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Twitter-Clients im Kurztest

Zwitscher, Zwitscher

Die SMS fürs Web 2.0 heißt Twitter. Auch wenn der Dienst zunächst recht sinnfrei erscheint, ruft er bei vielen Anwendern schnell ein Suchtverhalten hervor. Da dürfen Linux-Nutzer natürlich nicht fehlen.

Das Verb "to twitter" stammt aus dem Englischen und lässt sich mit "zwitschern" übersetzen. Für die eher banalen Antworten auf die Frage "Was machst du gerade?" interessiert sich meist nur ein kleiner Nutzerkreis – dennoch erfreut sich der Dienst zunehmender Beliebtheit. Selbst größere Veranstalter und Firmen halten ihre Gäste und Kunden mittlerweile über Twitter auf dem Laufenden, es gibt also sinnvolle Anwendungsfälle.

Das Prinzip ist einfach: Sie melden sich auf der Twitter-Webseite [1] an, legen sich einen Account zu und bestimmen, ob die ganze Welt Ihre Nachrichten sehen darf oder nur ein ausgewählter Personenkreis. Letzteres legen Sie auf der Webseite im Bereich Settings | Account fest. Setzen Sie ein Kreuzchen bei Protect my Updates, bestimmen Sie selbst, wer Ihre Tweets lesen darf – so heißen die auf 140 Zeichen beschränkten Einzeiler.

Zwitschern

Um zu twittern, klicken Sie auf Home und geben Ihre Nachricht ein. Die taucht dann im ständigen Strom der weltweiten Tweets auf. Ihre Freunde, so sie selbst einen Account besitzen, lesen die Nachricht und können darauf antworten. Die Tweets interessanter Personen verfolgen Sie regelmäßig, indem Sie sich per Mausklick als Follower bekennen. Umgekehrt klinken sich Interessierte auch als Follower in Ihren Strom von Kurzmitteilungen ein.

Auf der Twitter-Webseite können Sie unter Settings | Devices eine Telefonnummer angeben. Tweets lassen sich auch über das Handy absetzen: Senden Sie eine SMS an eine bestimmte Telefonnummer, so erscheint die dazugehörige Nachricht als Tweet. Allerdings funktioniert der Service zur Zeit nicht: Die Twitter-Macher führen gerade eigene Telefonnummern für die europäischen Länder ein, was wohl noch etwas dauert. Für Twitter-Anwender mit Mobilgeräten gibt es übrigens eine eigene Twitter-Webseite [2].

Twittern mit Linux

Wer zum Absetzen einer Meldung nicht jedes Mal die Webseite besuchen will, der findet unter [3] eine Liste mit Twitter-Anwendungen für die großen Betriebssysteme. Wir stellen Zwitscher-Plugins für die Browser Firefox und Opera vor.

Das Firefox-Plugin funktioniert ab Version 2.0 aufwärts und heißt Twitbin [4]. Sie finden es auf der Heft-DVD: Ein Klick auf die XPI-Datei genügt, damit Firefox das Addon installiert. In der Symbolleiste des Browsers nistet sich dann ein Vogel ein. Ein Klick auf diesen öffnet links im Browser eine Seitenleiste (Abbildung 1), die vier Symbole enthält. Um sich beim Dienst anzumelden, klicken Sie auf das kleine Häuschen und geben die Login-Daten ein. Über das kleine Rädchen links daneben stellen Sie ein, welche Feeds in der Leiste erscheinen: Alle Feeds sämtlicher Nutzer (Public) oder nur die von Freunden (Friends). Darunter bestimmen Sie, in welchem Intervall das Plugin die Tweets aktualisiert. Ein Klick auf Save Prefs speichert die Einstellungen.

Abbildung 1: Über das Firefox-Plugin Twitbin verfolgen Sie den weltweiten Strom von Tweets und verfassen selbst Neuigkeiten.

Für die aktuelle Version 9.5 des Browsers Opera gibt es ein Twitter-Widget. Um es zu installieren, rufen Sie zunächst die Widget-Webseite von Opera auf [5] und klicken dort auf Launch. Opera präsentiert Ihnen einen Login-Dialog, in dem Sie sich bei dem Dienst anmelden und auch gleich einen Aktualisierungsintervall festlegen. Über einen Klick auf Post verfassen Sie eigene Neuigkeiten, via Widget | Twitter rufen Sie das Widget nach dem nächsten Start von Opera wieder auf. Über Recent, Replies und Archive behalten Sie aktuelle und verflossene Tweets im Auge.

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