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Kassenklingeln

Freie Warenwirtschaft für kleine Unternehmen

Kritikpunkt Ergonomie

Das Durcheinander beim Text der Schaltflächen rechtfertigt Kritik an dem Programm: Die Software macht es dem Anwender unnötig schwer. Zwar brauchen sich die Funktionen und Möglichkeiten der Software keinesfalls hinter der Konkurrenz zu verstecken, jedoch schmälern die inkonsistenten Texte auf den Schaltflächen den sonst guten Eindruck des Programms. Das selbe gilt für die Tatsache, dass sich die Schaltflächen nicht einheitlich im Interface finden sowie für die oft völlig unterschiedliche Verfahrensweise für an sich sehr ähnliche Vorgänge.

Vergleichbare Software bietet zudem oft eine zentrale Möglichkeit zum Definieren von Nummernkreisen für Kunden, Angebote und Rechnungen, Mahnfristen oder Brutto/ Netto-Preisangaben im Einstellungsdialog. Andreas Weber arbeitet jedoch bereits an Version 4.0 des Programms, und einige Vorab-Screenshots im Blog des Entwicklers [2] deuten bereits jetzt ein konsistenteres Interface an.

Schön gelöst hat der Autor dagegen die verschiedenen Ansichten für die Datensätze. Grundsätzlich zeigt das Programm zu vielen Punkten eine Detail- und eine Listenansicht. Sie erreichen beide durch Umschalten der Register am oberen Fensterrand. Bei der Detailansicht findet sich zusätzlich links immer eine Suchfunktion. Ergebnisse zeigt das Programm darunter in verkürzter Form an. Ein Doppelklick auf den gefundenen Datensatz füllt die Detailansicht.

Hilfreiche Zusätze

Zur Datensicherung hält MP ein eigenes Register vor. Das Programm überlässt das Backup nicht dem zugrunde liegenden Betriebssystem oder einem externen Tool: Beenden Sie die Anwendung, legt diese automatisch ein gezipptes Backup an, das Sie bei Bedarf per Mausklick zurückspielen. Unter dem Register Verlauf befindet sich ein ständig aktualisiertes Journal. Jede Ihrer Aktionen erscheint in dieser Übersicht. Das dient weniger der Kontrolle als vielmehr zum Beleg für die eigene Tätigkeit.

Mit der eingebauten Serienbrief-Funktion senden Sie Informationen an Ihre Kunden. Als weiteres wichtiges Feature bringt das Programm eine integrierte Einnahmen- und Überschuss-Rechnung (EAR) im Register EUR/Ausgabenbelege mit. Genau genommen handelt es sich dabei um ein Tool zum Verwalten offener Posten, kombiniert mit einer kleinen Buchhaltung sowie einem Mahnwesen.

Das Verwalten der offenen Posten erscheint noch nicht gelungen. Das Programm erlaubt lediglich das Markieren von Einträgen als bezahlt oder das Storno eines Postens. Für die eigentlich nötige Mahnung gilt es, sich die Rechnungsnummer zu merken und danach im Rechnungsregister zu suchen. Dort findet sich dann der Schalter zum Aufsetzen eines Mahnschreibens.

Jede als bezahlt gekennzeichnete Rechnung übernimmt die Software dagegen automatisch in die Einnahmen – einfacher geht es kaum. Die Ausgaben erfassen Sie in einem übersichtlichen Formular und ordnen sie vorkonfigurierten oder selbst definierten Ausgabenkonten zu. Das Ergebnis der Einnahme-Überschuss-Rechnung erzeugen Sie auf dem letzten Register für die einzelnen Monate eines Jahres oder das gesamte Jahr. Der Auswahlliste fehlen dringend die Quartale. Die fertige EAR exportieren Sie für den Ausdruck in eine HTML-Datei.

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Infos zum Autor

Horst erklärt, wenn ich nicht weiter weiß.

Michael Stibane

Admin eines heterogenen Reichs von etwa 150 Rechnern, diversen Kassen-, Waagen- und Warenwirtschaftssystemen und vier Servern eines Bildungsinstituts (http://bdhdd.de), IT Dozent in Dresden mit LPIC 1. Als gelernter Mechaniker bin ich jedenfalls nicht mehr ernsthaft an der Fräsmaschine oder an einer Drehbank einsetzbar. Ebenfalls im Bild: Mein Unterrichtskater Horst.

Zum Blog von Michael Stibane →


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