Gimp-Plugins

Die Plugins Wavelet-Denoise sowie Greystoration erweisen sich als nützliche Helfer beim Entrauschen von Bildern. Beide erhalten Sie über die Gimp-Registry [1] , das Wavelet-Denoise-Plugin allerdings nur im Quellcode. Für die Installation müssen Sie das Gimp-Entwicklerpaket (zum Beispiel gim24-devel bei OpenSuse) installieren. Danach entpacken Sie das heruntergeladene Quellpaket und starten die Installation mit der Eingabe von gimptool-2.0 --install wavelet-denoise.c im Quellverzeichnis. Der Befehl kompiliert den Quellcode und kopiert das Plugin in den Ordner ~/.gimp-2.4/plug-ins. Zum Installieren des Greycstoration-Plugins genügt es, dieses ins oben genannte Verzeichnis zu kopieren.

Das Wavelet-Plugin zeichnet die einzelnen Kanäle getrennt weich und lässt Ihnen dabei die Wahl zwischen den Farbmodellen RGB oder YCbCr. Die CbCr-Kanäle enthalten die Farbinformation und damit auch das Farbrauschen. Hier dürfen Sie vergleichsweise aggressiv weichzeichnen, indem Sie den Regler Amount auf einen hohen und den Regler Detail auf einen niedrigen Wert einstellen. Das Modul arbeitet ausreichend schnell und führt zu ansprechenden Ergebnissen. Allerdings fallen diese im Vergleich mit dem selektiven Weichzeichner nicht unbedingt so viel besser aus, dass sich die Mühe der Installation tatsächlich lohnt.

Greycstoration

Das Tool Greycstoration [2] entstand als Ergebnis einer Forschungsarbeit zum Thema Rauschbereinigungsverfahren. Es nutzt sehr ausgefeilte Algorithmen, steht unter einer freien Lizenz und ist sowohl als Kommandozeilentool als auch als Gimp-Plugin erhältlich. Auch der Fotoeditor aus dem Digikam-Paket nutzt es.

Trotz seiner vielen Optionen haben die Entwickler Greycstoration (Abbildung 3) nur mangelhaft dokumentiert. Darüber hinaus arbeitet es extrem langsam, weshalb das Ausprobieren verschiedener Varianten zur Geduldsprobe ausartet. Am besten eignet sich noch das Gimp-Plugin, da es in einem kleinen Vorschaufenster den Effekt vor dem zeitraubenden Anwenden anzeigt.

Abbildung 3: Das Greycstoration-Plugin für Gimp leistet zwar gute Arbeit, jedoch fällt aber durch extrem lange Verarbeitungszeiten aus dem Rahmen.

Letztlich ergibt sich bei Gimps selektivem Gaußschen Weichzeichner das beste Verhältnis von Aufwand und Ergebnis. Sind Sie bereit, die relativ komplizierte Installation des Wavelet-Plugins in Kauf zu nehmen, dann sollten Sie es vor allem für Motive verwenden, die feine Details gemischt mit flächigen, verrauschten Bereichen enthalten.

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