Schrittchen für Schrittchen

LU 11/2008, S. 3: Durch ihren Verriss der Distribution Gentoo sehe ich mich gezwungen, einmal einen Kommentar abzugeben. Eines vorweg: Ich will nicht abstreiten, dass Gentoo einige Probleme hat – allerdings sind diese meiner Meinung nach längst nicht so extrem, wie von Ihnen dargestellt.

Gentoo krankt, wie viele andere OSS-Projekt hauptsächlich an mangelnder Manpower, was weiter nicht verwundert, ist es doch ein wesentlich größerer Aufwand, unterschiedlichste Pakete mit diversen Flags übersetzen und testen zu müssen, als ein einziges universelles Binary einzuspielen. Natürlich ist mit Daniel Robbins eine Galionsfigur abhanden gekommen, was schade ist, dennoch hat dies meiner Meinung nach wesentlich geringere Auswirkungen als überall publiziert. Abgesehen davon werkelt er immer noch für Gentoo, wenn auch nicht mehr offiziell legitimiert an erster Stelle.

Gentoo liegt weder im Koma, noch ist es bereits tot. Im Gegenteil, es geht ständig voran, wenn dies auch nicht für alle immer offensichtlich erscheinen mag. Schrittchen für Schrittchen kommt man auch zum Ziel – und wem das nicht zusagt … es wird ja niemand gezwungen, Gentoo einzusetzen. Ich sage nur: Leben und leben lassen, andere Distributionen haben aus anderen Blickwinkeln mindestens genauso viele Probleme. Manu Wächter

Selten, aber nicht neu

LU 11/2008, S. 56: Liest man den Artikel von Michael Stibane, klingt es fast so, als sei Warenwirtschaft unter Linux etwas Neues und selten zu finden. Vielleicht findet man es nicht häufig, aber neu ist das auf keinem Fall: Die von mir ins Leben gerufene Warenwirtschaftssoftware "Tudo" gibt es jetzt bereits seit 10 Jahren, und sie ist praxiserprobt, netzwerktauglich und bringt eine eigene Benutzerverwaltung mit. Plattformunabhängig ist sie übrigens auch, da sie auf Qt4 basiert. Jörg Bemmé

LinuxUser: Als hätten wir es geahnt: Ein Artikel zu Tudo entsteht derzeit bereits und soll in der nächsten Ausgabe von LinuxUser erscheinen. (agr)

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