserem Testgerät steckte eine Disk von Western Digital aus der Caviar-Green-Serie (WD10EACS). Der mit einer SATA-II-Schnittstelle versehene Datenträger arbeitet mit 7200 Umdrehungen pro Minute und besitzt einen 16 MByte großen Pufferspeicher. Die durchschnittliche Zugriffszeit liegt bei 8,9 ms, der Verkaufspreis zwischen 90 und 100 Euro. Der Hersteller hat die Platte in zwei Partitionen mit je 465 GByte aufgeteilt und die erste davon mit FAT32, die zweite mit NTFS formatiert.
Anschlüsse
Die Box besitzt zwei USB-Anschlüsse. Einer davon dient zum Einstecken portabler Massenspeicher, wie etwa USB-Sticks oder Wechselfestplatten. Die dürfen bis zu 750 GByte Kapazität aufweisen, müssen aber entweder mit NTFS oder FAT32 formatiert sein. Der zweite Anschluss ermöglicht die Verbindung mit PCs und erlaubt es damit, das Gerät als externe Festplatte zu betreiben. Um Bilder direkt von einer Kamera auf die Box zu übertragen, nutzen Sie den SD-Karten-Slot, der SSD- und MMS-Karten bis zu einer Größe von 4 GByte verwaltet. Darüber hinaus verfügt das Gerät über einen 10/100-Mbit/s-LAN-Anschluss sowie drei Video-Ein- und Ausgänge in Form von 3,5mm-Klinkenbuchsen. Eine davon gibt das Signal im High-Definition-Format (wahlweise 720p oder 1080i) an den Fernseher weiter. Ein HDMI-Ausgang fehlt jedoch ebenso wie eine Verbindungsmöglichkeit via WLAN oder Bluetooth – beides lässt sich auch nicht nachrüsten.



