Debian Pure Blends

Offizielle Unterprojekte von Debian heißen künftig "Debian Pure Blends", da der bisherige Name "Debian Custom Distributions" missverständlich war. Pure Blends basieren auf Debian, greifen auf das Hauptarchiv zu, bieten aber eine spezialisierte Auswahl an. Zurzeit gibt es folgende Blends: Debian Edu für Schulen, Debian GIS für geografische Informationssysteme, Debichem mit Chemieprogrammen, Demudi (64Studio) für Multimedia-Produktionen, Debian Med für das Gesundheitswesen und Debian Science mit wissenschaftlicher Software verschiedener Fachrichtungen. Unter http://cdd.alioth.debian.org/blends finden Sie ausführliche Informationen zu den einzelnen Blends.

Kurz notiert

Laut Paul Frieds, Mitglied im Fedora-Entwicklerteam, ist Fedora die am weitesten verbreitete Distribution. Nach seinen Angaben weist Fedora zwischen 9,5 und 10,5 Millionen Installationen auf und liegt dabei deutlich vor Ubuntu, das eine Zahl von über 8 Millionen Installationen für sich beansprucht. Die Zahlen beider Distributoren gilt es allerdings mit Vorsicht zu genießen, da sich Linux als freies System ja auf beliebig vielen Rechnern installieren lässt.

Schon kurz nach der Freigabe von Ubuntu 8.10 haben die Entwickler die erste Alpha-Version der für April 2009 vorgesehenen Ubuntu 9.04 zum Download freigegeben. Die Änderungen in der aktuellen Alpha beschränken sich auf die Integration des neuen Kernels 2.6.27 und den Abgleich der Repositories mit denen von Debian "Sid". Auf einen Developer Summit Anfang Dezember 2008 beraten die Entwickler über die Änderungen für die nächste Version. Als wichtigste Ziele stehen schon jetzt Verbesserungen beim Support für mobile Geräte, ein schnellerer Systemstart und verbesserte Backup-Funktionen fest.

Debian "Etch" (http://www.debian.org) steht als aktualisierte Version Debian 4.0r5 zum Download bereit. Die Entwickler integrierten in den stabilen Zweig der Distribution alle Updates und Sicherheitsaktualisierungen. Wer sein System regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht hat, braucht Debian 4.0r5 nicht: Das System ist für Neuinstallationen gedacht und erspart den Download zahlreicher Patches und neuer Softwareversionen.

Die Systembauanleitung Linux From Scratch (LFS) (http://www.linuxfromscratch.org) liegt in Version 6.4 vor. Das Projekt liefert keine Distribution, sondern eine Anleitung, wie Sie ein System komplett aus den Quelltexten zusammenstellen und in Betrieb nehmen. Auf diese Weise vermittelt LFS tiefgreifende Kenntnisse über Linux-Systeme. LFS 6.4 setzt auf Kernel 2.6.27.4, Glibc 2.8 und GCC 4.3.2. Eine deutsche Version des Buches findet sich unter http://oss.erdfunkstelle.de/lfs-de/ und auf der Heft-DVD dieser Ausgabe.

Unter http://screenshots.debian.net sammeln Debian-Entwickler um Christoph Haas Screenshots aller in Debian enthaltenen Programme, um Benutzern vor der Installation einen visuellen Eindruck von Programmen zu ermöglichen. Jeder darf Bilder zur Sammlung beisteuern. Allerdings landen die Screenshots erst nach der Freigabe durch einen Administrator in der Galerie. Zur Zeit enthält die Sammlung etwa 400 Abbildungen, die Debian-Repositories enthalten knapp 20 000 Programme.

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