Distribits

15.01.2009

Beta 2 von OpenSuse 11.1 erschienen

Das OpenSuse-Projekt (http://www.opensuse.org) hat die zweite Beta-Version des kommenden OpenSuse 11.1 zum Download und Ausprobieren freigegeben. Sie behebt den Fehler, der im Zusammenspiel von Rechnern mit i915-Chipsatz und einer Intel-Gigabit-NIC mit PCIe-Interface (Pro/1000-PT, e1000e-Netzwerktreiber) auftrat. Ansonsten gibt es im Vergleich zur letzten Beta-Version vor allem Updates von Programmen.

OpenOffice trägt jetzt die Versionsnummer 3.0rc2. Ebenso dabei sind VirtualBox 2.0, das brandaktuelle Gnome 2.24, KDE 4.1.2, Mono 2.0rc3 und Compiz 0.7.8. Die aktuelle Beta steht in Form von Live- und Installations-CDs auf der Homepage zum Download bereit. Kommt nichts mehr dazwischen kommt, erscheint OpenSuse 11.1 am 18. Dezember 2008, also noch rechtzeitig vor Weihnachten.

PCLinuxOS 2009 Beta1

Das auf Mandriva (http://www.mandriva.com) basierende PCLinuxOS 2009 (http://www.pclinuxos.com) steht in einer ersten Vorabversion zum Testen bereit. Das System basiert auf Kernel 2.6.26.6 und bringt als Desktop KDE 3.5.10 mit, da das aktuelle KDE 4.1 die Entwickler in Bezug auf den Funktionsumfang noch nicht zufrieden stellt.

Firefox 3.0.3 und Thunderbird 2.0.0.14 sind auf dem aktuellen Stand, OpenOffice hingegen liegt nur in Version 2.4.1 bei. Für die grafische Verschönerung des Desktops sorgt Compiz Fusion. Java und Flash finden sich ebenfalls in der Distribution, als Mediaplayer dient Amarok 1.4.

Die aktuelle Beta eignet sich lediglich für den Einsatz auf Testsystemen. Die Entwickler raten ausdrücklich von der Installation auf Produktivsystemen ab, da die Distribution noch einige Fehler enthält. Wer sich das System dennoch ansehen möchte, findet auf der Homepage des Projekts die ISO-Images für Installations- und Live-Systeme.

Die erste Beta von PCLinuxOS 2009 macht bereits einen guten Eindruck.

Festplattenverwaltung mit Parted Magic

Das Admin-Toolkit Parted Magic 3.1 (http://partedmagic.com) hilft als Live-System beim Einrichten und Verwalten von Festplatten. Das ISO-Image von Parted Magic umfasst nur 45 MByte, dennoch enthält das auf Kernel 2.6.27.1 basierende System alle zur Verwalten von Festplatten notwendigen Werkzeuge. Der X-Server trägt die Versionsnummer 1.5.2 und bringt Support für die wichtigsten Chipsätze mit, so dass eine grafische Oberfläche bereit steht. Parted 1.8.8 dient zum Bearbeiten von Partitionstabellen, die Ntfsprogs in Version 2.0.0 ermöglichen den Zugriff auf NTFS-formatierte Datenträger, und GParted arbeitet als grafisches Frontend für Parted.

Parted Magic bringt Werkzeuge zum Verwalten von Festplatten mit.

Puppy Linux 4.1

Das aktuelle Release 4.1 von Puppy (http://puppylinux.com) bringt eine Reihe von Fehlerbereinigungen und neuen Programmversionen mit. Das Mini-Linux enthält zwei Kernelvarianten, zwischen denen Sie beim Start wählen: Kernel 2.6.25.16 glänzt mit umfangreichem Hardwaresupport vor allem für neue Geräte, Kernel 2.6.21.7 kommt hingegen mit betagter Hardware besser zurecht. Der Support von PCMCIA-Geräten und Modems erfuhr ebenso Verbesserungen wie der Startvorgang, der jetzt noch flotter vonstatten geht, da die Entwickler Prozesse parallel starten lassen und etliche Sleep-Anweisungen entfernt haben.

Auf dem Desktop bringt Puppy Programme für einfache Büroarbeiten (Abiword, Gnumeric und Inkscape) und den Zugriff auf die wichtigsten Internetdienste (Seamonkey) mit. Der Network-Wizard kommt jetzt mit Funknetzwerken besser zurecht und gestaltet das Einrichten und Verwalten von Verbindungen einfacher. Ein Frontend für den Virenscanner F-Prot gehört wieder zum System. Das ISO-Image von Puppy Linux 4.1 umfasst nur etwa 94 MByte und liegt auf der Homepage des Projekts zum Download bereit.

Das aktuelle Puppy Linux bringt auf kleinem Raum eine Menge Software mit.

Opie 1.2.4 bringt zahlreiche Verbesserungen

Das Opie-Projekt (http://www.opie.org) hat nach über einem Jahr Arbeit die Version 1.2.4 der grafischen Umgebung für Handhelds fertig gestellt. Opie (Open Palmtop Integrated Environment) enthält eine PIM-Software, einen Editor, einen Filemanager und ein Voice-Memo-Tool.

Auch den Einsatz von Speicherkarten und die Möglichkeit, mit einem drahtlosen Netz Kontakt aufzunehmen, haben die Entwickler im aktuellen Release stark verbessert. Viel Aufmerksamkeit widmeten sie der Fehlersuche und der verbesserten Stabilität.

Opie läuft auf Handhelds wie dem Sharp Zaurus und dem iPaq von HP. Das System erlaubt es, mittels Themes die Optik anzupassen.

Mandriva 2009 auch für Netbooks

Das aktuelle Mandriva 2009 (http://www.mandriva.com) ist pünktlich im Oktober erschienen. Die Distribution eignet sich als Server- und Desktop-System ebenso wie als System für Netbooks, da Mandriva alle für den Betrieb auf diesen Geräten wichtigen Treiber integriert hat. Die Installation funktioniert bei einem Netbook am besten von einem externen CD- oder DVD-Laufwerk. Die Entwickler passten das Setup für kleine Bildschirme an: Es funktioniert auch auf dem EeePC 701, ohne dass Dialogelemente fehlen.

Die Paketauswahl des Installationsprogramm ermöglicht es, die Zahl der zu installierenden Pakete klein zu halten. Als Windowmanager bieten sich der Ressourcen schonende XFCE oder das abgespeckte LXDE an, das auch mit dem knappen Bildschirmplatz gut zurecht kommt. Das Installationsprogramm von Mandriva 2009.0 erkennt die in den EeePCs verbaute Hardware zuverlässig, nach der Installation lässt sich das Netbook sofort benutzen.

Mandriva 2009 liegt auf der Homepage und zahlreichen Spiegelservern zum Download bereit. Zur Installation auf dem EeePC eignen sich die Live-CDs besser als die DVD. Die Hardware-Erkennung lief im Test mit der Live-CD besser durch, die Installation klappte auf Anhieb. Beim Einsatz der Installations-DVD fallen einige Anpassungen an der Konfiguration an, bis alles funktioniert. Einen ausführlichen Artikel zur Distribution finden Sie unter http://www.linuxcommunity.de/artikel/17163/

Das aktuelle Mandriva 2009.0 eignet sich bestens für eine Installation auf den Netbooks von Asus.

ALT Linux für Desktops

Die russische Distribution ALT Linux (http://en.altlinux.org) liegt mit Version 4.1 in einer neuen Desktop-Variante vor. ALT Linux 4.1 basiert auf Kernel 2.6.25 mit erweitertem Hardwaresupport. Als Desktops haben die Entwickler KDE 3.5.10, das nicht ganz taufrische Gnome 2.22 und XFCE 4.4.2 integriert, wobei letztere nicht zum Umfang der Live- und Installations-CDs gehören, sie finden sich nur in den Repositories.

Zur Einrichtung und Pflege des Systems integrierten die Entwickler einige neue Programme. So können Sie nun einen bootfähigen USB-Datenträger mit ALT Linux erzeugen. Das Paketmanagement implementierten die Entwickler ebenfalls neu, sodass sich Software-Aktualisierungen und die Paketinstallation einfacher gestalten. Der Networkmanager hilft dabei, Netzwerkverbindungen ohne Root-Rechte einzurichten und zu verwalten.

Die Softwareausstattung reicht für den Desktopeinsatz vollkommen aus: Firefox 3 liegt als Browser bei, Thunderbird übernimmt das Verwalten von Mails und Kontakten. Als Büroprogramm dient OpenOffice. ALT Linux steht in Form verschiedener CD- und DVD-Images auf der Homepage der Distribution zum Download bereit. Einen ausführlichen Artikel zur Distribution finden Sie unter http://www.linuxcommunity.de/artikel/17354/

Die Desktop-Variante von ALT Linux enthält alle Programme für die tägliche Arbeit.

Kurz notiert

Der Support für OpenSuse 10.2 endet nach Ablauf von 22 Monaten planmäßig im November 2008: Nach dem 30.11. gibt es keine Sicherheitsupdates mehr, so dass sich der Wechsel auf eine aktuellere Variante der Distribution empfiehlt.

Nachdem die Entwickler von Debian 5.0 (http://www.debian.org) lange Zeit am Herbst 2008 als Release-Termin festhielten, sieht es inzwischen eher nach einer Freigabe erst im kommenden Jahr aus. Debian-Entwickler Bastian Venthur geht davon aus, dass die Arbeit am neuen Release nicht vor Juni 2009 zu Ende geht. Er kritisiert seine Entwicklerkollegen, zu nachlässig mit Veröffentlichungsdaten umzugehen.

Die Entwickler von Fedora 10 (http://fedoraproject.org) haben sich entschlossen, vor dem Veröffentlichen der Distribution noch eine Beta-Version einzuschieben. Diese enthält vor allem Fehlerkorrekturen und Sicherheitsupdates. Fedora 10 soll noch 2008 erscheinen, obwohl sich der Termin aufgrund eines Servereinbruchs im August nach hinten verschoben hat.

Die Linux Foundation (http://www.linuxfoundation.org) hat die erste Beta-Version der Linux Standard Base 4.0 (LSB) mit neuen Werkzeugen für Programmierer und einer Spezifikation für Shellskripte herausgegeben. LSB soll die Interna von Linux-Distributionen zu vereinheitlichen sowie das Aufspielen von Software und das Verwalten der Systeme vereinfachen. Die endgültige LSB 4.0 erscheint voraussichtlich noch 2008.

Die freie Enzyklopädie Wikipedia (http://www.wikipedia.org) vereinheitlicht die Betriebssystemlandschaft auf den inzwischen 400 Webservern des Projekts und plant dazu einen Wechsel zu Ubuntu 8.04. Zur Zeit läuft das Projekt auf Servern mit Red Hat Linux 9 und verschiedenen Fedora-Varianten.

Mandriva und Turbolinux treten dem Mobil-Projekt (http://www.mobilin.org) von Intel bei. Intel unterstützt mit Mobilin die Entwicklung von Linux-Systemen für Netbooks. Mandriva und Turbolinux wollen ihre Erfahrung in diesem Bereich nutzen und damit das Mobilin-Projekt voranbringen.

NetBSD (http://www.netbsd.org) ist in Version 4.0.1 erschienen. Das aktuelle Release bietet keine neuen Funktionen, sondern beseitigt lediglich Fehler aus NetBSD 4.0. Besonderes Augenmerk legten die Entwickler auf die Beseitigung von Sicherheitsproblemen. NetBSD steht für 54 Architekturen zum Download bereit.

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