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Swiss Made

Paldo 1.15 aus der Schweiz

Paketmanagement

Paldo nutzt den eigens für die Distribution entwickelten Paketmanager Upkg. Dieser wurde von Jürg Billeter und Raffaele Sandrini in der Sprache Mono programmiert. Eine grafische Oberfläche befindet sich noch in Planung, doch durch das einfache Konzept der einzelnen Befehle ist sie auch nicht unbedingt vonnöten.

Um ein Paket zu installieren, surft man zuerst auf die Paldo-Homepage an und ermittelt über die Suchfunktion der Seite das gewünschte Paket. Meist findet sich nur ein Programm pro Einsatzzweck, da die Entwickler das Repository schlicht und übersichtlich halten möchten. Der Befehl

$ sudo upkg-install Paketname

installiert dann das gewünschte Programm. Upkg löst benötigte Abhängigkeiten automatisch auf und installiert diese Pakete falls notwendig gleich mit. Bei Bedarf kann man ein Paket auch aus dem Quellcode erstellen. Dazu dient der Befehl

$ sudo upkg-build --disable-binary Paketname

Das Kommando sudo upkg-remove Paketname schließlich entfernt das fragliche Programm sowie alle nicht mehr gebrauchte Abhängigkeiten wieder.

Paldo verwendet einfache XML-Skripte, die Upkg anweisen, wie der Paketmanager das jeweilige Programm kompilieren soll. Das geschieht meist über ./configure, make und make install. Alle Pakete liegen im Original-Tarball vor, wobei Upkg als Eingabe die Dateiformate TAR.BZ2, TAR.GZ und TGZ unterstützt. Einfache Diff-Dateien halten alle Änderungen fest.

Pakete dürfen im gleichen Repository liegen wie die XML-Spec-Datei oder auch auf einem anderen Server lagern. Auf diese Weise lassen sich auch Programme in die Repositories einbinden, die man eigentlich nicht verbreiten darf – zum Beispiel Realbasic. Hilfe zur Erstellung eigener Pakete für Paldo GNU/Linux bekommen Sie im Wiki der Distribution [5]. Details zum Paketmanager listet die Tabelle "Der Mono-Paketmanager".

Der Mono-Paketmanager

Befehl Funktion Beispiel
Installieren/entfernen
upkg-add Installiert ein Paket und aktualisiert das System. upkg-add jre
upkg-build Installiert ein Paket aus einem Source-Tarball. upkg-build jre
upkg-buildd Der Build-Daemon für das automatische Paketieren.
upkg-install Installiert ein Paket aus einem Binary-Tarball und aktualisiert gegebenenfalls das Paket selbst und dessen Abhängigkeiten. upkg-install jre
upkg-reinstall Spielt ein Paket aus einem Binary-Tarball erneut ein. upkg-reinstall jre
upkg-remove Entfernt ein Binary-Tarball-Paket, falls die Abhängigkeiten das zulassen, und aktualisiert das System. upkg-remove jre
Paketverwaltung
upkg-check Überprüft alle Dateien des installierten Paketes mit Hilfe von md5sums. upkg-check jre
upkg-list Listet alle installierten Pakete auf dem lokalen PC auf. upkg-list
upkg-search Sucht nach Dateinamen, die den Suchbegriff enthalten – eine Erweiterung von Grep. upkg-search java
upkg-show Zeigt alle installierten Dateien eines Pakets an.. upkg-show jre
Systeminstallation
upkg-bootstrap Installiert die Distribution, erstellt ein ISO-Image oder generiert den Binary-Tarball. upkg-bootstrap --branch=stable paldo-desktop
upkg-chroot Wechselt in das Root-Verzeichnis des zuvor mit upkg-bootstrap installiertem Systems. upkg-chroot /upkg
upkg-repair-index Repariert den Upkg-Paketindex. upkg-repair-index
upkg-upgrade Aktualisiert alle lokal installierten Pakete. upkg-upgrade
Repository-Verwaltung
upkg-repo Listet alle Pakete eines lokalen Repositorys auf. upkg-repo /home/amnon/localPaldoRepo
upkg-sync Synchronisiert Upkg-Repositories. upkg-sync
upkg-xref Listet alle installierten Dateien auf und ordnet sie den entsprechenden Paketen zu. upkg-xref

Installation

Möchten Sie Paldo permanent auf der Festplatte einrichten, klicken Sie nach dem Start der Live-CD auf dem Gnome-Desktop das Symbol install paldo an. Im ersten Dialog des Installationsprogramms wählen Sie die gewünschte Sprache aus und stellen das Tastaturlayout sowie die Zeitzone ein. Im zweiten Schritt teilen Sie die Festplatte ein – Paldo nutzt dazu Gparted und schlägt neben der obligaten Root-Partition auch eine separate /home und /boot-Partition vor (Abbildung 3). Der Swap-Bereich sollte für ein funktionierendes Powermanagement (Suspend-to-RAM) mindestens so groß wie der Hauptspeicher sein. Im Partitionierungsdialog finden Sie auch eine Checkbox für die Bootloader-Installation.

Abbildung 3

Abbildung 3: Paldos Partitionierungsdialog bietet auch separate Einträge für eine /home und eine /boot-Partition an.

Im dritten Schritt legen Sie den Rechnernamen, den Domainnamen und das Root-Passwort fest, danach folgt ein Dialog für die Nutzerverwaltung. In einem letzten Dialog zeigt das Installationsprogramm nochmals sämtliche Änderungen an (Abbildung 4). Ein Klick auf Anwenden befördert Paldo auf Ihre Festplatte. Die Installation dauert nur wenige Minuten, das Standardsystem beansprucht rund 2,5 GByte Plattenplatz. Nach der Installation können Sie entweder die Live-CD weiter benutzen oder per Neustart das frisch installierte System booten.

Abbildung 4

Abbildung 4: Vor der eigentlichen Installation zeigt Paldo nochmals eine Zusammenfassung an.

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LinuxUser 05/2014

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