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Folien für Anfänger

Softmaker Office 2008 mit Präsentationsmodul

Import und Export

Im Handbuch heißt es: "Presentations kann … auch Dateien anderer Präsentationsprogramme öffnen (zum Beispiel Microsoft Powerpoint)." Tatsächlich ist Powerpoint aber das einzige andere unterstützte Format, und das auch nur in den klassischen Versionen mit den Dateiendungen .ppt und .pps respektive .pot für Vorlagen. Diese Formate liest und schreibt Presentations. Die neuen XML-basierten Microsoft-Formate (erkennbar am zusätzlichen x in der Dateiendung) kennt das Programm nicht, aber die Entwickler arbeiten bereits an neuen Filtern.

Alle Softmaker-Anwendungen bieten jetzt direkten PDF-Export über das Menü Datei, so auch Presentations. Der Exportfilter hat aber noch Schwierigkeiten mit transparenten Elementen; wie Abbildung 4 demonstriert, mag die Anwendung auch beim Export keine gedrehte Schrift.

Abbildung 4: Das hat nicht ganz geklappt: Der PDF-Export von Presentations (links) enthält keine Transparenz und zeigt den gekippten Text falsch an; zum Vergleich eine von OpenOffice erzeugte PDF-Datei (rechts).

Makros nur für Windows

Mit Basicmaker gibt es jetzt ein Softmaker-Pendant zu Microsofts Visual Basic for Applications (VBA), das sich auch syntaktisch auch an VBA anlehnt. Dies gilt aber vorerst nur für die Windows-Variante von Softmaker Office 2008, für andere Plattformen gibt es die Makrosprache nicht. Für Linux-Anwender, die etwa Tabellen um selbst programmierte Zusatzfeatures erweitern wollen, bleibt damit OpenOffice konkurrenzlos. Basicmaker soll aber "später" auch in die Linux-Version Einzug halten, verspricht Softmaker.

Zusammenarbeit

Außer Import und Export ist es oft wichtig, Daten zwischen mehreren laufenden Anwendungen auszutauschen. Das funktioniert meist wahlweise via Drag & Drop oder per Copy & Paste.

Drag & Drop funktionierte im Test überhaupt nicht – weder zwischen Softmaker-Anwendungen (etwa: von Presentations nach Textmaker) noch aus anderen Programmen heraus – etwa, um Bilder aus dem Dateimanager oder Webbrowser in eine Präsentation zu ziehen. Copy & Paste dagegen klappt, und zwischen den Softmaker-Anwendungen bleiben dabei auch Formate erhalten. Beim Copy & Paste von OpenOffice nach Softmaker Office allerdings verschwinden die Formate, umgekehrt bleiben sie erhalten – sogar inklusive Stilvorlagen, von denen nur die Bezeichnungen verschwinden.

Auch eine einfache Kooperation von Planmaker und Presentations hat Softmaker nicht vorgesehen: Wer einen rechteckigen Bereich in der Tabelle kopiert und in Presentations einfügt, erhält einen Textrahmen, in dem alle Zellen direkt aneinandergeschrieben auftauchen. Es hilft auch nicht, zuvor ein Tabellenobjekt in Presentations anzulegen – der zusammengesetzte Text landet dann in der gerade aktiven Zelle. Textmaker hingegen akzeptiert hingegen solche Tabellenobjekte und erzeugt dann eine eigene Tabelle.

Dabei verschwinden aber alle Formeln: Sie werden durch die aktuellen Berechnungsergebnisse zum Zeitpunkt des Kopierens ersetzt. Eingebettete Objekte kennt Softmaker Office gar nicht; lediglich die Windows-Version von Planmaker kann mit OLE-Objekten (etwa Bildern) umgehen, wovon Linux-Anwender aber freilich nichts haben. Beim Öffnen eines (unter Windows erstellten) Dokuments mit OLE-Objekten zeigt die Linux-Version eine Warnung an.

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Infos zum Autor

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer ist Chefredakteur der Zeitschrift EasyLinux, Doktorand an der Uni Erlangen-Nürnberg und seit Mitte der 90er begeisterter Linux-Anwender.


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LinuxUser 06/2012

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