Schöner booten
Individueller Bootsplash für das eigene System
Ubuntu-Startupmanager
Der Bootmanager Grub erlaubt das Verwenden individueller Splashscreens, die man jedoch in einer recht umständlichen Prozedur anpassen und einbinden muss [7]. Als noch komplizierter erweist sich das Erstellen von Splashscreens für das von Ubuntu eingeführte Usplash-System, das beim Hochfahren des Systems den Ubuntu-Schriftzug und einen Verlaufsbalken darstellt. Hierzu muss man das gewünschte Bild in eine Shared Library (.so) verpacken und an der richtigen Stelle im System deponieren.
Für die Benutzer von Debian, Ubuntu und deren Derivaten gibt es aber eine pfiffige Möglichkeit, die Splashscreens für Grub und Usplash komfortabel über eine grafische Oberfläche festzulegen. Dazu dient der Startupmanager [8], der nebenbei auch gleich noch allerlei andere Einstellungen für den Startvorgang beeinflussen kann. Unter Ubuntu und seinen Spielarten installieren Sie ihn aus dem Paket startupmanager im Repository Universe. Nach dem Aufspielen finden Sie den Startupmanager unter System | Systemverwaltung im Gnome-Menü.
Das Tool stellt auf vier Reitern die diversen Optionen für die Bootumgebung bereit. Die für das Konfigurieren der Grafiken für Grub und Usplash notwendigen Einstellungen finden sich auf den ersten beiden Reitern, Boot-Optionen und Aussehen.
Grafiken aussuchen
Im Tab Boot-Optionen (Abbildung 2) stellen Sie unter Anzeige ein, mit welcher Auflösung und Farbtiefe die Usplash-Grafik erscheinen soll. Unter Sonstiges legen Sie fest, ob Bootmenü und Bootsplash überhaupt zu sehen sein sollen und ob im Bootsplash auch Systemmeldungen auftauchen. Im Tab Aussehen (Abbildung 3) geben Sie in den Abschnitten Bootmenü-Themen und Usplash-Themen die jeweils zu verwendenden Bilder vor. Dazu müssen Sie die beiden Auswahllisten erst einmal über die Schalter Verwalte ... mit geeigneten Kandidaten aus dem Dateisystem bestücken.
Als Bootmenü-Thema dürfen Sie praktisch jede Grafik in einem unter Linux halbwegs gängigen Format (GIF, JPG, PNG, …) angeben. Startupmanager versucht dann, unter Zuhilfenahme von Imagemagick die Datei in ein für Grub verdauliches Bild umzuwandeln. Da das entsprechende Format allerdings recht engen Restriktionen unterliegt, kommt dabei nicht immer heraus, was man erwartet hat: Hier lohnt es sich, vorab selbst Hand anzulegen (siehe Kasten "Bootsplashes für Grub").
Für das Usplash-Thema kommen nur die oben bereits erwähnten, als Shared Library verpackten Grafiken in Frage. Eine reiche Auswahl davon finden Sie beispielsweise bei Ubuntu-art.org [9] oder Gnome-look.org [10], indem Sie dort nach dem Begriff "usplash" suchen. Von dort laden Sie die in der Regel als Tarball verpackten Usplash-Themes herunter und entpacken Sie die jeweils enthaltene Bibliothek (Dateiendung .so in ein beliebiges Verzeichnis. Von dort picken Sie sie über den Schalter Verwalte Usplash-Themen dann auf.



