Leserbriefe

Jetzt reicht es!

Den ersten Kontakt mit Linux hatte ich mit Version 0.98 – das waren mehr als 50 Disketten im 5-1/4-Zoll-Format. Richtig angefangen habe ich dann mit SuSE 4.4.1. Version 7.2 war genial, da funktionierte alles. Seitdem war Linux ein immerwährender Kampf – bei jeder neuen Version gab es neue Probleme, die gelöst werden wollten: Sei es, das Mmencode nicht installiert wurde, sei es, meine Faxe nicht mehr als PDF ins Mailsystem übertragen wurden – derlei Beispiele könnte ich Dutzende bringen. Da stärkste war dann Kradio in Suse 8.0. Da gab es ein defektes Kernelmodul, das den Rechner zum Absturz brachte.

Jetzt habe ich mir Anfang April einen Acer Extensa 7620 gekauft und Suse 10.0 auf einer externen Festplatte installiert. Die Fritzcard USB brachte ich nicht zum Laufen, und die Technisat Skystar USB kennt Linux gar nicht erst. Beim Versuch, Linux auf der internen Festplatte zu installieren, wurde der MBR zerschossen. Beim Versuch, OpenSuse 11.0 auf einer externen Platte zu installieren, zeigte es mir als Laufwerke sda, sdb und sdd an, wobei ich dann auf sdd installiert habe. Beim Booten wurde dann (wie erwartet) sdd nicht gefunden und sdc angefordert. Mein Windows Vista konnte ich immer noch nicht mit Grub booten.

Damit reicht es mir jetzt endgültig mit Linux – ich vermisse auf meinem Laptop unter Vista gar nichts mehr, alles läuft rund und schnell, und sogar Soundforge von 1996 läuft immer noch. Sowas gibt es unter Linux schon gar nicht, da ist mit jeder Version alles neu. Wolfgang Zenner

Erfolgreiches Debian-Modell

LU 11/2208, S. 3: Das Debian-Projekt belegt, dass es keines "wohlwollenden Diktators" bedarf, um eine große Gemeinschaft durchaus diskursstarker Persönlichkeiten auch dann zusammenzuhalten, wenn kontroverse Fragen diskutiert werden.

Es ist die gut konzipierte Verfassung dieses Projektes, die das Austragen von Konflikten ermöglicht, ohne dass die Gemeinschaft auseinanderbricht. Bedenkt man, wie lange dieses Projekt schon besteht, scheint mir dies ein erfolgreiches Modell zu sein.

Es ist auch reifer, in einer demokratisch organisierten Gemeinschaft die Leitung durch auf Zeit gewählte Personen zu respektieren, statt sich um eine charismatische Führungspersönlichkeit zu scharen. Michael Stehmann

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