Videokonferenz

Nach langer Arbeit erschien nun das Videokonferenzprogramm Ekiga – ehemals bekannt unter dem Namen Gnomemeeting – in der Version 3.0. Neben einer komplett neuen Benutzerschnittstelle arbeiteten die Entwickler an den SIP-Features. Modernere Video-Codecs und eine flüssigere Darstellung – auch im Fullscreen-Modus – verdeutlichen, wie kräftig in den letzten Monaten an dem Programm geschraubt wurde. Erstmals besteht auch die Möglichkeit, Ekiga unter Microsoft Windows zu installieren.

Neue Programme

Im Laufe der letzten Jahren integrierten die Entwickler immer weitere Anwendungen in den Desktop. Auch diesmal kamen zwei neue Programme dazu: Empathy (Abbildung 5), ein Instant Messenger, der auf Gossip aufbaut, und das Hamster-Projekt, das Ihnen dabei hilft, den Zeitaufwand für verschiedene Aufgaben nachzuverfolgen.

Zwar hatten die meisten Benutzer bisher Pidgin – ehemals Gaim – als IM installiert. Jedoch machte der Funktionsumfang mit der Zeit das Bedienen immer schwerer. Empathy besinnt sich wieder auf das KISS-Prinzip, unterstützt dabei aber alle gängigen Protokolle, darunter ICQ, AIM, MSN, Yahoo und Jabber. Empathy baut auf Bibliotheken auf, die sich nach den Freedesktop-Spezifikationen richten, es nutzt aber auch die Pidgin zugrunde liegende Libpurple.

Abbildung 5: Das auf Einfachheit getrimmte Empathy arbeitet als neuer Instant Messenger unter Gnome. Es versteht sich mit allen derzeitigen Protokollen.

Mit dem Hamster-Projekt protokollieren Sie auf einfache Weise den Zeitbedarf wichtiger Arbeiten des Tages. Ausgaben in HTML und das Visualisieren der gesammelten Daten vervollständigen den guten Gesamteindruck des noch jungen Projekts (Abbildung 6).

Abbildung 6: Mit dem Hamster-Projekt verfolgen Sie den Zeitbedarf für Ihre täglichen Arbeiten. Das Programm wertet die Abläufe in Form von Graphen aus und erzeugt auf Wunsch HTML-Dateien.

Einige Komponenten schafften es trotz einer guten Startphase nicht mehr in Gnome 2.24. Epiphany sollte in der neuen Version auf der von Apple entwickelten Webkit-Rendering-Engine aufsetzen. Zwar ist Webkit mittlerweile Gecko in vielen Bereichen ebenbürtig, jedoch hakt es momentan an einigen Accessibility-Funktionen.

Als Konsequenz sahen die Entwickler von der Integration ab und verschoben die Aufnahme auf das Frühjahr 2009. Abwarten heißt es auch bei Conduit [14], einem einfach zu bedienenden Synchronisationstool. Die Zeichen stehen jedoch gut, dass beide Programme den Sprung ins nächste Gnome schaffen.

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