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Kassenklingeln

Freie Warenwirtschaft für kleine Unternehmen

Ämter, Ämter…

Alternativ kopieren Sie die Zahlen gleich direkt in das Programm Winston (Abbildung 4). Es dient zum Übertragen von Umsatzsteuer- und Lohnsteuer-Voranmeldungen an das Finanzamt. Zwar handelt es sich bei Winston nicht um freie Software, doch bleibt zumindest der Einsatz unter Linux kostenlos, und das Tool deckt alle Anwendungsbereiche ab. Die freie Konkurrenz Taxbird beherrscht dagegen bisher nur die Umsatzsteuervoranmeldung.

Abbildung 4: Finanzamt-Schmeichler Winston kostet für Windows und Mac OS X eine Registriergebühr, unter Linux ist es "Freeware".

Autor Olaf Stüben bietet die Linux-Version unter anderem deshalb kostenlos an, weil nach seiner Erfahrung die Linux-Anwender immer gern freiwillig eine Spende entrichtet und so die gute Arbeit belohnt haben. Winston nutzt für die Linux-Version das Wx-Windows-Toolkit. Das brauchen Sie jedoch dank statischem Linken nicht als Abhängigkeit vorab zu installieren. Im Netz [3] finden Sie Winston-Pakete für Debian und Red Hat sowie einen einfachen Tarball zum Download.

Im Test kam die Tarball-Variante zum Einsatz: Nach dem Entpacken in ein Verzeichnis rufen Sie das Programm auf und erfassen Ihre persönlichen Daten unter dem Menüpunkt Optionen | Einstellungen. Winston prüft die Gültigkeit der eingegebenen Steuernummer. Wollen Sie mehrere Firmen verwalten, benutzen Sie den Button Aktivieren der Mandantenfähigkeit. Für Internet-Verbindung und digitale Signatur existieren weitere Einstellungen, etwa die Angabe eines Proxyservers. Zum Prüfen der Verbindung senden Sie bei Bedarf einige Testdaten (Abbildung 5)

Als digitale Signatur empfiehlt der Autor in der Hilfe das Software-Zertifikat von Elster Online. Beachten Sie aber dabei: Signieren Sie einmal eine Erklärung, verpflichten Sie sich, das ab sofort mit allen weiteren tun.

Abbildung 5: Unter dem Register Sondereinstellungen finden Sie die Möglichkeit zum Übertragen von Testdaten an das Finanzamt.

Einfache Benutzung

Von nun an arbeitet Winston fast von alleine. Wählen Sie im Formular-Menü die passende Eingabemaske aus und übertragen Sie die Daten aus der Buchhaltung. Das elektronische Formular gleicht dem papiernen. Navigieren Sie möglichst mit der Tabulator-Taste durch die Eingabefelder: Das Scrollen mit der Maus verursachte im Test Darstellungsfehler, die erst durch Minimieren und erneutes Maximieren des Fensters verschwanden. Per Tastatur geht's außerdem schneller.

Nach Eingabe aller Zahlen übertragen Sie das Formular in den Ausgangskorb. So bearbeiten Sie mehrere Meldungen und schicken diese dann gesammelt ab. Das klappt unter dem Menüpunkt Formular | Ausgangskorb. Markieren Sie die gewünschten Einträge und klicken Sie den Versenden-Button. Bearbeiten, Löschen und Drucken sind weiterhin für die Inhalte des Ausgangskorbs möglich.

Für Angestellte erstellen Sie bei Bedarf die Lohnsteuerbescheinigungen mit der Software. Bei Zeitnot beantragen Sie direkt aus Winston heraus auch eine Fristverlängerung. Der Klick auf den äußerst interessanten Menüpunkt Bearbeiten | Übernahme aus externen Programmen verursachte im Test allerdings keinerlei Reaktion.

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Infos zum Autor

Horst erklärt, wenn ich nicht weiter weiß.

Michael Stibane

Admin eines heterogenen Reichs von etwa 150 Rechnern, diversen Kassen-, Waagen- und Warenwirtschaftssystemen und vier Servern eines Bildungsinstituts (http://bdhdd.de), IT Dozent in Dresden mit LPIC 1. Als gelernter Mechaniker bin ich jedenfalls nicht mehr ernsthaft an der Fräsmaschine oder an einer Drehbank einsetzbar. Ebenfalls im Bild: Mein Unterrichtskater Horst.

Zum Blog von Michael Stibane →


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