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Schöner booten

Individueller Bootsplash für das eigene System

Feinschliff

Haben Sie alles zur Zufriedenheit eingerichtet, speichern Sie die Einstellungen durch einen Klick auf Schließen. Je nachdem, wieviel der Startupmanager nun umzuwandeln und zu konfigurieren hat, kann das Abspeichern einige zehn Sekunden dauern. Unterbrechen Sie das Tool trotzdem nicht, da ansonsten Grubs Konfigurationsdatei /boot/grub/menu.lst in einen inkonsistenten Zustand geraten und das System beim nächsten Hochfahren ganz unerwartete Dinge anstellen könnte.

Bei nächsten Booten erscheinen dann die (hoffentlich) schicken neuen Splashscreens. Im Grub-Auswahlmenü lassen sich je nach gewählter Grafik unter Umständen die Auswahltexte nur schlecht lesen – kein Problem: Nach dem Hochfahren starten Sie noch einmal den Startupmanager und passen auf dem Reiter Aussehen die Farben für Hintergrund, Auswahlbalken und Texte entsprechend an. Vergessen Sie aber nicht, auch den Schalter Verwende Farben im Bootmenü zu setzen.

In Sachen Usplash-Bild können Sie kaum etwas verkehrt machen. Schlimmstenfalls bleibt – etwa bei unpassend gewählter Auflösung oder Farbtiefe – der Bildschirm vorübergehend schwarz, bis sich der Displaymanager mit dem Login meldet. Modifizieren Sie in diesem Fall im Startupmanager auf dem Reiter Boot-Optionen die Angaben für Anzeige. Zwar führen höhere Auflösungen und Farbtiefen hier in der Regel zu ansprechenderen Ergebnissen – jedoch nur im Rahmen dessen, was Grafikkarte und Display auch physikalisch gestatten.

Bootsplashes für Grub

Ein Grub-Bootsplash darf maximal 640x480 Pixel groß sein und höchstens 14 Farben aufweisen. Trotz dieser Einschränkung lassen sich attraktive Boot-Screens erstellen, sofern Sie bei der Auswahl der Hintergrundbild darauf achten. Vor allem Vektorgrafik und comicartige Darstellungen eignen sich besonders für den Einsatz mit Grub.

Bilder mit geringer Farbanzahl wandeln Sie am schnellsten auf der Kommandozeile mit dem Befehl

$ convert -resize 640x480 -colors 14 Bild.png Bild.xpm

in ein Grub-kompatibles Format um. Bei Grafiken mit hoher Farbtiefe greifen Sie dazu besser zu Gimp. Nach dem Anpassen der Bildgröße wählen Sie im Kontextmenü Bild | Modus | Indiziert... an, um die Anzahl der Farben zu reduzieren. Gimp bietet dabei verschiedene Algorithmen an, die das Ergebnis je nach Ausgangsbild deutlich optimieren.

Nun komprimieren Sie den künftigen Grub-Bootsplash noch mit dem Befehl gzip Bild.xpm. Das ist zwar nicht unbedingt erforderlich, reduziert aber in der Regel die Ladezeit für die Grafik. Schließlich kopieren sie die resultierende Datei Bild.xpm.gz in das Verzeichnis, auf das Sie dann mit Startupmanager zugreifen.

Fazit

Mit einigen Handgriffen haben Sie die wichtigsten Dateien im System so modifiziert, um Ihrem System einen individuelles Aussehen. Auch ohne intime Kenntnisse der Konfigurationssyntax erzielen Sie dabei ansprechende Ergebnisse.

Infos

[1] Bootsplash: http://en.wikipedia.org/wiki/Bootsplash

[2] Bootsplash mit Kernel-Patch: http://www.bootsplash.org

[3] Splashy: http://splashy.alioth.debian.org/wiki/

[4] Usplash: https://help.ubuntu.com/community/USplash

[5] Inkscape: http://www.inkscape.org

[6] Konfigurationsbefehle für Bootsplash: http://www.bootsplash.org/Config

[7] Individueller Desktop: A.Bohle, J.Luther, "Desktop-Modding", LinuxUser 01/2006, S. 40, http://www.linux-user.de/ausgabe/2006/01/040-modding/

[8] Startupmanager: http://web.telia.com/~u88005282/sum/index.html

[9] Artwork für Ubuntu: http://www.ubuntu-art.org

[10] Artwork für Gnome: http://www.gnome-look.org

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Infos zum Autor

Jörg Luther

Jörg Luther

Jörg Luther arbeitet seit 1995 als IT-Journalist. Seine Vorliebe für das freie Betriebssystem lebt er privat in der LUG Erding und beruflich seit 2004 als Chefredakteur des LinuxUser aus.

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