Ddrescue hilft bei der finalen Datenrettung

Das Ableben einer Festplatte trifft den Anwender meist wie der Blitz aus heiterem Himmel. Steht kein aktuelles Backup parat, kann nur ein Tool wie Ddrescue den Daten-GAU noch verhindern. Dazu liest Ddrescue die beschädigte Partition blockweise aus und fügt alle noch lesbaren Daten zu einer Dump-Datei auf einer sicheren Partition zusammen. Trifft das Programm beim Lesen auf einen defekten Block, überspringt es diesen und fährt mit dem nächsten lesbaren fort. Bei einem erneuten Aufruf mit den selben Parametern versucht Ddrescue noch einmal den defekten Block auszuwerten. Mit etwas Glück gelingt dem Tool im zweiten Anlauf das Auswerten des angeschlagenen Blocks – erfahrungsgemäß ist die Chance jedoch eher gering.

Damit möglichst viele Daten gerettet werden, passen Sie über Kommandozeilenparameter die zu verwendende Datenblockgröße an und legen die maximale Anzahl der Fehler pro Bereich fest. Weitere Parameter definieren, wie oft Ddrescue die Auswertung eines fehlerhaften Bereiches versucht, bevor es fortfährt. In jedem Fall empfiehlt sich der Einsatz einer aktuellen Ddrescue Version, da die Entwickler das Tool permanent optimieren und mit neuen Funktionen ausstatten.

Ddrescue 1.9

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://www.gnu.org/software/ddrescue/ddrescue.html

Wertung

Nach einem Plattenausfall hilft Ddrescue, zu retten, was noch zu retten ist. Als Ersatz für eine gute Backup-Strategie eignet sich das Programm aber nicht.

Mit Net Activity Viewer alle Netzwerkverbindungen im Blick

Spätestens, wenn die Daten aus dem Internet nur schleichend eintreffen, fragt man sich, welche Verbindungen wohl gerade die Bandbreite auffressen. Die Antwort darauf gibt der Net Activity Viewer. Die Gtk-basierte Oberfläche des Werkzeugs erleichtert dabei besonders Einsteigern den Blick auf die Netzwerkverbindungen.

Nach dem Programmstart listet der Net Activity Viewer tabellarisch alle Ports auf, an denen ein Dienst auf eingehende Anfragen wartet, sowie die zugehörigen Verbindungen. Dabei sorgen gegebenenfalls benutzerdefinierte Filter für mehr Übersicht, die sich auf alle Felder der Tabelle anwenden lassen. Zur besseren Lesbarkeit der einzelnen Einträge löst das Programm auf Wunsch die DNS-Namen auf und benennt den Dienst namentlich, der sich hinter einem Port verbirgt. Letzteres klappt jedoch nur, wenn ein entsprechender Eintrag in der Datei /etc/service existiert.

Per Vorgabe frischt der Net Activity Viewer die Anzeige jede Sekunde auf, das Intervall lässt sich jedoch je nach Bedarf verkürzen oder verlängern. Wollen Sie die Ausgabe in Ruhe betrachten, schalten Sie die automatische Aktualisierung einfach ab und laden die Daten im Bedarfsfall neu.

Net Activity Viewer 0.4

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://netactview.sourceforge.net/index.html

Wertung

Mit dem Net Activity Viewer werfen Sie einen schnellen Blick auf bestehende Netzwerkverbindungen. Durch seine Oberfläche erleichtert das Tool insbesondere Einsteigern die Orientierung.

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