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Dell fixt Inspiron Mini 9, bringt Mini 12

Vor dem 20. Oktober ausgelieferte Exemplare des Dell-Linux-Netbooks Inspiron Mini 9 weisen einen kleinen Schönheitsfehler auf: Zwar verfügen sie über eine 16 GByte großes SSD, doch Dell hat das Laufwerk nur auf 4 GByte vorformatiert – der restliche Platz bleibt ungenutzt (http://tinyurl.com/lu-dellim9). Für die betroffenen Rechner stellt Dell im Inspiron-Mini-Repository ein Update bereit, das beim Neustart automatisch die Root-Partition auf die maximale Größe erweitert, was ohne Gefahr für die Daten funktionieren soll. Das entsprechende Skript befindet sich im Paket ume-config-belmont. Aktuelle Geräte liefert Dell jetzt bereits korrekt partitioniert aus.

Gleichzeitig hat Dell für Mitte November einen großen Bruder für den Mini 9 angekündigt, den Inspiron Mini 12. Bei nur knapp 250 Gramm Mehrgewicht gegenüber dem Mini 9 bringt er ein 12,1-Zoll-Display (1280 x 800 Pixel) statt des 8,9-Zoll-Bildschirms und eine 80-GByte-Festplatte statt der 16-GByte-SSD mit. Die Schnittstellenausstattung entspricht der des Mini 9, die Rechenpower liefert ein mit 1,33 GHz getakteter Atom Z520. Als Betriebssystem dient zunächst Windows Vista, später – eventuell sogar noch zu Weihnachten – will Dell auch eine Version mit Ubuntu Linux anbieten. Der Euro-Preis für den Inspiron Mini 12 stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest; in Japan gibt es den Rechner bereits zum Preis von knapp 90 000 Yen, also rund 760 Euro.

Eher Subnotebook als Netbook: Der Dell Inspiron Mini 12 mit 12,1-Zoll-Display, 80-MByte-Festplatte und Windows Vista soll ab Mitte November zu haben sein, ein Ubuntu-Modell folgt nach.

Fukato-Netbook mit maßgeschneidertem Knoppix

Unter der Bezeichnung Datacask Jupiter 1014a bringt das deutsche Unternehmen Fukato ein auf einer Intel-Atom-N270-CPU basierendes Netbook auf den Markt. Es unterscheidet sich in der Ausstattung nur wenig von den mittlerweile zahlreichen Wettbewerbern: Es hat einen 10-Zoll-Monitor und bringt 1 GByte RAM sowie wahlweise eine 80- oder 160-GByte-Festplatte mit. Daneben integriert es eine Webcam und zwei 1,5-Watt-Stereolautsprecher sowie 802.11bg-WLAN. Mit seinem 4000-mAh-Akku soll das rund 1250 Gramm leichte Netbook bis zu vier Stunden laufen.

Zwei Besonderheiten finden sich bei der Schnittstellenausstattung und dem Betriebssystem: An Interfaces findet sich neben den üblichen Ein- und Ausgänge für Audio/Video sowie 3 USB-2.0-Ports auch ein ExpressCard-34-Slot für Erweiterungen. Beim Betriebssystem setzt Fukato neben Windows XP auf ein Knoppix-Derivat, bei dem Klaus Knopper höchstpersönlich Hand angelegt hat (http://www.linux-magazin.de/content/view/full/27200). Zu den für das Netbook eingebrachten Neuerungen und Änderungen zählen neben obligatorischen Hardware-Anpassungen ein 3D-Fenstermanager mit festen Icons sowie eine halbautomatische Installationsmöglichkeit für weitere Software-Pakete, wie etwa MP3-Support.

Das ab sofort verfügbare Datacask Jupiter 1014a kostet in der Linux-Version 369 Euro, für die Variante mit Windows XP fallen 30 Euro Aufpreis an.

Für das Netbook Datacask Jupiter 1014a von Fukato hat Klaus Knopper höchstpersönlich das Betriebssystem maßgeschneidert.

Lenovo-Netbook mit Splashtop-Integration

Ab sofort liegt das das mit Linux bestückte Ideapad S10e von Lenovo im Handel. Es glänzt mit einer Splashtop-Integration (die den Namen "Quickstart" trägt) und hat wahlweise den Suse Linux Enterprise Desktop 10 oder Windows XP an Bord. Das "e" steht für Education: Das Gerät richtet sich vornehmlich an Schüler und Studenten.

Die integrierte Splashtop-Technologie fährt binnen Sekunden eine rudimentäre Kommunikationsumgebung hoch, über die man chatten, im Web surfen, E-Mails abrufen und via Skype Videokonferenzen abhalten kann. Von dort aus lässt sich auch das reguläre Betriebssystem starten.

Der Ideapad S10e basiert auf einer CPU des Typs Atom N270 mit 1,6 GHz, das 10,2-Zoll-Display bietet eine Auflösung von 1024x600 Pixel. Das S10e gibt es in verschiedenen Ausstattungsvarianten von 329 Euro (4 GByte SSD, 3-Zellen-Akku) bis 389 Euro (160-GByte- SATA-Festplatte, Bluetooth, 5-Zellen-Akku). Alle Modelle verfügen über einen ExpressCard-34-Slot und wiegen weniger als 2 Kilogramm.

Das Ideapad S10e von Lenovo bringt einen sekundenschnell bootenden "Splashtop" mit und ist in schwarz, weiß und rot ab 329 Euro zu haben.

Nvidia poliert Linux-Grafiktreiber auf

Nach mehreren Beta-Versionen und einigen Monaten Funkstille hat Nvidia Anfang Oktober eine neue stabile Version seines proprietären Grafikkartentreibers für Linux herausgegeben. Insgesamt 25 größere Neuerungen bringt der Treiber 177.80 mit, darunter die heiß erwartete Unterstützung für Karten der Geforce-GTX-Serie. Den Nvidia-Treiber gibt es nur als binäres, aber immerhin kostenloses Paket für 32- und 64-Bit-Linux-PCs.

Verbesserungen an der X11-Erweiterung X-Render beschleunigen diverse Bildmanipulationen, was sich insbesondere im Zusammenspiel mit KDE 4 positiv auswirken kann. Unter anderem sollen sich jetzt die kleinen Plasmoids auf dem Desktop wesentlich zügiger verschieben lassen. Darüber hinaus profitieren die 3D-Grafikeffekte in KDE 4 vom überarbeiteten und jetzt effizienteren Speichermanagement zwischen X-Treiber und der 3D-Schnittstelle OpenGL.

Weitere Verbesserungen gibt es unter anderem bei der Textdarstellung auf Geforce-Karten der 6er- bis 8er-Serien sowie dem jetzt funktionierenden Auto-SLI-Modus. Der neue Treiber unterstützt X.Org 7.4 (beziehungsweise den X-Server 1.5) und aktuelle Linux-Kernel. Alle Neuerungen listet die Nvidia auf der Treiberseite auf.

Nvidias Grafikkartentreiber für Linux bringt in der neuen Version 177.80 insbesondere unter KDE 4 deutliche Verbesserungen und unterstützt jetzt auch Geforce-GTX-Karten.

Opera 9.6 mit vielen Detailverbesserungen

Anfang Oktober hat Opera (http://www.opera.com) die Version 9.6 seines kostenlosen Browsers veröffentlicht. Sie baut unter anderem einige der in bereits in Opera 9.5 eingeführten Features aus. So kann man nun rechnerübergreifend die Suchmaschineneinstellungen und die Browser-History austauschen. Dazu speichert Opera die Daten auf einem zentralen Server. Wer sich dadurch nicht in seiner Privatsphäre verletzt fühlt, dem hilft das Feature, Opera an jedem Rechner mit denselben Voreinstellungen zu nutzen. Weitere Neuerungen (http://www.opera.com/docs/changelogs/linux/960/) betreffen vor allem das integrierte E-Mail-Programm, das nun besser auf bandbreitentechnisch schlecht angebundenen mobilen Geräten läuft.

KDE startet eigenes Anwender-Forum

Das KDE-Projekt baut den Kontakt zu den Anwendern weiter aus: Nachdem vor kurzem bereits die Arbeit an einem User-Wiki (http://userbase.kde.org) begann, veröffentlicht das Projekt nun ein offizielles KDE-Forum (http://forum.kde.org). Sebastian Kügler vom KDE-Vorstand sieht das Angebot vor allem als als zusätzlichen Benutzerservice: "Wir glauben, dass Mailinglisten nicht allen Anwendern gerecht werden. Mit der zunehmenden Verbreitung von KDE wollen wir auch Nutzern einen Diskussionsort anbieten, die mit dem Einsatz von E-Mails für solche Diskussionen nicht so vertraut sind." Die Macher der für das Forum eingesetzten Forensoftware MyBB entschlossen sich im Zuge der Evaluation des KDE-Projekts, ihr Werkzeug künftig als Open-Source-Software anzubieten. Zuvor stand MyBB unter einer eigenen proprietären Lizenz.

Truecrypt 6.1 unterstützt Smartcards

In der neuen Version 6.1 unterstützt Truecrypt (http://www.truecrypt.org) die Authentifizierung mittels Smartcards und Security-Tokens, also Hardware zur Authentifizierung via PIN oder Fingerabdruck. Eine Neuerung in den Versionen für Linux und Mac erlaubt das Mounten verschlüsselter Windows-Systempartitionen. Nach wie vor bleiben viele andere Funktionen des Tools aber Windows-Anwendern vorbehalten. Eine Liste aller neuen Funktionen findet sich in der Versionsübersicht von Truecrypt (http://www.truecrypt.org/docs/?s=version-history). Für Linux stehen auf der Webseite jeweils eine 32- und 64-Bit-Version für Ubuntu und OpenSuse sowie der Quellcode zum Download bereit.

Linphone 3.0 mit mehr Funktionen

Linphone (http://www.linphone.org), die Audio- und Video-Software für Internettelefonie auf Basis des SIP-Protokolls, hat in der neuen Ausgabe 3.0 umfassende Neuerungen an Bord. Die beschränken sich nicht auf das komplett überarbeitete, auf GTK+ basierende Interface, sondern finden sich auch unter der Haube: Diverse Workarounds im Umgang mit Firewalls sollen für störungsfreien Betrieb sorgen, ein neues Plugin für H.264-Codecs erweitert die Kompatibilität und sorgt für Videotelefonie mit hochauflösenden Bildern. Die verbesserte Ausnutzung der Bandbreite zählt ebenfalls zu den Vorzügen der neuen Version.

Microsoft gründet Interoperabilitätszentrum

Das neu gegründete Microsoft Open Source Interop Technology Center in Unterschleißheim bei München soll laut Microsoft den Einsatz von Open-Source-Applikationen auf Windows fördern und mehr Interoperabilität zwischen den Systemen von Microsoft und denen anderer Anbieter herstellen. Dazu stehen ein Rechenzentrum und Arbeitsräume für entsprechende Projektteams zur Verfügung. Leiter des Zentrums ist Andreas Urban, der die neue Position des "Leiters Open Source Strategie" bei Microsoft Deutschland besetzt.

Kurz notiert

Auch Linus Torvalds ist jetzt unter die Blogger gegangen: Auf http://torvalds-family.blogspot.com veröffentlicht er hauptsächlich Privates und Familienfotos, gelegentlich aber auch An- und Einsichten zur Kernelentwicklung.

Der Bremer Linux-Distributor Univention (http://www.univention.de) schreibt zum zweiten Mal den Univention-Absolventenpreis aus: Insgesamt 3000 Euro gibt es für herausragende Abschlussarbeiten im Bereich Open-Source-Software. Die Preisverleihung findet auf dem Linuxtag 2009 statt.

Ein regionaler Stromausfall in Nürnberg am 10. Oktober sorgte für den Ausfall einer ganzen Reihe von OpenSuse-Servern für fast eineinhalb Tage (http://tinyurl.com/lu-stromausfall). Sogar den RC3 von OpenSuse 11.1 musste das Projekt deswegen kurzfristig verschieben.

Theodore Ts'o hat das von ihm betreute Dateisystem Ext4 in Quelltext und Dokumentation von ext4dev in ext4 umbenannt, Linus Torvalds übernahm die Änderung in seinen persönlichen Quelltextzweig für den kommenden Kernel 2.6.28. Damit verlässt der Ext3-Nachfolger das Stadium der Entwicklerversion.

Als voraussichtlich letztes Release der 2er-Serie erschien Anfang November OpenOffice 2.4.2. Dabei handelt es sich im wesentlichen um ein letztes Bugfix-Release. Nähere Einzelheiten dazu finden sich unter http://development.openoffice.org/releases/2.4.2.html.

Nach einigen Vorankündigungen und Pilotprojekten ist es nun offiziell: Russland stellt ab 2009 sukzessive alle Grund- und Hauptschulen auf Linux um. Rund 1500 Lehranstalten nehmen die Umstellung noch in diesem Jahr vor. Als Distributionsbasis dienen wahlweise ALT Linux oder das auf Scientific Linux basierende NauLinux (http://linux.armd.ru/ru/distros/).

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Kommentare
Der Dell Inspiron Mini 10
della (unangemeldet), Mittwoch, 12. August 2009 22:17:53
Ein/Ausklappen

Mit dem Dell Mini 10 setzt der Hersteller seine erfolgreiche Netbook-Reihe fort. Nach dem Dell Inspiron Mini 9 und 12 werfen die Tester nun auch einen Blick auf den stylischen 10-Zoller-http://delljetzt.blogspot.c.../de-dell-inspiron-mini-10.html


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